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Defekte 3TB-Festplatten: Sammelklage gegen Seagate

Von - Quelle: Hagens Berman | B 8 kommentare

In den USA sieht sich der Hersteller Seagate mit einer Sammelklage aufgrund einer zu hohen Ausfallrate konfrontiert.

Die Seagate ST3000DM001 soll Kunden zufolge eine viel zu hohe Ausfallrate aufweisen und damit die eigenen Werbeversprechen des Herstellers gebrochen haben.

In einem Eintrag zeigt die Firma Hagens Berman, welche die Klage führt, dass es bei einigen Kunden bereits in den ersten Tagen zu einem Totalausfall gekommen sei und entsprechende Ersatzgeräte auch schnell ausfielen.

Seagate soll damit auch gegen das eigene Garantie-Versprechen verstoßen und Kunden ohne funktionierende Festplatte zurückgelassen haben. 

Schuld an der hohen Ausfallrate dürfte die (für damalige Verhältnisse) hohe Datendichte sein: Die drei Terabyte der ST3000DM001 waren auf nur drei Plattern untergebracht - die Konkurrenz setzte zu dieser Zeit auf vier oder fünf Patter.

Die exorbitant hohe Ausfallrate der Seagate-Festplatten wurde bereits in Statistiken des Cloud-Anbieters Backblaze dokumentiert, deren Aussagekraft aufgrund der ungewöhnlichen Einsatzbedingungen allerdings höchst umstritten sind. 

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Beispiel: Notebook, Festplatte, Speicher

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  • MBaumi , 3. Februar 2016 09:07
    Hier muss man natürlich dazu sagen: BackBlaze behandelte die Festplatten sehr schlecht, wie auch Tom's US berichtet: http://www.tomshardware.com/news/seagate-hdd-failure-lawsuit-3tb,31118.html
    Wenn man sich aber mal die Amazon-Bewertungen von der Platte anschaut, wird aber schon deutlich, dass das wohl durchaus stimmt. Hatte gestern noch eine 3 TByte-Platte gekauft und war vor der zurückgeschreckt.
  • Plitz , 3. Februar 2016 09:31
    Das die DM001 eine "hohe" Ausfallwahrscheinlichkeit hat ist doch eigentlich allgemein bekannt. Man kann ja auch nicht davon ausgehen, dass man eine der schnellsten HDDs für einen der billigsten Preise bekommt und diese dann auch eine der Zuverlässigsten auf dem Markt ist? Alle 3 Punkte im positiven ist eben nicht. Die DM001 kauft man sich gezielt, wenn man billig Geschwindigkeit braucht, nicht wenn man wichtige Daten sichern will.

    Edit: Eine Cloud-Storage Firma die sich tatsächlich die Barracuda holt? Hier muss jawohl eindeutig davon ausgegangen werden, dass diese Ausfälle provoziert wurden um eine Klage zu generieren! Das ist ja im höchsten Maße dämlich!
  • Tesetilaro , 3. Februar 2016 09:33
    da greift wieder das alte sprichwort, Du kannst nur 2 von 3 haben:
    Schnell vs. gut vs. billig - es geht niemals alles gleichzeitig

    acuh wenn die regel eigentlich aus dem projektmanagement kommt, sie trifft auf fast alle lebenslagen zu ;) 
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  • Ressorator , 3. Februar 2016 15:32
    Wäre da die WD Red Pro Reihe nicht besser gewesen?
  • amd64 , 3. Februar 2016 16:31
    Seagate, Siegehtnicht, Seagate, Siegehtnicht ...

    Ein Cloudanbieter der Platten kauft die vom Hersteller nicht mal mit 24/7 Betrieb beworben werden ...

    Da hat wohl der BWLer das letzte Wort gehabt
  • Tesetilaro , 3. Februar 2016 17:09
    richtig, vollkommen bescheuerte Heransgehensweise, und alle Medien springen drauf an... glaube keiner Statistik die Du nicht selbst gefälscht hast..

    wobei mit valide untersuchungen zu dem Thema wirklich mal interessieren würden...
  • klomax , 3. Februar 2016 20:18
    Bislang hatte ich mit meinen alten Seagates keine Probleme gehabt, die laufen seit 2010 regelmäßig (7200.12), und die SSHD zeigt seit bald 2 Jahren auch keine Auffälligkeiten.

    Backblaze hatte da eine "seltsame" Herangehensweise...als Backup-Storage-Anbieter.^^
    Naja, das Firmen-Logo (Flämmchen?) zeigt ganz gut, dass es bei den Plättchen sehr hitzig zugegangen sein muss...sie waren also in den richtigen Händchen...sozusagen. (*hehe*)
  • samserious , 4. Februar 2016 00:31
    Ich habe bisher sowohl positive als auch sehr negative Erfahrungen sammeln dürfen, was die Haltbarkeit von Seagate Platten anbelangt. Zwei Dinge muss man sich aber allgemein vor Augen halten:
    -den richtigen Einsatz einer HDD: Ich sehe es genauso, dass hier die falsche Platte am falschen Ort benutzt wurde
    -den richtigen UMGANG mit einer HDD: Immer häufiger bekommt man mit, wie Technik alleine schon falsch verschickt wird. Für Fehler in der Logistik kann der Hersteller der Festplatte nichts und wenn eine Firma 2,5er HDDs in ungepolsterten Briefumschlägen verschickt, wird sich jeder seinen Teil denken können. Lenovo verschickt Thinkpads, die man sich selbst auf deren Webseite zusammengestellt hat, einmal um die ganze Welt ohne Polsterung außer zwei Styroporstücken. Und das war keine China->Deutschland-Reise (hatte nämlich ein bekannter von mir mit Tracking-Nr. gekauft), sondern eine Weltreise von China über Thailand über Singapur etc., bis es dann irgendwann da war. Hätte er sich ein Modell mit HDD konfiguriert, wäre die zumindest weit entfernt von neuwertig angekommen.

    Zitat :
    Naja, das Firmen-Logo (Flämmchen?) zeigt ganz gut, dass es bei den Plättchen sehr hitzig zugegangen sein muss...sie waren also in den richtigen Händchen...sozusagen.

    Das kann durchaus seinen Grund haben :D  Bei Ultrafire, Trustfire etc. ist das Wörtchen "Feuer" ja auch nicht ohne Grund im Namen, wenn man deren Lithium-Akkus kauft....