AMDs 990FX Chipsatz ist hier: AMD und SLI wieder vereint

990FX Boards von Asus und MSI

Im Vorfeld des heutigen Launches fanden zwei Platinen den Weg in unser Testlabor. Asus war früher dran, MSIs Board kam ein wenig später an. Da wir das Modell von Asus bereits aufgebaut und mit den Benchmarks begonnen hatten, dient es in diesem Artikel als unsere Testplattform.

Asus Sabertooth 990FX

Laut Asus soll das Sabertooth 990FX etwa 209 Dollar kosten, also genauso viel wie das P8Z68-V Pro, das die Grundlage für unser Intel-System bildet.

Die Platine kann mit bis zu vier GPUs auf zwei Karten umgehen oder alternativ zwei oder drei Karten zu klassischen CrossFire- bzw. SLI-Konstellationen zusammenfassen. Wie der 89pFX bringt auch der 990FX-Chipsatz 42 PCIe-Lanes der zweiten Generation mit, von denen sich 32 gleichmäßig auf zwei PEG-Slots verteilen. Stecken drei Grafikkarten in den entsprechenden Steckplätzen, werden die verfügbaren Lanes in einer x16/x8/x8-Konfiguration bereit gestellt. Denk- und machbar wäre zwar auch eine Konfiguration mit vier Karten zu je 8 Lanes, doch diese wird von Asus nicht unterstützt.

Dem 990FX steht AMDs SB950 als South Bridge zur Seite. Entgegen den ursprünglichen Gerüchten enthält sie noch keinen USB-3.0-Controller – den wird es erst mit dem Fusion Controller Hub geben, mit dem wir nächsten Monat rechnen dürfen. Also bleibt auch bei der SB950 alles beim Alten. Um trotzdem USB 3.0 anbieten zu können, verbaut Asus stattdessen  zwei ASMedia-Controller. Glücklicherweise bleiben der neuen Southbridge aber die sechs SATA-6Gb/s-Ports der SB850 erhalten, die allesamt an der unteren rechten Kante des Boards untergebracht sind. Dort finden sich auch zwei 3Gb/s-Ports, die von einem JMicron JMB362 bereit gestellt werden. Dank eines zweiten Jmicron-Controllers gibt es außerdem noch zwei eSATA-Ports.

Natürlich spendiert Asus dieser Platine eine ganz eigene Mischung an Merkmalen. Beispielsweise gehört dieses Modell in die TUF-Serie, bei der vor allem Stabilität und Langlebigkeit im Vordergrund stehen. Tatsächlich können wir bestätigen, dass das Sabertooth 990FX im gesamten Testzeitraum völlig problemlos seinen Dienst verrichtete. Wer dieses Board für sein nächstes System ins Auge fasst wird sich über die insgesamt sechs Lüfteranschlüsse und zehn Temperatursensoren ebenso freuen wie über ein Feature, das Asus TUF Thermal Radar nennt. Mit ihm lasen sich Hot Spots ausmachen und durch gezielte und automatische Anpassung der Lüfterdrehzahl in den Griff bekommen.

MSI 990FXA-GD80

Leider fehlte uns die Zeit, auch MSIs 990FXA-GD80 durch unseren kompletten Benchmark-Parcours zu jagen. Wir wollten aber wenigstens auf die Unterschiede zwischen den beiden Modellen eingehen. Wo Asus beim Sabertooth 990FX den Schwerpunkt auch optisch eindeutig auf die Zuverlässigkeit setzt und das mit zurückhaltenden Erdtönen unterstreicht, gibt es bei MSI mit einem Farbspiel aus Blau, Grau und Schwarz mehr Abwechslung für’s Auge.

Bei der Funktionalität nehmen sich die beiden Platinen wenig, denn auch das MSI kann aus bis zu drei Karten SLI- und CrossFire-Konstellationen bilden. Natürlich findet sich auch hier der AM3b-Sockel, und es gibt reichlich USB-3.0-Anschlussmöglichkeiten sowie die sechs SATA-6Gb/s-Ports, die von der SB950 bereit gestellt werden.

MSI verbaut allerdings nur einen zusätzlichen SATA-3Gb/s-Controller, spendiert seinem Modell dafür aber Power- und Reset-Knöpfe, die beim Asus fehlen – ungewöhnlich für ein Board dieses Kalibers.

