Nicht eine, sondern gleich zwei Festplatten mit luxuriösen 4 TB Speicherplatz schiebt Hitachi auf den Markt. Wir prüfen die Leistungsfähigkeit der beiden Modelle mit 5.400 und 7.200 U/Min.
Was ist das denn: Gleich zwei Festplatten schickte uns die kürzlich von Western Digital akquirierte Festplattenschmiede HGST (Hitachi Global Storage Technologies) zum Test. Bislang ist HGST damit der einzige Hersteller, der Laufwerke mit einer Kapazität von 4 TB einzeln verkauft. Seagate hat so etwas zwar auch, verbaut diese Modelle aber ausschließlich in den eigenen externen Laufwerken.
WD selbst ist den Schritt zu 4 TB noch nicht gegangen, Samsung ist seit letztem Jahr nicht mehr selbst im Festplattenmarkt tätig, und Toshiba bedient mit 3,5”-Laufwerken vor allem Enterprise-Segmente. Das beutetet, dass die 4-TB-Laufwerke von HGST bis auf weiteres die einzigen Modelle bleiben dürften, die sich der ambitionierte Anwender selbst kaufen und in den PC oder ins NAS-Systeme schrauben kann. Grund genug für einen Test also.
4 TB – ein Mal schnell, ein Mal effizient
Die Produktbezeichnungen bei HGST sprechen eine klare Sprache: Die Deskstar 7K4000 arbeitet mit 7.200 U/Min, während die Deskstar 5K4000 mit 5.400 U/Min arbeitet. Beide speichern satte 4 TB – bislang lag die Obergrenze bei 3 TB pro Laufwerk. Schon aufgrund der Drehzahl sollten sich Performance-Unterschiede ergeben. Die Frage ist jedoch: Wie wichtig sind diese in der Praxis? Wer ein schnelles Systemlaufwerk sucht und einen dreistelligen Eurobetrag ausgeben kann, ist heute mit einer SSD plus zusätzlicher Festplatte am besten bedient. Da macht der Unterschied zwischen 5.400 und 7.200 U/Min den Kohl sicher nicht fett.
HGST klassifiziert die beiden Laufwerke wie folgt: Das Modell mit 7.200 U/Min und 64 MB Cache bedient Performance-Segmente, die schlicht viel mehr Speicherplatz benötigen, als dies mit SSDs zu realisieren wäre. Man denke hier an Videoschnitt, schnelle externe (portable) Speicherlösungen oder Video-Überwachungsserver. Mit 4 TB sind die HGST-Laufwerke mindestens acht Mal größer als die derzeit größten SSDs, und kosten dabei weniger als die Hälfte.
Das zweite Modell mit 5.400 U/Min hat 32 MB Cache und schielt auf Anwendungen, bei welchen große Datenmengen abrufbereit gespeichert werden müssen, also große File Server oder NAS-Lösungen im Bereich Near-Line-Storage. Dabei betont HGST den Vorteil der hohen Energieeffizienz. Es geht also darum, beim Einsatz dutzender oder hunderter Laufwerke wenig Energiebedarf für Betrieb und Kühlung zu erzeugen.
Leistung und Kosten
Doch wie schlagen sich die beiden neuen Speicherriesen für Enthusiasten und Power-User? Die Deskstar 5K4000 gibt’s derzeit ab knapp 260 Euro im Handel. Für das Modell mit 7.200 U/Min sind zumindest 340 Euro fällig. Zum Vergleich: Festplatten mit 2 TB Speicherplatz gibt es derzeit ab knapp 100 Euro. Der Faktor ‘Kosten pro Gigabyte’ ist somit keinesfalls das entscheidende Argument, also schauen wir die Leistungsfähigkeit der beiden Speichermonster im Detail an.
- Vier gewinnt? Hitachi Deskstar 5K4000 und 7K4000
- HGST Deskstar 5K4000 (HDS5C4040ALE360)
- HGST Deskstar 7K4000 (HDS724040ALE640)
- Testkonfiguration und Vergleichstabelle
- Ergebnisse: Transferdiagramme und Datenraten
- Ergebnisse: Zugriffszeiten und 4 KB Random I/O
- Ergebnisse: I/O-Leistungsprofile
- Ergebnisse: PCMark 7
- Ergebnisse: Temperatur, Stromverbrauch und Energieeffizienz
- Fazit: Fortschritt überwiegend bei der Speicherkapazität

letzter Satz vorletzter Absatz. Sicherlich TB nicht GB.
Gruß
Als Datengrab eine gute Alternative!
Übler Fauxpas. Habt Ihr die neuen Velociraptoren schon wieder vergessen?
Western Digital VelociRaptor'en sind eigentlich 2,5"-HDDs, die in einem 3,5"-Rahmen stecken
somit zählen sie eigentlich nicht als 3,5"-HDDs, oder?
@Brat
zeig mir eine 1TB-SSD, die ~250€ kostet (http://geizhals.de/764000)