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Roundup: 2.0 und 2.1 Audiosysteme zwischen 60 und 350 Euro im Test

Roundup: 2.0 und 2.1 Audiosysteme zwischen 60 und 350 Euro im Test
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2 vollwertige Lautsprecher oder doch ein 2.1 System mit Subwoofer? Hört man die 350 Euro für das teuerste System wirklich heraus oder kann preiswert auch brauchbar sein? Wir testen 5 Systeme, die typisch für die jeweilige Preisklasse sind.

Unsere ersten 5 Kandidaten in diesem Jahr könnten unterschiedlicher nicht sein, auch nicht im Preis. Wozu diese große Preisspanne? Erstens kann man ja immer mal die eine oder andere unerwartete Überraschung erleben und zweitens muss man sich ja an irgendetwas orientieren. Das Hohe-Messlatten-Prinzip ist nicht die schlechteste Variante, um Produkte mit- und untereinander zu vergleichen. Außerdem habe ich für dieses Jahr eine neuen, einheitlichen Testaufbau entwickelt, der die Messung unter praktischen Bedingungen in den Vordergrund stellt. Dazu auf der nächsten Seite dann mehr. Kommen wir zunächst zu dem, was uns unser DHL-Kurier zähneknirschend vors Labor gekarrt hat:

Mit der AudioEngine 5+ traf als Letztes noch ein sehr potentes 2.0-System ein, als weiteren Vertreter der subwooferlosen Klasse muss sich das B-77 von Microlab für 60 Euro beweisen. Mit Subwoofer hätten wir das Speedlink Gravity X-XE für ebenfalls 60 Euro, das Wave Master Moody für 80 Euro und das neue Edifier C2XD für knapp 130 Euro. Mit diesen 5 Probanden starten wir das erste Roundup an Audiosystemen, versprechen aber auch weitere Tests mit identischem Setup. Doch bevor ich die Systeme vorstelle, wollen wir einen Blick auf das Test-Setup werfen.

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Alle 53 Kommentare anzeigen.
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  • xvYCC , 17. Januar 2013 09:09
    Sehr interessant, danke... für 350€ bekommt man allerdings schon ein Paar brauchbare Studio-Lautsprecher - warum nicht gleich "richtig" ne? ;) 
  • shodan , 17. Januar 2013 09:31
    und um bei xvYCC zu bleiben: für weitere 50 € mehr bekommt man bereits einen 5.1 receiver einer bekannten marke die mit "on" beginnt, und echte 5.0 Lautsprecher (2x Standlautsprecher, 1x mitteldings +2xRegalboxen von z.b. einer Marke die mit "Quadr" beginnt....)

    da hat man dann klanglich, anschlusstechnisch und auch fürs auge noch ein wenig mehr - und das ist den Mehrpreis dann meistens auch Wert.
  • nobbivm , 17. Januar 2013 09:35
    Von Lautsprechermesstechnik habt ihr ja keine Ahnung!

    Eure Messmethodik ist _nicht_ an der Praxis ausgelegt, weil man das nicht kann.
    Entweder werden Lautsprecher in den richtigen Räumlichkeiten und Equipment gemessen oder gar nicht.
    Denn die ganzen Wellen im Frequenzgang, die ihr bei euren Messergebnissen habt, kommen durch den nicht geeigneten Raum zustande.
    Das sind alles Reflexionen der Wände, Möbel oder was auch immer.

    Schuster bleib bei deinen Leisten!
  • FormatC , 17. Januar 2013 10:09
    Ein schalltoter Raum ist definitiv auch nicht sonderlich praxisrelevant.

    Vergleichst Du die einzelnen Kurven der Diagramme, dann solltest Du auch feststellen können, dass, würde man Deiner Logik folgen, die Spitzen immer an den gleichen Stellen sein müssten, wenn der Raum durch bestimmte Eigenschaften wirklich so extrem beeinflussend wäre. Dass jedes System in verschiedenen Räumen anders agiert, sollte auch kein Geheimnnis sein. Ich habe übrigens in einem Abstand von nur 1,5 Metern in unserem kleinen, schallgedämmten Raum noch einmal gemessen und dort die größeren Abweichungen analog nachverfolgen können. Interessant übrigens, dass die Kurve meiner privaten Canton keine größeren Ausschläge gibt und idealer ist, als die der Audioengine 5+, hier deckt sich die Kurve dann auch weitgehend mit Messungen aus dem Studio. Ohne eine vorher ausgemessene Referenz hätte ich dieses Projekt so gar nicht angegangen, zumal sich der subjektive Eindruck mit den Messungen recht gut deckt.

