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Messungen: Enermax Revolution87+ 550W

Hohe Effizienz zum fairen Preis: Vier günstige Goldnetzteile im Test
Von

Effizienz gemäß 80 PLUS Spezifikation

Effizienz anhand von Leistungsprofilen

Auf dem Testparcours im Labor von Tom’s Hardware bewegt sich der Enermax-Goldie mit spielerischer Leichtigkeit – und stolpert dann doch ein klein wenig bei der Holdup-Time, die mit nur 14 Millisekunden unterhalb des ATX-Grenzwertes liegt. Bis auf diesen kleinen Ausrutscher zeigt sich das Revolution87+ aber von seiner souveränen Seite. Das 80 Plus Gold Logo trägt das Netzteil zu Recht, auch wenn der Wirkungsgrad bei 100 Prozent Last punktgenau dem geforderten Grenzwert entspricht. Mit den besten Modellen im Testfeld kann das Enermax beim Wirkungsgrad nicht ganz mithalten und liegt – zwar auf hohem Niveau – stets ein bis zwei Prozentpunkte zurück. Völlig in Ordnung sind die Ergebnisse der Ripple & Noise Messungen. Lediglich der Graph der 3.3-Volt-Schiene ist etwas unruhig.



Aufs PCB geschaut
 Enermax spricht im Datenblatt davon, dass beim Revolution87+ ausschließlich japanische Kondensatoren zum Einsatz kommen. Und tatsächlich handelt es sich um Kondensatoren des japanischen Zulieferers Rubycon, hitzebeständig bis 105 Grad. Die Trafos stammen hingegen von Rong Chyuan – gute Taiwan-Ware also. Einen sehr aufgeräumten Eindruck macht die Bestückung des auf der Oberseite gelb eingefärbten PCBs. Große Kühlkörper sucht man vergeblich, stattdessen kommen zahlreiche Kühlfahnen zum Einsatz. Die Lötpunkte auf der Hauptplatine und der Zusatzplatine für die modularen Kabelanschlüsse sind  anständig verlötet. Überhitzungen sind nicht erkennbar, und Schrumpfschläuche für die Kabel-Platinen-Verlötungen sind ebenfalls – wie auch ein dedizierter Chip für die Schutzschaltungen – vorhanden. 


Bis auf einen minimalen Ausrutscher bei der Holdup-Time liefert das Enermax Revolution87+ eine souveräne Vorstellung ab. Hoher Wirkungsgrad, sehr gute Verarbeitung, stabile Spannungsversorgung sind die Stärken des Netzteils. Am Innenleben gibt es zudem nichts auszusetzen. Der höchste Preis im Testfeld lässt sich dennoch schwer erklären.

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  • blubb42 , 8. Februar 2012 09:03
    Keines der Netzteile ist für 100€ zu haben. Sowas ist doch nicht "günstig". Bitte ändert mal die Überschrift. Es gibt genügend gute 80+Gold-Netzteile für um die 70€ zu kaufen, seien es FSP Fortron, Superflower oder Bequiet.
  • 7664stefan , 8. Februar 2012 09:20
    Habe mich gerade auch gefragt, warum das SF Golstück mit 550W nicht in den Test aufgenommen wurde? :D 
  • -Iwan- , 8. Februar 2012 09:22
    Wo sind die Netzteile mit weniger Watt? Warum wird der Markt nicht bedient?
    Nicht jeder hat eine fette Grafikkarte und CPU in seinem Rechner.
    Mein Surfrechner dümpelt meist bei ca. 70-80W rum (Vollast max. 125W).