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11 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • klomax
    WOW ist wirklich ein unangenehmer Sonderfall. Starcraft 2 hätte man nochmal gegentesten können, wo ein ähnliches Bild entstehen dürfte (stark von i3/i5/i7 profitierend, überhaupt Intel). - Lost Planet 2 ist auch etwas intellästiger.

    500-600 MHz mehr, um überhaupt mit Intels Neuen (in Spielen) mithalten zu können, dass ist mal sehr eindrücklich in der Relation.:D

    i5 2400 und der olle Phenom 2 980 kosten dabei sogar fast gleichviel, so 150 Tacken.

    Ein interessanter Test. - Die olle Heizplatte schlägt sich mit seinen 3,7 GHz besser, als ich dachte.:)
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  • Anonymous
    zu wow. frage halt ob man von dem spiel auf die leistung der prozessoren rückschließen kann oder eher auf die blizzard-intel beziehung:

    Zitat:
    As a result of Intel’s relationship with Blizzard, Intel developed training, tools, early release hardware, roadmap education consultation services and co-marketing programs to help Blizzard drive continued success in development and marketing to their gaming customers.


    ich sag schon lang, dass bei wow in kombo mit amd cpus was faul ist, es irgendwie nach mehr oder weniger künstlicher limitierung riecht und das bestätigt mich irgendwie:
    Zitat:
    Merkwürdig ist aber, dass es dabei egal ist, ob man bei 1680x1050 oder 2560x1600 spielt, ob die AA-Stufe auf 1x oder 8x steht. Die Bildrate ändert sich schlichtweg nicht.


    und ich kanns nur wieder sagen, dass wow deshalb nicht als ernstzunehmender benchmark taugt, denn ein benchmark sollte möglichst alles aus der hardware rausholen
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  • Toxi1965
    Das mit WOW ist wirklich krass ....ein Schelm wer böses dabei denkt :(
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  • Toxi1965
    Zitat :

    Normalerweise stehen wir schlichten Umbenennungen ziemlich kritisch gegenüber, aber in diesem Fall betrachten wir es als notwendiges Übel. Auf jeden Fall gefällt uns dieser Ansatz besser, als bei jeder neuen CPU-Architektur mit dem Vorschlaghammer einen neuen Sockel einzuführen und den alten einfach abzuschreiben. Schöne Grüße an Intel, übrigens


    An der Stelle mußte ich so lachen !! :)

    Nice-1 Tomshardware !!! Klare , wahre Worte :-)
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  • checkmate
    Was ist bei neuer CPU gegen einen neuen Sockel einzuwenden? Der einzige Vorteil eines bleibenden Sockels wäre ein CPU-Upgrade auf einem alten Board. Leider wird dies selbst von bekannten Markenherstellern von Mainboards wie bsw. Asus torpediert, fehlendes BIOS-Update. Ich konnte noch nie eine neue CPU Architektur nutzen und dabei das Board behalten.
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  • modena
    Ich hingegen habe schon öfters eine alte Plattform mit neuer CPU fit gemacht. Schon beim Umstieg von AM2 auf AM2+ . Oder Kürzlich von AM2+ auf AM3.
    Vorher bei mehreren PC, Phenom I auf AMD 790FX, nachher Thuban 6-Kern oder ein Phenom II Black Edition. Geht ab wie der Blitz kost mich bloss ein Bios Update und eine neue CPU.
    Ist genial weil die bewährte Plattform noch lang nicht ausgemustert werden muss. Vor allem für Firmen lohnt sich so die Investition in AMD doppelt.

    Und von wegen keine Bios Updates:
    http://www.asus.de/News.aspx?N_ID=Hkdg4KpQ7oDh3VWG


    Sowas gibts durchaus auch von anderen Herstellern.
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  • avaka
    Jo. Würde ich auch sagen, besonders Asus ist da sehr kulant was BIOSe angeht. Auf meinem technisch 3 Jahre alten Crosshair 2 sitzt auch ein 955BE drauf. Vorher auf dem 2006er M2N32Sli lief das Teil auch tadellos. Ich gehe jede Wette ein, dass sogar der 980BE noch auf diesem Metusalem laufen würde. Das sind ja aber auch keine neuen Architekturen seitens AMD sondern "umfassendere Verbesserungen" wenn man Athlon 64 X2 und die Phenoms mal nebeneinander stellt.

