Vier SAS 2.0 RAID-Controller mit 6 Gb/s im Test

Areca ARC-1880i

Areca mischt im Segment der 6-Gb/s-SAS-RAID-Controller mit und hat dazu die Modelle der ARC-1880-Serie im Angebot. Das Einsatzgebiet für seine Produkte steckt der taiwanesische Hersteller recht weiträumig ab, denn es soll neben NAS- und Server-Lösungen auch Bereiche wie Supercomputing, Nearline-Backups, Sicherheitssysteme sowie Streaming- und Cloud-Computing-Anwendungen umfassen.

Der von uns getestete ARC-1880i zum Preis von rund 450 Euro verfügt entsprechend seines Buchstabenzusatzes über acht interne SAS-Ports und wird über ein x8 PCIe-2.0-Interface in Speicherumgebungen eingebunden. Auf der Low-Profile-Karte, die übrigens als einziger Testkandidat über einen Aktivlüfter verfügt, sitzen ein mit 800 MHz getakteter ROC sowie ein 512 MB großer Cache aus DDR2-800-RAM. Über SAS-Expander kann der ARC-1880i bis zu 128 Endgeräte ansteuern. Eine optional erhältliche Backup Battery Unit (BBU) sichert den Cache-Inhalt bei Stromausfällen. Neben einzelnen Laufwerken und JBOD untersützt der Areca-Controller die RAID-Modi 0, 1, 1E, 3, 5, 6, 10, 30, 50 und 60.

Performance

Bei den Streaming Read/Write-Tests in einem Festplatten-RAID 0 schlägt sich der Areca ARC-1880i gut und muss mit Werten von 960 MB/s beim Lesen und rund 900 MB/s beim Schreiben lediglich dem LSI MegaRAID 9265-8i den Vortritt lassen. Dieser patente Eindruck wird durch alle weiteren RAID-Testsetups sowohl hinsichtlich Festplatten als auch SSDs bestätigt: Der Areca ARC-1880i liegt immer nahe beim jeweils Erstplatzierten und liefert sich mit ihm ein enges Rennen. Nur ein einziges Mal geht der Areca in Führung, dann aber deutlich. Beim sequenziellen Lesen in einem RAID-10-Verbund erreicht der Controller einen Datendurchsatz von 793 MB/s und lässt der Konkurrenz damit keine Chance, die es mit dem LSI MegaRAID 9265-8i hier bestenfalls auf 572 MB/s bringt.

Der sequenzielle Duchsatz ist allerdings nur die halbe Miete in unserem Test, denn schließlich gilt es noch die I/O-Performance zu berücksichtigen. Hier zeigt der Areca ARC-1880i ebenfalls eine gute Leistung und hält sich durchwegs eng an den Adaptec RAID 6805 und den LSI MegaRAID 9265-8i, wobei die Platzierung jedoch fast durchgehend Adaptec vor LSI und Areca lautet. Nur einmal setzt sich der Areca ARC-1880i an die Spitze, und zwar beim Webserver-Benchmark. Hier zeigt sich deutlich, dass der Hersteller den SAS-RAID-Controller auf diese Aufgabe optimiert hat. Bei RAID 0, 5 und 6 liegt Areca beim Webserver-Benchmark mitunter deutlich in Führung, muss sich beim RAID 10 dem Adaptec RAID 6805 nur knapp geschlagen geben. Der HighPoint RocketRAID 2720SGL muss sich durchwegs hinten anstellen.

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5 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • lrlr
    >analoge Ultra-SCSI

    parallel
  • zeutan
    Ja, liebe Redakteure, bitte schnell korrigieren: Seite 1, Abs. 3: analog -> parallele UltraSCSI
  • Anonymous
    Endlich mal ein Test Adaptec RAID 6805 gegen LSI MegaRAID 9265-8i war lange fällig. Ich würde heute auch zum LSI greifen trotz des hohen Preises was Monate vorher noch der Adaptec war.
  • a97584
    Interessant fände ich einen Vergleich des MegaRAID 9265 oder 9285 (beide mit dem neuen Dual-Core ROC 2208 und DDR3) zu den Vorgängermodellen mit dem älteren Single-Core ROC und "nur" DDR2-Cache (z.B. MegaRAID 9750-8i). Bei HDDs würde der Unterschied sicherlich gering ausfallen aber bei SSDs wäre es interessant zu wissen. Immerhin ist der 9750 deutlich günstiger und wirbt auch mit SAS 6Gbps-Schnittstellen und SSD Support.
  • fnord
    Warum wurde dieses Produkt nur so oberflächlich getestet, hat man mehrere Speichercontroller eingebaut muss man per Bios Update INT13 und EDBD ausschalten damit sich der Computer nicht schon während des POST aufhängt.
    ABER DER WITZ IST!
    Es gibt gar kein Bios Update Utility das auf Linux oder OSX funktioniert wo man diese Funktion aktivieren kann, diese Funktion ist ausschliesslich dem Windows Tool vorbehalten.
    Ein Bios Update Utility für Linux auf Kommandozeilenbasis gibt es auch nicht, nur über das WEB Interface aber ohne die erweiterten Einstellungen.
    Fazit:
    Produkt gut, Betriebssystemsupport: Schlecht.