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Samsung entwickelt DDR4-RAM in 30-nm-Fertigung

Von , Kevin Parrish - Quelle: Tom's Hardware US | B 13 kommentare

Gestern hat Samsung bekannt gegeben, dass der Hersteller erfolgreich das industrieweit erste DDR4-Speichermodul in 30-nm-Prozesstechnologie hergestellt hat.

Das neue DDR4-Modul soll bei 1,2 Volt eine Transferrate von 2,133 GBit/s erreichen. Eine neue Technologie namens Pseudo Open Drain (POD) soll die Energieaufnahme beim Lesen und Schreiben von Daten auf die Hälfte dessen drücken, was ein DDR3-Modul im gleichen Betrieb zieht.

Zum Vergleich: Ein ebenfalls in 30-nm-Fertigung hergestelltes DDR3-Modul erreicht bei 1,35 und 1,5 Volt bis zu 1,5 GBit/s. Laut Samsung soll der neue DDR4-Speicher in einem Notebook (weitere Rahmenbedingungen nannte Samsung aber nicht) verbaut dessen totale Energieaufnahme um 40 Prozent reduzieren, wenn man es mit einem DDR3-Modul mit 1,5 Volt Versorgungsspannung vergleicht.

Samsung: "Durch eine neue Schaltkreisarchitektur wird Samsungs DDR4 mit Geschwindigkeiten von 1,6 bis 3,2 GBit/s laufen können. Typische DDR3- und DDR2-Module erreichen heute Geschwindigkeiten von 1,6 GBit/s bzw.800 MHz."

Nach eigener Aussage hat der Hersteller bereit letzten Monat einem Controller-Hersteller erste ungepufferte DDR4-Speichermodule (UDIMMs) mit 1,2 Volt und 2 GByte Kapazität zum Testen übergeben. Zudem gebe es konkrete Pläne zur engen Zusammenarbeit mit einer Anzahl von Server-Herstellern, um die Komplettierung der JEDEC-Standardisierung für DDR4-Technologien in der zweiten Jahreshälfte 2011 voranzutreiben.

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  • Moebert , 5. Januar 2011 10:50
    "...um die Komplettierung der JEDEC-Standardisierung für DDR4-Technologien in der zweiten Jahreshälfte 2001 voranzutreiben."
    Mist, ich hab mir noch DDR3 Ram gekauft, wie konnte ich auf einen 9 Jahre alten Standard setzten?
  • gst , 5. Januar 2011 11:00
    Geändert. ;) 
  • bartsimpson , 5. Januar 2011 11:01
    40% weniger Energieaufnahme sind echt beeindruckend, da soll noch einer sagen dass sich Stromsparende RAMs nicht lohnen.
  • Alle 13 Kommentare anzeigen.
  • fragger , 5. Januar 2011 11:20
    Sicher, das 2,133 GBit/s die richtige Einheit ist?
    Dann wären die echt lahm...
    ...und nicht stattdessen vllt. 2,133 GT/s (Giga Transfers / Sek). Bei vermutlich 64bit Datenbusbreite ergibt sich 136,512 GBit/s oder 17 GB/s was mehr Sinn macht
  • fffcmad , 5. Januar 2011 12:17
    Ich finde die Angaben der theoretischen Bandbreite echt amuesant. DDR2-Module schaffen mit einem gutem Controller gerade mal die Haelfte ihrer moeglichen Datenrate im Schnitt (Wenn ueberhaupt), bei DDR3 siehts noch uebler aus. Und da sich der externe Takt nicht aendert (166MHz/ 200MHz/ 266MHz) wird wohl auch DDR4 nicht besser da stehen. Da hilft wieder nur Geklotze: Moeglichst viele Module in Dual- /Triple- /QuadChannel betreiben.
  • KatSeiko , 5. Januar 2011 12:51
    Naja, vielleicht sind ja bald 16GB pro Modul drin..
  • fragger , 5. Januar 2011 17:41
    Tja, alle die Optimierungen durch DDR und aufgeblasenen IO Takt und dem Resultierenden 2x, 4x oder 8x Prefetch machen halt nur Sinn, wenn wirklich Daten von 2, 4 oder 8 aufeinanderfolgenden Speicheradressen gelesen werden sollen...
    Da dieser Fall im wirklichen Leben (außer bei Benchmarks, die üblicherweise genau dies tun) mit immer höherem Prefetch immer seltener eintrifft, gibt es dann halt "leichte" Diskrepanzen zwischen theoretischer und tatsächlich erreichter Speicherbandbreite...
    Im worst case ist DDR3 1066er Speicher kein Stück schneller als PC133 SDRAM aus dem Jahre 2002

