Generationenvergleich: Speicherdichte bestimmt Performance

13:50 - Montag, 15. Februar 2010 von Patrick Schmid, Achim Roos

Terabyte-Festplatten dritter Generation sind bereits eine gewisse Zeit auf dem Markt. Wir haben exemplarisch drei Produktgenerationen von Hitachi verglichen und analysiert.

Eine höhere Datendichte hat normalerweise einen besseren Durchsatz zur Folge. Daher sind Festplattenherstellern auch in der Lage, bei der Herstellung von Laufwerken weniger physische Komponenten zu benutzen und damit hohe  Kapazitäten anzubieten. Infolgedessen kommt der Endverbrauch neben einer großen Festplatte auch in den Genuss eines gesunkenen Preises. Nachdem wir 2009 zahlreiche Tests mit Samsung-Laufwerken durchgeführt haben, fiel unsere Wahl dieses Mal auf die letzen drei Generationen der Hitachi Deskstar 7K1000 Laufwerke, mit denen wir uns einen Eindruck über den aktuellen Fortschritt verschafft haben: Die neue Deskstar 7K1000.C tritt gegen die 7K1000.B und die ursprüngliche 7K1000 an.

500 GB pro Platter

Andere Festplatten wie die Western Digital Caviar Black- bzw. Green-Serien nutzen bereits ähnliche Speicherdichten, bei denen 500 GB auf einem einzelnen 3,5-Zoll-Platter untergebracht werden können. Die Samsung Spinpoint F3 und die Seagate Barracuda XT dienen als weitere Beispiele. Allerdings handelt es sich hier um Produktfamilien, die die komplette Kapazitätsspanne von 160 bzw. 250GB im Einsteigersegment bis hin zu Festplatten mit 2 TB abdecken. Hitachi verfolgt hier einen anderen Ansatz, denn die 7K1000-Familie ist, wie der Name schon sagt, auf eine Kapazität von 1 TB begrenzt.

Welche Strategie Ist besser?

Samsung und WD bieten zwei Produktlinien an die alle Kapazitäten abdecken, sich aber hinsichtlich ihrer Positionierung am Markt unterscheiden: Zum einen gibt es die Green-Laufwerke mit 5.400 U/Min und zum anderen die Performance-Festplatten mit  7.200 U/Min. Im Normalfall gibt es sogar eine dritte Produktreihe mit Laufwerken, die für den Einsatz in Servern und für einen Betrieb rund um die Uhr geeignet sind. Aber ist solch eine Vielzahl an Produktreihen wirklich notwendig? Ja und nein. Festplattenhersteller halten es für notwendig, alle Marktsegmente zu bedienen. Dies führt dazu, dass Enthusiasten bei der Auswahl der perfekten Festplatte keine Probleme haben, wohingegen Anwender mit weniger umfangreichem technischem Verständnis bei der Wahl zwischen Barracuda, Caviar, Deskstar oder Spinpoint sowie Black-, Green-, EG-, LP- bzw. XT-Modellen schon ihre Schwierigkeiten haben dürften. Immerhin hat Seagate sein Produktportfolio verringert und bietet die Barracuda XT nur noch mit 2 TB und die 7200.12 lediglich mit 1 TB an.

Während Hitachi eine Produktlinie hat, die SATA-Speicherprodukte mit hohen Kapazitäten für Business-Umgebungen bietet, fehlt dem Unternehmen eine leistungseffiziente Produktreihe mit niedrigerer Umdrehungsgeschwindigkeit. Stattdessen basieren Laufwerke mit hoher Kapazität auf einem Design mit 5 Plattern, das angeblich sehr robust ist. Alle Mainstream-Laufwerke stammen allerdings von einer anderen Produktreihe ab, die auf eine Kapazität von 1 TB beschränkt war. Das mag zwar seltsam klingen, aber die meisten der heute verkauften 3,5-Zoll-Festplatten liegen weiterhin unter dieser Kapazität.

Der Schritt von der 5-Platter 7K1000 auf die 3-Platter 7K1000.B führte zu einer um 20% höheren Performance, während die Effizienz in einem ähnlichen Maß zunahm. Kann die mit 2-Plattern ausgestattete 7K1000.C ebenfalls diese Verbesserungen vorweisen?

Kommentare
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Iraklis 15/02/2010 16:45
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ah man muss sich doch nicht so verrückt machen, heute besser und morgen schon wieder schlecht weil wieder mal was neues da oder was besseres :-)

Diesel_im_Blut 15/02/2010 17:08
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Ich finde ein interessanter Test. Aber irgendwie war es schon von vorne herein klar, dass die neust Generation auch unter Strich die beste Leistung abliefert. Andererseits überrascht mich die verschlechterung der Zugriffszeit ein wenig.

Ich bin mitlerweile auf dem Stand, alle zwei Jahre, wird ohne zu fragen die Festplatte im Rechner getauscht. Im Sommer dieses Jahres ist meine 640er WD Cavia Blue fällig. Die wird dann bei Ebay an den Mann gebracht. Mal sehen was ich mir als Ersatz kaufe, ich bin auf die neue WD Cavia Black gespannt, die Spin Point F3 von Samsung macht allerdings auch eine gute Figur. Aber den Eindruck will ich nicht erwecken, dass die Cavia Blue sclecht ist, bin mit der Platte absolut zufrieden!

Anonymer Nutzer 15/02/2010 17:19
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also quasi der golf unter den aktuellen 1TB festplatten :)

Levi88 15/02/2010 19:00
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Bei Datenplatten ist die Transferrate wurscht und im OS sind von vornherein die zugriffszeiten entscheidender.

Scour 15/02/2010 19:38
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Nice test :)

Ich bin der Meinung das alle 3 Hitachi-Generationen gute Platten sind, mal von der Lautstärke abgesehen.

Und die neue 7K1000.C ist wohl eine der besten Platten derzeit, man hört wenig Negatives darüber

drno 16/02/2010 14:02
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Ich kann über vieles hinwegsehen, aber nicht hinweghören.
Gute Zugriffszeiten und leise, geringe Temps sind mir wichtig!
Dafür verzichte ich dann auch auf Höchstleistung beim Transfer.

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