    Und "günstig" ist was anderes...
  • alterSack66 , 8. Februar 2012 09:32
    Nicht wirklich günstig wobei das be quiet! für 95 Ocken zu haben ist.
  • hypervisor , 8. Februar 2012 09:50
    ..frage mich, ob dies auch wieder alles golden samples sind und sich im Nachhinein als "Knaller" entpuppen, wie schon vorige Tests gezeigt haben...
  • Anonymous , 8. Februar 2012 09:52
    Vom Innenleben her sehen die sehr aufgeräumt aus und sind eigentlich alle zu empfehlen!
  • crazymath , 8. Februar 2012 10:02
    Danke für den Test. Günstig ist natürlich immer so ne Sache.

    Also mir sind sie alle zu teuer, weil ausserhalb meines "Wattbereiches", aber der wurde ja auch schon ein paar Mal getestet.

    Mal ne generelle Frage. Beim SF Golden Green hat es beispielsweise kein OCP: Ist das wirklich schlimm? Ich habe das Ding in meinem 4Core Dual mit HD4890 und bisher gab es kein Problem.

    Beim Fortron habe ich jetzt schon häufiger gehört, dass es unter Last "laut" (Schwer definierbar) und teilwiese zu Spulenfiepen/Suren wie es bei den Grafikkarten bekannt ist, kommen soll.
  • Derfnam , 8. Februar 2012 10:17
    Moinsen.
    Es heißt 'fürs', 4 x fürs.
    Mir fehlt der Hinweis darauf, daß Thortech eigentlich GeIL ist und es sich um ein Auftragsprodukt von Sirfa, also Sirtec, handelt. Ebenso fehlt der Hinweis darauf, daß das be quiet! von FSP gefertigt wird und die Basis deren Aurum Gold-Plattform ist.
    Im Gegensatz dazu sind sowohl Enermax als auch Seasonic echte Hersteller und Entwickler, was zumindest in Teilen den höheren Preis des Enermax ein klein bißchen relativiert.
  • benkraft , 8. Februar 2012 10:36
    @derfnam - Seite 3
    "Der innere Aufbau und einige Bauteile des be quiet! STRAIGHT POWER geben Aufschluss über die Wurzeln der Netzteile-Serie: Sie ähneln den Modellen der FSP Aurum Familie trotz mancher Unterschiede doch sehr."
    Das weitere Feedback gebe ich an den Autor weiter.

    Dein "fürs" kann ich leider nicht zuordnen. Ging das an uns oder deine Vorredner? Im Text taucht es jedenfalls nicht auf...
  • Derfnam , 8. Februar 2012 10:48
    Upsi, aufs, nicht fürs. Sorry 4 dat.
    Da FSP die Dinger für be quiet! fertigt und die nur eine Goldplattform haben (und ich das n paar Wochen zuvor detaillierter bei Jonnyguru las), läßt das keinen anderen Schluß zu.
    Der offensichtlichste Unterschied dürfte vor allem den Lüfter betreffen, so rein äußerlich jetzt.
  • blubb42 , 8. Februar 2012 10:51
    Warum werden eigentlich nur solch große Netzteile getestet? Heutzutage verbraucht doch sogut wie garkein Rechner per als 400W(Brutto). Das heißt Netzteile mit ~350W Nettoleistung müssten doch für sogut wie alles ausreichen.
  • einfachso , 8. Februar 2012 10:57
    Danke für den Super-Test, schicke Netzteile die ihr da getestet habt. Hab mir nun ein HuntKey Jumper 300G bestellt, macht weiter so :) 
  • Techniker Freak , 8. Februar 2012 12:28
    crazymathBeim SF Golden Green hat es beispielsweise kein OCP: Ist das wirklich schlimm?
    Les dir mal diesen Artikel durch. Das passt schon so, alle anderen wichtigen Schutzschaltungen sind ja vorhanden.
  • deutscher.gast , 8. Februar 2012 13:01
    Fremdländische Stromangaben 115 V schrecklich und unnütz, unübersichtlich.
  • Derfnam , 8. Februar 2012 13:09
    Die sind insofern wichtig, weil 80plus für beide Varianten gilt und es interessant ist, ob zB ein NT die Vorgaben für ne Goldmedaille in beiden Bereichen erfüllt.
  • amd64 , 8. Februar 2012 13:58
    Komisch: be quiet! Operating Temperature up to 40 °C
    Erkaufen sie sich damit die 3x höhere MTBF oder was soll das?
    Man bedenke 40 Grad sind nix, wenn im Hochsommer 30-35 °C herrschen.