    Auf Seite 2 habe ich übrigens auch den Anspruch auf das ideale Testergebnis ausreichend relativiert. Ich will wissen, wie die Teile in einer normalen Umgebung agieren und nicht im Studio. Da gibts nämlich durchaus große Unterschiede. Die Kurven sind ausreichend genau, um die Schwächen eines Systems aufzuzeigen, mehr ist übrigens auch garnicht gewollt :) 
  • bluray , 17. Januar 2013 10:59
    Mich würde noch interessieren, wie sich Teufel, nubert & Co im test so schlagen, die preislich auch ziemlich reinhauen, aber dafür erhebliche Klangquali bringen.

    Bei nubert dachte ich da an die nuPro A10/A20, wobei diese preislich schon die 500€-Marke knacken.

    bei Teufel die Concept B / Concept C 200+300Wireless
    Auch diese sind preislich eher im oberen Mittelfeld angesiedelt.

    Wie schaut es eigentlich bei Logitech aus?

    Was leisten die Z323, 523, 623, 553?
    Immer noch diese Klanggrütze oder hat Logitech nachgebessert?
  • FormatC , 17. Januar 2013 11:26
    Es kommen noch Creative, Logitech, KEF und einige weitere, also keine Angst :) 
    Von Microlab wird noch ein neueres Modell nachgreicht. beim Rest muss ich noch verhandeln.
  • bluray , 17. Januar 2013 11:57
    KEF habe ich schon gehört, sind extrem ehrliche Lautsprecher und bevorzugt auch in kleineren Hobbystudios vorzufinden, weil sie eben einen sehr ehrlichen Klang haben und jede noch so kleine Schwäche aufdecken.

    Aber ich bin schon gespannt, was da noch so kommt.

    Meine ursprüngliche Idee war nämlich, mein Z5500 von Logitech in Rente zu schicken (bzw zum Schlafzimmer-Entertainer fürs Penn-TV zu engagieren und dem PC dann ordentliche Klangmeister zu spendieren. (vorzugsweise eben die Nuberts, weil ich auch schon meine Heimkinoanlage aus Nuberts aufgebaut hab (4xNubox 300 und Nubox CS2 - gibts heut nicht mehr)
  • FormatC , 17. Januar 2013 12:04
    Mit Teufel habe ich eben telefoniert, da werde ich aber vorab nur 2.0 testen, Nubert wird wohl auch klappen. Ich hatte früher mal Klipsch, leider waren die zwischenzeitlich nach einem Umzug zu groß für meine Räumlichkeiten, heute bereue ichs bitter. Mehr als Canton GLE ist für einen Familienvater nicht planbar :D 
  • n4pst3r , 17. Januar 2013 12:08
    Nubert und Teufel wären echt mal nett :) 
  • bluray , 17. Januar 2013 13:21
    Klipsch haben auch ziemlich ehrliche Klangmeister obschon das etwas Retro-angehauchte Design wohl nicht Jedermann's Sache ist ;) 

    Canton GLE werd ich mal recherchieren!

    Ich freu mich schon auf den zweiten Teil des Tests!
    Ich finde Deine Tests ohnehin sehr genial, weil recht schön verständlich geschrieben, mit Witz und trotzdem passender Sachlichkeit. Das ist leider immer seltener bei Testberichten...
  • nobbivm , 17. Januar 2013 14:24
    @FormatC:
    Klar ist ein Schalltoter Raum das, was ein Lautsprecherbauer haben will, denn er möchte ja nichts anderes messen als den Frequenzgang eines LS-Chassis oder den des gesamten Lautsprechers.
    auch der Messabstand ist genormt, 1m bei 1 Watt Leistung ;-)

    Dass Lautsprecherboxen nie einen Freuqenzgang haben der einer geraden Linie ähnelt ist klar und es ist auch nicht gewollt, ausser bei Nahfeldmonitoren für Tonstudios.
    Ansonsten wird meistens der Mitteltonbereich, wo sich Stimmen und die meisten Instrumente befinden etwas angehoben und nach oben hin wird ein abfallender Frequenzgang bevorzugt, weil weniger höher, weniger nerven auf Dauer.

