Festplatten mit 3 TB Kapazität sind dünn gesät und mit Vorsicht zu genießen, denn sie funktionieren nicht in jedem PC. Wie man sie trotzdem zum Laufen bringt und wie schnell sie laufen können, zeigt unser Vergleichstest von vier aktuellen Laufwerken.
Die jüngste Generation der 3,5-Zoll-Festplatten bietet bis zu 3 TB Speicherplatz. Den Anfang machte Western Digital mit dem Caviar Green WD30EZRS und mittlerweile haben auch Hitachi und Seagate nachgelegt und ihr Portfolio entsprechend ergänzt. Zeit also, einen ersten Zwischenstand einzuholen: In unserem Vergleichstest lassen wir das Laufwerk von Western Digital gegen die mittlerweile reichlich vertretene 3-TB-Konkurrenz antreten: Mit dabei sind neben dem WD-Laufwerk die beiden Hitachi-Festplatten Deskstar 5K3000 HDS5C3030ALA630 und Deskstar 7K3000 HDS723030ALA640 sowie die Seagate Barracuda XT ST33000651AS.
So beeindruckend das 3-TB-Etikett auf den Festplatten auch aussieht, so schwer tun sich viele Computer mit den 3-TB-Boliden. Damit diese Festplatten überhaupt laufen, ist oftmals einiges an Konfiguration erforderlich und das richtige OS Pflicht. Will man die Geräte gar als Bootlaufwerke einsetzen, geht zumindest unter Windows ohne EFI-kompatibles Mainboard gar nichts. Mit dieser Problematik beschäftigen wir uns eingehend etwas weiter hinten im Artikel.
Trotz mancher Konfigurationshürde sind 3-TB-Laufwerke und Festplatten im allgemeinen aus professionellen Storage-Umgebungen nicht wegzudenken. Zwar machen ihnen SSDs in vielerlei Hinsicht Konkurrenz, doch gerade wenn es um die reine Datenspeicherung geht, müssen sie sich noch hinten anstellen. Durch ihre hohen Kapazitäten, den geringen Preis pro Gigabyte und eine niedrige Leistungsaufnahme sind Festplatten hier immer noch deutlich im Vorteil.
Ausrichtung von performant bis energiesparend
Vor diesem Hintergrund unterteil sich das Testfeld in zwei Lager. Eines davon bilden die Western Digital Caviar Green WD30EZRS und die Hitachi Deskstar 5K3000 HDS5C3030ALA630, wobei die WD-Festplatte schon mit ihrem Namen auf die „grüne“ Sparte hinweist. Durch ihre moderaten Drehzahlen von 5400 U/Min geht es bei diesen beiden Laufwerken vor allem um geringen Stromverbrauch, niedrige Abwärme und geringe Geräuschentwicklung.
Gruppe Nummer zwei bilden die Hitachi Deskstar 7K3000 und die Seagate Barracuda XT ST33000651AS, die jeweils mit 7200 U/Min arbeiten und damit deutlich stärker auf Performance ausgerichtet sind. Das Thema Energiesparen spielt eher eine untergeordnete Rollte, was sich auch sofort an der deutlich höheren Leistungsaufnahme zeigt. Im Folgenden stellen wir die vier 3-TB-Festplatten im Detail vor und zeigen Ihnen, wie sie sich in den Benchmark-Disziplinen geschlagen haben.
- 3 TB-Laufwerke: Reichlich Kapazität mit Hürden
- Hitachi Deskstar 5K3000 (HDS5C3030ALA630) und Deskstar 7K3000 (HDS723030ALA640)
- Seagate Barracuda XT (ST33000651AS)
- Western Digital Caviar Green (WD30EZRS)
- Die Krux mit dem 2,2-TB-Limit
- Notlösung wird Standard: Advanced Format mit Sektor-Emulation
- Vergleichstabelle und Testkonfiguration
- Datendurchsatzdiagramme
- Ergebnisse: Datendurchsatz und Interface-Bandbreite
- Ergebnisse: 4 KB Random Reads/Writes und Streaming Reads/Writes
- Ergebnisse: Zugriffszeit und I/O-Performance
- Ergebnisse: PCMark-Anwendungs-Performance
- Temperatur und Leistungsaufnahme
- Fazit

Man kann sagen, das die Testsieger von Hitachi kommen. Für Sparsame die 5K3000, für Leistungshungrige die 7K3000.
Ich kann nur hoffen, das WD weiterhin HDDs mit Hitachi-Technik baut.