    Endlich wieder SLi mit AMD. Tolle Sache, wenn man als SLi-Nutzer endlich eine Alternative hat zu Uraltbrettern oder einer Intel-Lösung. Soll aber nicht heißen, dass es nicht doch ein SB-System wird ;)
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  • jomann74
    sli und amd passt nicht zusammen. wieso sollte sli denn wirklich leistung auf dem chipsatz bringen, wenn amd doch daran gelegen ist, ati karten zu verkaufen. und wow cataclysm läuft auch mit einer geforce 6800 auf 30 frames und das game nutzt immernoch maximal 2 kerne einer cpu, da wird auch der bulldozer nichts dran ändern;)
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  • jomann74
    desweiteren was altes als neu zu verkaufen zeugt eigentlich nur von bauernfängerei. so toll auch der bulldozer sein mag, ohne gutem unterbau ist er nur halb soviel wert gegen intel
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  • checkmate
    @ modena
    @ avaka

    Wenn ASUS so prima BIOS updates bereit stellt, dann sucht mir doch bitte für mein (AM2) M2N DH ein BIOS für Athlon II / Phenom II. Ich selbst bin zu ungeschickt.

    Ich vertrete weiterhin die These, ein bleibender Sockel ist seitens AMD gut gemeint, wenn es aber aus diversen anderen Gründen (kein aktuelles BIOS seitens bsw. ASUS) nicht umsetzbar ist, nützt (mir) das ganze nix. Ergo, neue CPU + neues Board.
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  • avaka
    Du checkmate,
    kann durchaus sein, dass Asus bei den Boards unterscheidet inwiefern die BIOSe dafür noch bereitstellen. Die 3 Kandiaten die ich bisher von der Firma zwischen hatte, namentlich M2N32Sli Deluxe, M3N HT Deluxe und Crosshair II, sind allesamt Premiumboards und zu ihrer Zeit das Beste und Teuerste von Asus gewesen was es für den Sockel gab und gibt.
    Speziell Spannungswandlung und deren Kühlung ist diesbezüglich der Knackpunkt bei günstigeren Boards der M2N DH Kategorie. Soetwas bindet sich kein Hersteller ans Bein.
    Oder aber es ist erwiesen, dass günstige Boards, bzw. solche mit geringerer Ausstattung und ohne "Hypefaktor", höchst selten aufgerüstet werden. Da kann man als Hersteller also auch keinen Blumenpott gewinnen, dafür die letzte Phenomkrücke zu supporten.

    Die Politik des bleibenden Sockels ist auch eher als Randerscheinung zu sehen die man marketingmäßig gut unter den Mann gebrahcht hat. Schlicht und einfach weil sonst die Argumente fehlen. Zwischen A64 und der STARS-Architektur liegen ja nun keine Welten und eine Architektur die eine neue Sockelgeometrie und -elektrik haben MUSS, weils sonst nicht geht hat AMD bis vor ein paar Tagen nicht gehabt.
    Ich sehe das übrigens auch nicht bedinungslos als Vorteil, sondern bei der Entwicklung einer neuen Architektur als gravierenden Nachteil (das betrifft jetzt eher Bulldozer). Ständig auf die Sockelaltlast Rücksicht nehmen zu müssen kann eigentlich nur Quark geben. Das ganze Rumschleichen um Cachestrukturen in der CPU bspw. wäre vllt nicht in dem Maße nötig wenn AMD mal Zeichen setzten würde und ein Quadchannelinterface beim Speicher einführt und DDR3 1800 serienmäßig voll ausnutzt.
    Mein altes Brett wäre mir da scheiß egal wenn die neue Plattform total abginge und ich da 32GB Speicher draufbrezeln könnte ohne mich arm zu zahlen. Das wär echt mal etwas was Intel nicht mehr hat und was der absolut einzige Grund ist warum es den 1366 überhaupt noch gibt. Da gehen nunmal 24GB Speicher drauf.
    Das stört mich auch an Sandybridge. Bei 16Gb ist da einfach Schluss. Mit Finite-Element-Programmen sind die schnell voll und eine fixe RAM-Disk zum Zwischenspeichern von Ergebnissen ist auch was Feines.
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