    Aber gut ihr seid nicht Klang & Ton oder Udo Wohlgemuth (DER Lautsprecher Papst) ;-)
  • FormatC , 17. Januar 2013 16:34
    Praxis heißt für mich: ich sitze keinen Meter vom Lautsprecher entfernt, die Leser meistens auch nicht. 2.1 Systeme lassen sich so auch nicht so recht messen und in der Summe beider Systeme interessieren mich in der Messung mit einem Raummikrofon auch mögliche Beeinflussungen des Gesamtpegels durch 2 unterschiedlich laufende Lautsprecher (z.B. Phasenverschiebungen). Das meinte ich mit Praxisrelevanz. :) 

    Wie man einen einzelnen Lautsprecher misst, das weiß ich durchaus (ich bin seit 1978 auch im Amateurtonbereich aktiv und habe mal mit einer 10 m² großen Schallwand angefangen), aber genau das ist im Alltag meist theoretisches Zahlenmaterial ohne Wert. Wenn ich zwei auf dem Papier sehr ähnliche Systeme in größerem Abstand und einem Winkel von 15-25 Grad vergleiche, dann laufen die Diagramme unter Umständig ganz gewaltig auseinander. Mich interessiert nun mal, was ich höre, wenn ich bequem auf der Couch sitze und nicht das, was ich höre, wenn ich direkt vorm Gerät klebe. Die Diskussion um Normen und Praxisrelevanz ist so alt wie die Lautsprecher selber und wenn ich normgerechte Kurven brauche, rufe ich die PR-Agenturen der Hersteller an. Die holen sowas immer freudestrahlend aus der Schublade, wenn sie nichts zu verbergen haben.

    Die Messungen sollen lediglich den subjektiven Höreindruck unterlegen, denn wenn es z.B. mit den Vocals nicht so recht klappt, sieht man es auch perfekt an den Kurvenverläufen. Wenn bei 4-5 KHz eine Lücke klafft, dann geht eine schöne weibliche Gesangsstimme mit Grundeis. :) 
  • Hinagiku , 17. Januar 2013 18:24
    Ich hoffe ja auch immer noch, hier irgendwann mal was von ADW in den Vergleichstests zu sehen. Schließlich ist der Redakteur dem Basteltrieb ja auch nicht ganz abgeneigt. Wäre defnitiv mal ne Anfrage bei Udo wert, ob er da nicht was zur Verfügung stellen kann. :D 
  • FormatC , 17. Januar 2013 18:40
    Bausätze sind zwar privat nicht so mein Ding, seit ich keine Zeit für solche Friemeleien mehr habe, aber wenn man das als "beruflich notwendig" deklarieren kann, müssen wir doch glatt mal schauen, was geht. Zumindest wäre ich meiner Frau dann keine Rechenschaft mehr über die angeblich vergeudete Zeit schuldig :D 
  • Sternhagel , 17. Januar 2013 21:38
    Wenn ihr die Harman/Kardon Soundsticks lll testen könntet wäre das auch super :-) Preislich sind die bei ca. 140 € und soweit ich gehört habe müsste der Sound dafür sehr gut sein!
  • vice , 18. Januar 2013 01:12
    Für 310-320 Euro gibt es noch ganz andere, deutlich professionellere Sachen als die hier vorgestellten. Nubert wurde ja schon genannt. Was wäre außerdem mit "Yamaha HS50" oder "KRK Rp5 G2 Rokit". Dagegen werden von Fachleuten selbst die Produkte von Teufel als "Brüllwürfel" verschrien. Könntet ihr diese nicht auch in den Vergleichstest mit einbeziehen? Das wäre der Knaller.
  • echoez , 18. Januar 2013 05:00
    http://www.lautsprecherbau.de/Magazin/Lautsprecherbau-Magazin-2010/Ausgabe-Juni-2010/_blueSBox-15-PC_8563,de,90887,158

    Für ebenfalls 350€ +ein bischen basteln wäre Das doch etwas zum vergleichen. Das Ergebnis könnte ich allerdings blind vorhersagen :D 

    Zu den Diagrammen. Es ja gut gemeint, die Messung praxisnah zu gestalten, doch der Leser ist ja erstmal subjektiv die sichbaren Linien direkt miteinander vergleicht. Ich unterstelle euch mal (..und das wäre dann wirklich Praxisnah...), daß ihrfür die jeweiligen Systeme nicht zwangläufig den bestmöglichen Ausrichting und Platzierung experimentiert habt, natürlich im Rahmen der Möglichkeiten. Manche Boxen mögens gern etwas eigewinkelt, die mit dem Hornansatz, oder Breitbänder die gern direkt auf den Höhrer ausgerichtet sind.
    Die Messungen hast Du mit 3m Abstand durchgeführt, die Kabel mancher Systeme reichen teilweise nich annähernd für den nötigen Abstand aus. Wie bist Du damit umgegangen?

