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Speicher satt: Fünf schnelle DDR3-Kits mit 8 GB im Vergleich

Speicher satt: Fünf schnelle DDR3-Kits mit 8 GB im Vergleich
Von , Thomas Soderstrom

Es gibt Anwender, die viel Speicher brauchen. In manchen Fällen sind es echte Power-User, die auf dem heimischen Rechner die gleiche Leistungsfähigkeit benötigen wie auf der Workstation im Büro, in anderen geht es einfach darum, den Rechner nach der Devise viel hilft viel auszustatten - einfach weil man es kann. Den Speicherherstellern ist beides recht, und so stellen sie schon seit längerem Module her, die von der Kapazität her auch einem Server gut zu Gesicht stünden, aber nicht über die Fehlerkorrektur ECC verfügen. Bei DDR1-Speicher stellte das 1-GB-Modul die Obergrenze dar. Mit der Einführung von DDR2-Speicher wurde die alte Obergrenze die Standard-Kapazität der neuen Generation, deren maximale Kapazität von 4 GB pro RAM-Riegel recht schnell erreicht wurde. Als DDR3 die Bühne betrat, hätte man erwarten können, dass dieser Trend sich fortsetzt: Dann wären schnell 4-GB-Riegel erschienen, und inzwischen wären wir bei 16-GB-DIMMs angekommen. Beim DDR3-Speicher wiederholte sich das Schema aber nicht.

Man könnte jetzt spekulieren, dass die Nachfrage nach höheren Speicherdichten eine Plateauphase erreichte, als 1080p sich als Videoauflösung zunehmend verbreitete oder 12-MPixel-Bilder die Norm wurden. Das würde aber immer noch nicht erklären, warum DDR2 gut zwei Jahre lang die einzige Wahl darstellte, wenn man einen möglichst großen Arbeitsspeicherausbau wollte. Wer ein DDR3-System besaß, musste lange Zeit entweder vier Module (Dual-Channel-Systeme) oder sechs Riegel (Triple-Channel) zusammenstecken, um auf 8 GB bzw. 12 GB zu kommen. Sollten es sogar 16 GB sein, musste man zu extrem teuren 4-GB-Module greifen, die aber zunächst auch noch auf sich warten ließen. Selbst als das 4-GB-DDR3-Modul im Mobilbereich kein Exot mehr war, musste man auf dem Desktop bis zu achtmal mehr zahlen, um den Speicherausbau mit DDR3-RAM zu verdoppeln.   

Der Durchbruch kam erst gegen Ende Herbst letztes Jahr, als G.Skill sein erstes Speicherkit mit hoher Kapazität vorstellte, das „nur“ viermal so viel kostete, wie Kits mit halb so viel Speicher. Nach und nach folgten auch andere Hersteller, und heute gibt es endlich einige 8GB-DDR3-Kits mit zwei Modulen, die sich die meisten High-End-Kunden auch leisten können.

Preislich liegen die getesteten Kits zwischen 320 und 430 Euro. Alle haben offiziell eine CAS-Latenz von 9 Takten, und sie scheinen sich nur bei der Datenrate zu unterscheiden, die je nach Kit entweder 1,333 MHz oder 1,600 MHz beträgt. Um herauszufinden, welcher Hersteller in diesem Preisbereich am meisten fürs Geld bietet, machten wir uns daran zu ermitteln, mit welchen möglichst niedrigen Latenzen die Kits noch stabil laufen, und welchen Takt sie maximal vertragen.

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  • Anonymous , 27. März 2010 01:29
    Zum Glück reichen 4 GB bei mir noch aus, die Preise sind ja exorbitant, aber hier geht es ja vorallem auch um die Performance, von daher ;) 
  • BlackX , 27. März 2010 06:49
    4 Gig Riegel lohen einfach nicht außer man will 16 GB RAM.
    Mit 2 GB hab ich ein vielfach besseres P/L Verhältnis dann Kauf ich lieber ein 4er Kit wenns 8 GB sein müssen.
  • avaka , 28. März 2010 13:13
    So monströser Speicherausbau hilft echt nur in sehr angepassten Situationen. Aus eigener Erfahrung heraus kann es z.b. bei nativ in 64Bit programmierten CAD-Programmen mit rießigen Baugruppen den Unterschied machen oder Photoshop mit Filteroverkill und supergroßen Dateien. Im "normalen" Alltag ist es hingegen schon eine Kunst 4GB voll auszulasten ohne dafür 200 Hintergrundprogramme laufen zu lassen. Ich gehe auchmal davon aus, dass 4GB noch ne ganze Weile sie sinnvolle Grenze für den Normalo darstellen auch weil 64Bit Programme für die Masse noch sehr selten sind

    Es ist wie beim Auto. 300PS sind 300PS, es macht aber im Auge des Betrachters schon einen Unterschied ob man dafür mickrige 2l Hubraum hat oder nen fetten 8l Bigblock bemüht.
  • bluray , 31. März 2010 09:55
    Ich frage mich langsam, warum die Kits alle so sch****teuer sein müssen?!

    Meine Riegel (Corsair Dominator - 8GB PC10666) habe ich für ca 450 CHF (300 Euronen) bekommen. und Corsair ist ja nun kein Underdog, was RAM betrifft...
  • Anonymous , 8. April 2010 18:51
    Viel zu teuer der Speicher, mal abgesehen davon, dass dieser Test wieder sehr realitätsfern ist. Bei der alltäglichen Arbeit kommt es viel mehr auf die Latenz an, als auf die Bandbreite.
    Das wird zwar hier auch kurz angesprochen, allerdings nicht zu genüge behandelt bzw. getestet.

    Im Endeffekt schon ärgerlich, wenn jemand den Test als Kaufberatung nutzt und hinterher langsamer arbeitet, als jemand, der sich einen robusten Speicher mit flotten Timings für den halben Preis besorgt.

    *Cheers*