    Solange die Speichermodule, wie schon seit 10 Jahren, mit 100-200 MHz betrieben werden wird sich daran auch nix ändern.
  • elendsoft , 5. Januar 2011 17:43
    Immer beeindruckendere Zahlen - für ahnungalose Laien. Praktisch wird das aber durch entsprechend viele Waitzyklen wieder kompensiert. Unterm Strich ist die Netto-Geschwindigkeit seit DDR1 immer noch die gleiche. Nur die theoretisch (aber niemals praktisch erreichte) Transferrate wird immer höher. Reine Massenverarschung.
  • fffcmad , 5. Januar 2011 17:46
    Zitat :
    Tja, alle die Optimierungen durch DDR und aufgeblasenen IO Takt und dem Resultierenden 2x, 4x oder 8x Prefetch machen halt nur Sinn, wenn wirklich Daten von 2, 4 oder 8 aufeinanderfolgenden Speicheradressen gelesen werden sollen...
    Da dieser Fall im wirklichen Leben (außer bei Benchmarks, die üblicherweise genau dies tun) mit immer höherem Prefetch immer seltener eintrifft, gibt es dann halt "leichte" Diskrepanzen zwischen theoretischer und tatsächlich erreichter Speicherbandbreite...
    Im worst case ist DDR3 1066er Speicher kein Stück schneller als PC133 SDRAM aus dem Jahre 2002

    Solange die Speichermodule, wie schon seit 10 Jahren, mit 100-200 MHz betrieben werden wird sich daran auch nix ändern.


    Nenene, der DDR2 1066 entspricht schon mindestens SDRAM mit 266 realen MHz. Also das Doppelte von PC133. Ziehen wir die Commandrate 2 ab, die bei DDR2 ja Standard ist, sind wir so etwa in dem Bereich eines leider nicht existierenden PC233 Modules. DDR1 war ja noch recht effizient. Aber seit DDR2 sind nur noch Energiebedarf und Zahlen interessant.
  • fragger , 5. Januar 2011 18:02
    Naja, was im worst case letztlich zählt ist der Takt der DRAM Speicherbausteine... und der ist bei PC133 133MHz, genau wie auch bei DDR3 1066.
    Und wenn mein tolles effektives 8x Prefetch bei DDR3 7 mal Müll liefert, dann lande ich exakt bei dem 133 MHz SDRAM...
    In dem Fall verpufft der Vorteil von DDR und hohem IO Takt völlig.

    Das ist worst case... aber Fakt ist, dass jede Verdoppelung des Prefetchings weniger zusätzliche Performance bringt... 2x oder 4x macht noch halbwegs Sinn... aber wenn jetzt für DDR4 16x Prefetch eingeführt wird, dann wirds lächerlich...
  • fffcmad , 6. Januar 2011 08:07
    Ne, hab mich verguckt. Bei DDR3 liegst du natuerlich richtig. Aber im Normalfall werden 2 Datenpakete immer benoetigt.
  • a97584 , 6. Januar 2011 20:10
    fragger...aber wenn jetzt für DDR4 16x Prefetch eingeführt wird, dann wirds lächerlich...


    Nicht wirklich, denn die Daten, die im Speicher liegen, werden ja auch "mehr". Früher hat man 512 MB voll gekriegt, heute kriegt man 4 GB voll. Also werden auch die Datensätze größer und damit die (logisch) zusammenhängenden Speicherzellen.
  • fffcmad , 6. Januar 2011 21:04
    Nö.