    Ich gebe dem Nobbivm schon recht, den direkten Vergleich zwischen Boxen kann man eben nur mit den genormten Messmethoden in möglichst schalltoten Räumen durchführen.
    Das Optimum ist natürlich eine, bis auf den Tiefbassbereich, (nahezu) gerade Linie. Welligkeiten tragen einiges zum Charakter eines Lautsprechers bei.

    Jedoch anhand eurer Höhrbeschreibungen merkt man schon daß Ihr wißt, wie man Lautsprecher beurteilt. Darauf geb ich mehr als auf die Linien ;) 
  • FormatC , 18. Januar 2013 07:56
    @echoz:
    Ich mache ja nichts ganz ungeplant, zumal der Aufwand durchaus kein ganz kleiner ist. Ich habe mich im Vorfeld mit einem befreundeten Ingenieur (Gebäudeakustiker) und einem Tontechniker beraten. Der Abstand von 3 Metern ergibt durchaus einen Sinn, weil man ja nie dort sitzt, wo es die Norm eigentlich gern hätte. Der Abstand von ca. 1,5 Metern zwischen den Schallquellen entspricht dabei auch gerade noch dem Durchschnitt und fällt normalerweise sogar noch etwas größer aus. Der sich ergebende Öffnungswinkel von 30° (und mehr) und die damit erfolgten Messungen sagen sehr viel über die Abstrahlcharakteristik der jeweils verwendeten Chassis aus, was auch meine Absicht hinter der ganzen Aktion ist. Es gibt gute Nahfeldmonitore und Standlautsprecher, deren Abstrahlung (neben den Boxen und weiter weg im Raum) sehr homogen ist, während es bei billigen Brüllwürfeln geradezu vogelwild wird, wenn man den Kopf nur ein wenig woanders hin dreht. Die billigeren Teile (und leider nicht immer nur die) werden ja aufwendig und vordergründig auf Effekt und Messung hin designt, da spielt es keine Rolle, ob man nachher überhaupt das hört, was auf dem Papier steht, ohne sich einen Hexenschuss durch dummes Vormlautsprecherrumstehen zu holen :D 

    Idealkurven kann man vom Hersteller bekommen, warum sollte ich mir eine Arbeit noch einmal machen, die andere eh besser können? Das, was wir hier aufgebaut haben, ist bestens geeignet, die Schwächen zu finden. Die Stärken stehen im Werbetext ;) 

    BTW:
    Der Audio-Extender steht direkt neben den Boxen (Signaleinspeisung), da spielen die Kabellängen der Geräte keine Rolle. Die 1,5m zwischen den Boxen habe ich nur beim Microlab nicht hinbekommen (1,2 Meter Kabel), da greife ich halt ein meine große Kabelkiste. Da ist für jeden was dabei :) 

    Ich bin mal gespannt auf KEF X300A, Wavemaster Two und nuPro A10 (und einige andere Perlen), aber ich muss auch einschränken, dass wir nur Aktivsysteme (für den PC) testen werden, da ich sonst unsere Bandbreite zu sehr sprenge. Für HiFi-Tests gibts Fachmagazine und Spezialisten, das will ich mir gar nicht anmaßen, wir bleiben natürlich beim PC-Bereich. Ich gebe zu, ich hätte bei der Erklärung des Messaufbaus etwas detaillierter zu Werke gehen können, aber dann liest es meist keiner mehr.
  • derGhostrider , 18. Januar 2013 13:43
    Zum Artikel:
    Da ist ein Satz irgendwie durcheinander geraten:
    Zitat :
    Vorher ich begeben wir und aber zuerst einmal auf die Suche nach den gesparten reichlich 50 Euro.
    Achso, na dann... ;) 

    ------

    Zitat :
    Jedoch anhand eurer Höhrbeschreibungen merkt man schon daß Ihr wißt, wie man Lautsprecher beurteilt. Darauf geb ich mehr als auf die Linien
    ...ohje. Darf ich darauf schließen, daß Du auch auf diesen gequirlten Müll stehst, wenn Leute schreiben, daß sie die "Einspielrichtung" von Kupferkabel hören können, oder daß durch die Verwendung von einer besonderen Steckerleiste die Musik "dynamischer" klingen würde?
    Das ist doch Bull****.
    Es gibt ein paar ganz wenige Begriffe, die man gut nachvollziehen kann. Danach fängt meistens nahtlos Audio-Hokus-Pokus an, den niemand in Messungen nachvollziehen kann.

    Dann stellt sich allerdings irgendwann nur noch eine Frage: Möchte man einen objektiv betrachtet möglichst guten Klang (der ist definitiv messbar!), oder möchte man einen subjektiv guten Klang?
    Letzteres ist unabhängig davon, was jemand anderes meint. Da zählt dann eben nur: "Ja, so gefällt mir das!"
    Entweder, oder. Ich habe mich für ersteres entschieden. Bei Höhen nennen die Audio-Verrückten das dann "ehrlich". Anders formuliert: Lineare Wiedergabecharakteristik.
    Das gefällt mir.

