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600-GB-Festplatten fürs Enterprise-Segment

600-GB-Festplatten fürs Enterprise-Segment
Von , Achim Roos

Die jüngste Festplattengeneration mit SAS 6 Gb/s-Interfaces bietet im 2,5-Zoll-Formfaktor eine Kapazität von bis zu 600GB. Wir haben die beiden neuesten Produkte von Seagate und Toshiba getestet.

Die Savvio von Seagate war die erste 2,5-Zoll-Festplatte für Enterprise-Anwendungen. Mittlerweile gibt es SAS-Laufwerke im 2,5-Zoll-Format auch von Hitachi, Seagate und Toshiba. Allerdings bieten lediglich Seagate und Toshiba ihre jüngsten Produktgenerationen mit einer Kapazität von 600GB und 10.000 U/Min für Mainstream-Enterprise-Anwendungen an.

Festplatten? Sind SSDs nicht besser?

Festplatten dürften uns noch viele Jahre erhalten bleiben. Das liegt nicht daran, dass diese Produkte immer höhere Kapazitäten erreichen werden und mit Sicherheit auch nicht an der herausragenden Performance. Die Tage der guten alten Festplatte für den Einsatz in hochperformanten Umgebungen sind mit Sicherheit gezählt. Wie zahlreiche Anwender wissen, haben herkömmliche Festplatten gegen eine gute SSD absolut keine Chance. Allerdings ist Performance auch nur eine von mehreren Erfordernissen für Enterprise-Speicher, wobei auch zahlreiche andere Gründe gegen SSDs und zugunsten von Festplatten sprechen.

Zunächst fehlen bei SSDs auch weiterhin jegliche Langzeit-Studien in Bezug auf deren Zuverlässigkeit. Während wir bezweifeln, dass SSDs urplötzlich von Zuverlässigkeitsproblemen geplagt werden, ist es doch wahrscheinlich, dass Wear-Leveling etwas stärker auftreten dürfte, wenn die Laufwerke älter werden und individuelle Zellen anfangen kaputt zu gehen (wir sagen mit Absicht dürfte – da wir das natürlich noch nicht mit Sicherheit wissen können). Das Ergebnis wäre eine unbeständige Performance, die die Handhabung von Hochverfügbarkeitslösungen erschwert. Performance-Schwankungen sind bereits heute ein Problem, da die meisten SSDs hinsichtlich ihrer Geschwindigkeit nicht zu 100% einschätzbar sind. Das trifft zwar auch auf Festplatten zu, aber solange die Betriebsparameter stabil bleiben, lässt sich die Performance gut vorhersagen. Administratoren sollten mit übergroßen SSD-Arrays planen, um heutzutage Performance-Schwankungen abfangen zu können.

Zudem wäre da natürlich auch das Thema Validierung. Während SSDs zahlreiche Aufgaben von Festplatten übernehmen könnten, mit Ausnahme der Bereitstellung hoher Kapazitäten, sind viele Produkte für bestimmte Umgebungen einfach noch nicht validiert worden; mit anderen Worten: Diese Produkte können in derartigen Umgebungen nicht verwendet werden. Wir haben bereits erwähnt, dass Performance-Schwankungen möglich sind, allerdings sind auch Probleme wie kurze Produktzyklen und fehlende Unterstützung von SAS-Interfaces nicht gerade hilfreich. Wären Sie direkt für die Systeme verantwortlich, die für Ihren Geschäftsbetrieb unerlässlich sind, dürften Sie dasselbe machen wie die meisten Unternehmen: Den sicheren Weg wählen.

Hier kommen dann SAS-Festplatten wie die Segate Savvio 10K.4 und die MBF-Serie von Toshiba ins Spiel. Beide Produkte liefern eine angemessene und einschätzbare Performance und nutzen neue SAS 6 Gb/s-Interfaces, die eine einfache Konfiguration und Verwaltung in Industriestandard-Speicherlösungen ermöglichen. Wir wollten wissen, welche der beiden Festplatten unter dem Performance-Aspekt gesehen die bessere Wahl ist.

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Beispiel: Notebook, Festplatte, Speicher

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  • kf2009 , 17. Juni 2010 11:07
    Hallo,
    gute Idee mal Enterprise Festplatten zu testen.
    Wurde der Test/Text mit der heißen Nadel gestrickt?

    Wie haben Sie die Platten angeschlossen?
    Seit wann kann man SAS Platten an einem SATA Controller anschließen?
    Ihre Testkonfiguration hat ja nicht mal einen SAS 6 Gb/s-Controller, wenn ja welchen?

    Es wäre auch interessant gewesen wie die Western Digital Enterprise Platten als Alternative abschneiden:
    - WD S25, 147+300 GB, SAS mit 6 Gb/s
    - WD VelociRapter, 450+600 GB, SATA mit 6 Gb/s

    MfG KF2009