    Ich würde das für einen Nachteil halten ...
  • SeaAFanBoy , 8. Februar 2012 13:58
    Als ich Jonny Gurus Seasonic X-560 Bericht von Oct. 2010 las war mir sofort klar welches netzteil es sein muss. Und auch jetzt ist es, wie dieser Test zeigt, immer noch eins der Besten. Was ich vermisse, wenn Seasonich schon modulare Netzteile macht, bietet doch die Kabel in verschiedenen Laengen an. Das Mainboard-Kabel ist z.B. fuer mich viel zu lang. und zum Thema günstig: Wenn ich einen Stundenansatz von €40 nehme so ist schon der kleinste Aerger, der mir ein 'billiges' Netzteil verursacht schon viel zu teurer. Oder wie meine Oma schon sagt: "Wir sind zu Arm um uns was billigeres Leisten zu können". Mit anderen Worten: Billiger geht immer, Günstiger wird es deswegen nimmer.
  • FormatC , 8. Februar 2012 14:59
    Zitat :
    Les dir mal diesen Artikel durch. Das passt schon so, alle anderen wichtigen Schutzschaltungen sind ja vorhanden.


    Auch nur die halbe Wahrheit. Die OCP realisiert man über den gemessenen Spannungsabfall an einem extrem niederohmigem Widerstand (Shunt). Man kann aber auch 4 einzeln abgeführten Stränge eines einzigen Speisepunktes separat über je einen Shunt überwachen, dann hat man quasi 4 überwachte Stränge, die das gesamte Netzteil beim Überschreiten der jeweilig festgelegten Teillast abschalten. Was wiederum bei aktuellen Grafikkarten im oberen Segment zu Problemen führt.

    Der Witz ist allerdings, dass meistens schon die UVP anspricht, wenn die Belastung steigt. Beim Kurzen hat man oft genug schon einen solch deutlichen Spannungsabfall, dass eine gute UVP genauso funktioniert. Auf diesem Prinzip basierend schaltet übrigens auch das SF ab. Ziemlich schnell sogar.

    Man muss aber zugeben, dass es nicht nur billiger, sondern auch preiswerter geht. Ein FSP Aurum mit 80+ Gold ist echt ein Schnappi. Nur etwas laut. Das SF ist ein Fall für sich und keineswegs billig. Für ca. 135 Euro bekommt man sogar ein passives (!) Superflower 500 Watt Platin, welches die 600 Watt noch mit 80+ Gold schafft. DAS wäre für mich das eigentliche Schnäppchen gewesen.



  • Derfnam , 8. Februar 2012 16:55
    Du hast das Wörtchen Gold hinter 80+ vergessen (Vorletzer Satz).
  • ebatman , 8. Februar 2012 17:03
    @Derfnam
    kleine Korrektur.
    Die 80plus Zertifikate werden soweit mir bekannt primär nur auf die 115V ausgestellt, da das entsprechende "Konsortium" dafür in den USA sitzt.
    Das schöne an den bei uns üblichen 230V ist das sich hierdurch die Effizienz immer erhöht (habe noch nichts gegenteiliges in irgendeinem Test bis jetzt entdeckt).

    Darum waren am Anfang auch nur sehr wenige 80Plus fähige Netzteile in unseren Breiten zu finden.

    Es gibt auch einige 80Plus konforme Netzteil die NICHT das offizielle Logo tragen da die Netzteile nicht mit 115V arbeiten -- die Datenblätter (soferne man diese bekommt) zeigen das hin und wieder.
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