    Aber was ist nun "guter Klang"? Das, was irgendein total Verrückter als "gut" bezeichnet, der meint, daß CD-Rohlinge mit grüner Unterseite oder angeschliffenen Kanten besser klingen würden; der ebenfalls meint unterschiedliche Stromkabel hören zu können oder wenn die Lautsprecherkabel auf kleinen Holzklötzchen liegen?
    Den freien Elektronen ist es physikalisch schnurz egal, wie sie nun ein elektrisches Feld transportieren, dennoch behaupten einige Audio-Verrückte, daß es natürlich sauerstoffarmes Kupferkabel sein muß, welches von Jungfrauen in einer mondlosen Nacht gegen den Uhrzeigersinn auf eine güldene Spindel gewickelt wurde...

    Es gibt sicherlich deutliche klangliche Unterschiede, vor allem in diesem Bereich der doch recht günstigen Lautsprecher.
    Aber wenn ich lese, daß jemand durch das Audio-Bullshit-Bingo inspirierte Begriffe als glaubwürdiger betrachtet als neutrale Messwerte, dann wird mir einfach mulmig.
    "Oh, er hat Klang als ehrlich, warm und dynamisch bezeichnet und den Begriff Klarheit verwendet, der weiß wovon er redet!"
    Dafür reicht ein Blick in irgendeine Audio-Zeitschrift, googlen nach Audio-Satire oder ähnliches.

    Entschuldigt bitte, aber sobald die üblichen buzz-words auftauchen, muß man einfach zweimal hinschauen, um zwischen Unfug und Tatsachen zu unterscheiden.

    Daher muß ich auch den Vorpostern teilweise Recht geben, die den Messaufbau kritisierten:
    So wird das Zimmer bewertet oder die Eignung der Lautsprecher zum Zimmer.
    Ja, es ist schon klar, daß man zu Hause keinen schalltoten Raum hat. Aber wenn man Lautsprecher vergleichen will, dann ist dies die einzige Möglichkeit es wirklich objektiv zu gestalten.
    ... und nicht in einem "Testaufbau", in dem der Blumentopf bei jedem Bild woanders hinwandert.

    Dennoch finde ich den Test nicht schlecht. Lautsprecher kann man in einem gewissen Rahmen schon miteinander vergleichen. Auch im eigenen Wohnzimmer. Man muß dann nur eben sehr vorsichtig sein mit den daraus abgeleiteten Schlüssen.

    Also kleinste billig Plastiklautsprecher aus der Grabbelkiste werden wohl kaum mit den 350 Euronen Lautsprechern hier mithalten können.
    Bei den besseren Lautsprechern, die da eventuell noch kommen werden, weiß ich aber nicht, ob nicht Aufstellungsort und Zimmereinrichtung hinterher u.U. wichtiger werden als der Rest.

    Was mir am wenigsten gefällt ist der Aufstellungsort für die Subwoofer. Habe noch nie gesehen, daß der "auf dem Tisch neben den Boxen" steht, was aber akustisch einen gewaltigen Unterschied macht. In der letzten Wohnung habe ich den Subwoofer mehrfach umgestellt und trotzdem nie einen perfekten Ort gefunden.
    Gut finde ich aber wiederum die Hinweise, daß man z.B. einen Mindestabstand zur Wand einzuhalten hat (wegen Bassreflex an der Rückseite). Merkwürdig, daß man ein Gehäuse in dieser Größen- und Preisklasse überhaupt so baut. Freistehende Lautsprecher erwarte ich irgendwie erst im vier- bis fünfstelligen Preisbereich. Also bei Leuten, die sich zu den Lautsprechern vermutlich auch entsprechend großzügige Wohnungen (sprich: Häuser) leisten können.
    Es wird vermutlich auch niemand mbl 101E MKII versuchen im Regal an die Wand zu stellen. ;) 


    Kurzum: Audio bedeutet doch fast immer: 100 verschiedene Sichtweisen und abgesehen von ein paar extremen haben die meisten ihre Berechtigung.
  • xvYCC , 18. Januar 2013 15:09
    Bei Systemen in denen der sogenannte Subwoofer eigentlich als Tief-Mitteltöner agiert bzw. könnte, zudem mit konstruktionsbedingt geringem Schalldruck tönt, ist es doch völlig wurscht wo die Kiste steht.
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