AMD äußert sich zu seinen 10-nm-Chips

AMD hat zwar dank des Erfolgs der aktuellen APUs sowie der Radeon-R-Grafikkarten wieder etwas Oberwasser gewonnen. Doch die wirtschaftlichen Probleme der Vergangenheit haben den Hersteller zu erheblichen Einsparungen genötigt, die auch vor dem Personal in der Entwicklung nicht halt machten. Künftig soll daher die Zusammenarbeit mit Synopsys intensiviert werden, wie AMD auf einer Konferenz der Deutschen Bank verkündet.

Zusammen wollen die beiden Hersteller sowohl die Chips mit Strukturbreiten von 14 bzw. 16 nm sowie die daran anschließende 10-nm-Generation auf die Beine stellen. Dazu sollen sowohl Patente als auch Personal getauscht werden. Gerade der Umstieg auf schlankere Strukturbreiten verursacht hohe Entwicklungskosten, sodass der Chiphersteller darauf hofft durch die Kooperation zwischen 420 und 450 Millionen Dollar einzusparen (327 bis 350,6 Millionen Euro).

Synopsys ist teil des sogenannten Fab Clubs, dem unter anderem auch IBM und GlobalFoundries angehören. Ziel der Vereinigung ist es ihre Kräfte zu bündeln, um besser mit Intel konkurrieren zu können. Bereits in der Vergangenheit hatte AMD mit dem Club zusammengearbeitet - die nun bekannt gewordene Zusammenarbeit ist aus dieser Perspektive nur konsequent. Dabei wird Synopsys offenbar vor allem bei der Entwicklung der SoCs Pate stehen und nicht nur bei der Gestaltung der Chips, sondern auch bei der Entwickung der Serienfertigung unter die Arme greifen.

Bis die ersten Chips aus dieser Zusammenarbeit auf den Markt kommen, dürfte allerdings noch etwas Zeit ins Land gehen. Im kommenden Jahr soll mit Nolan die erste 20-nm-APU vorgestellt werden, dementsprechend sollte mit den schlankeren 14- bzw. 16-nm-Prozessoren nicht vor 2016 gerechnet werden.

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