TSMC fertigt Nvidia- und Qualcomm-Chips in 12-nm-Verfahren

Dass TSMC Schwierigkeiten mit seinem 10-Nanometer-Fertigungsprozess hat, ist schon länger bekannt. Die Ausbeute pro Wafer ist nach wie vor zu gering, sodass nur eine begrenzte Anzahl von Chips mit dem Verfahren gefertigt werden kann.

Bereits Ende vergangenen Jahres zeichnete sich daher ab, dass der Hersteller seine 16-Nanometer-Fertigung weiter optimieren und auf einen neuen 16-Nanometer-FFC-Prozess setzen könnte, der Prozessoren mit einer Strukturbreite von zwölf Nanometern ermöglicht.

Nun scheinen zwei erste Großkunden festzustehen, die dieses neue Verfahren nutzen werden: Nvidia wird allem Anschein nach seine Volta-GPUs, die noch in diesem Jahr in einem für Autos gedachten Prozessor namens Xavier auf den Markt kommen sollen, mit einer Strukturbreite von 12 Nanometern fertigen. Damit dürfte der Vergleich zwischen den im Mai erwarteten AMD-Vega-GPUs, die in einer Strukturbreite von 14 Nanometern gefertigt werden, noch spannender werden.

Auch Qualcomm ist von der Knappheit bei den 10-Nanometer-Chips betroffen. Dies beginnt schon beim aktuellen Flaggschiff, dem Snapdragon 835, der aktuell nur in einer derart geringen Umfang produziert werden kann, dass er zunächst lediglich von Samsung im Galaxy S8 verbaut wird. Andere Smartphone-Hersteller müssen entweder auf den Vorgänger setzen oder sich gedulden. Auch das Centriq 2400 ein ARM-SoC, das für den Einsatz in Servern gedacht ist, kann ebenfalls nicht wie geplant im 10-Nanometer-Verfahren entstehen. Vielmehr wird Qualcomm an dieser Stelle wie Nvidia auf das 12-Nanometer-Verfahren von TSMC setzen.

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