Was ist eigentlich mit den "Big LBA" geworden?
Soweit ich mich richtig daran entsinne war "Big LBA" 48bit groß und konnte bereits zu Windows 2000 Zeiten per Regedit freigeschaltet werden.
Erst dann liefen Festplatten mit 160GB richtig.
Hier im Artikel geht man leider nur auf 32/64 bit ein.
Entweder stimmt hier etwas nicht, oder mein Deutsch ist schon zu sehr eingerostet.
Also GPT-Laufwerke hatte ich schon unter XP 64-bit... mit einer aktuellen OS wie Win 7 kann das kein Problem mehr sein... Und UEFI haben inzwischen ca.80% aller Sandy Bridge Sockel 1155 Boards... würde ich also nicht mehr als "exotisch" bezeichnen... natürlich muss man bei ältere Hardware darauf acht geben...
Bleibt nur die Sinnfrage... wer nützt den bitte schon ein "Datengrab" als Bootplatte? Da nimmt man sich doch lieber eine schnelle Platte mit wenig Kapazität oder gleich eine SSD zum Booten...
Ansonsten sehr aufschlussreicher Test! Vielen Dank dafür!
Wenn ich bei nem Preisvergleich mal die 1155-Boards anklicke und nur UEFI auswähle, bleiben von 242 noch 128 mit UEFI übrig. Vielleicht solltest du das nochmal nachrechnen
Eine schnelle Platte mit geringer Kapazität? Gibts eigentlich nicht (mehr), außer man nimmt die sehr lauten und überteuerten Raptor. Alternativ könnte man eine SSD nehmen
Wenn ich bei nem Preisvergleich mal die 1155-Boards anklicke und nur UEFI auswähle, bleiben von 242 noch 128 mit UEFI übrig. Vielleicht solltest du das nochmal nachrechnen
Eine schnelle Platte mit geringer Kapazität? Gibts eigentlich nicht (mehr), außer man nimmt die sehr lauten und überteuerten Raptor. Alternativ könnte man eine SSD nehmen
Aber vielen (auch mir) reicht eine schnelle, große HDD, die zudem ein tolles P/L bietet
Ich habe bereits eine WD20EARS (3 Platter Variante), die der getesteten WD30EZRS ein wenig ähnlich zu sein scheint und denke über eine zweite nach.
In diesem Test schneidet die 5K3000 allerdings besser ab. Nun stellt sich mir die Frage, wie es sich mit der Lautstärke dieser Platten verhält, da das für mich mit Abstand der wichtigste Punkt ist.
Doch genau das fehlt hier leider. Kann jemand dazu eine Aussage machen?
Überein halbes Dutzend Verwechslungen der Festplattenbezeichnung, Umdrehungsgeschwindigkeit oder Interface-Bandbreite. Auf einemder Charts wird nicht eineinheitliche Einheit der Performance verwendet.
Frage: Wie sieht es eigentlich aus, wenn ich so eine 3TB Platte als Netzlaufwerk einbinde oder via USB/Firewire?
Kann da das "normale" 32-bit System Probleme bekommen?
Und noch weiter: Wenn ich beispielsweise unter XP eine SSD verwenden würde und dazu eine 3TB Platte: Wäre ich von dem 2.2TB Problem auch betroffen? Partitionieren würde ja nichts helfen wegen dem MBR...
*der, der froh ist, dass seine Dokumente immer noch Platz auf einer Diskette hätten*
Ich gehe mal davon aus, dass Du auf geizhals geschaut hast - was ich auch getan habe... allerdings habe ich nur kurz geschaut was unten bei "Besonderheiten" steht - da waren es 162 Boards mit B3-Stepping (denn warum soll man ein 1155 Board noch ohne B3 Stepping kaufen) und da wurden mir 162 angezeigt - im Vergleich zu 138 UEFI => so kam ich auf ca. 80%
Allerdings muss ich gestehen, dass ich jetzt erst drauf gekommen bin, dass bei den 138 auch Nicht-B3-Boards dabei sind - von den 162 B3-Boards sind "nur" noch 86 mit UEFI... also sind es nicht 80% wie ich auf den ersten schnellen Blick geglaubt habe, sondern "nur" noch ca. 50% (das passt dann auch wieder zu Deinen Zahlen)... aber auch wenn "nur" jedes 2te Board ein UEFI hat, würde ich UEFI nicht mehr als "exotisch" bezeichnen - und das war eigentlich meine Kernaussage (nicht die 80%)...