AMD: CEO Dirk Meyer verlässt den Konzern
Der Prozessorhersteller muss seinen Chefposten neu besetzen
Auf der erst gerade zu Ende gegangenen CES brillierte AMD noch mit seiner Fusion-Plattform, die offiziell vorgestellt wurde und darüber hinaus schon in den Geräten zahlreicher Anbieter bestaunt werden konnte. Und auch heute war der Konzern für eine Schlagzeile gut. Diese hatte allerdings nichts mit Prozessoren zu tun.
Vielmehr musste heute der Aufsichtsrat AMDs bekannt geben, dass der Finanzvorstand, Thomas Seifert, für eine Übergangsphase den Vorsitz des Unternehmens übernehmen wird, während Dirk Meyer, bisheriger CEO, den Konzern mit sofortiger Wirkung verlässt. Seifert wird seine bisheriges Aufgabengebiet weiter betreuen und hat in diesem Zusammenhang eine dauerhafte Übernahme der Position abgelehnt.
Meyer hatte den Konzern in einer schwierigen Situation die Spitze des Konzerns übernommen und musste das Erbe – die Übernahme ATIs – seines Vorgänger Hector Ruiz weiterführen. Er organisierte neben der Integration des Grafikspezialisten - deren Früchte erst langsam mit Produkten wie der AMD Fusion APU sichtbar werden - auch die Abspaltung der Chip-Produktion. An den daraus resultierenden Globalfoundries ist der Konzern mittlerweile nur noch mit einem Viertel beteiligt.
Zu den Gründen für Meyers Abgang wurde indes nichts bekannt. Vielleicht war es ein Akt der Verzweiflung. Denn trotz seiner durchaus erfolgreichen Arbeit und aktuell viel gelobter Produkte dürften AMD noch längst nicht in ruhigen Gewässern angekommen sein. So ist die Schuldenlast, die aus der ATI-Übernahme resultiert, nach wie vor gewaltig. Gleichzeitig verbünden sich die Konkurrenten Intel und Nvidia und gestatten sich gegenseitig den Zugriff auf Teile ihrer Entwicklungen. Außerdem möchte Nvidia künftig eigene leistungsstarke ARM-Prozessoren anbieten. Und Microsoft hat schon mal gezeigt, das sein künftiges Betriebssystem Windows 8 auch mit dieser Architektur zusammen arbeiten kann.
Somit dürfte das Geschäftsumfeld für AMD auch in Zukunft kein leichtes werden und der neue Mann an der Spitze sollte neben Stehvermögen gute Nerven mitbringen.
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Ohje ^^ Hoffe das wird hier nicht auch noch so eine Hitzige Diskussion wie in den anderen Foren
Bevor jetzt alle hier Wild rumspekulieren... Wartet erstmal bis Bulldozer raus kommt...
In der "coolen" EDV-Branche weiss ja sicher jeder, was ein CEO ist.
Man könnte aber für die Deutschen hier, die nicht so cool/schlau sind, auch eine Übersetzung anbringen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Chief_Executive_Officer
Kennste nich? CEO, CEEEEEEEEEEO - Daylight come amd I wanna go home
TomsHardware braucht nen ganzen Tag um die News zu schreiben toll.
AMD läuft ja im Moment gut und da wird auch der Weggang von Dirk Meyer nichts dran ändern.
Ohne den üblichen sinnlosen Kommentar unseres Stamm-Bashers hätte mir diese Woche echt was gefehlt. Dann schnell noch vier Mal Minus geklickt und schon ist der Hormonhaushalt unseres Lieblings wieder hergestellt. Wobei - bei Samenstau würde ich eher mal das soziale Umfeld wieder ins Gleichgewicht rücken. Das hilft direkt und ohne Belästigung Dritter gegen nicht verarbeiteten Frust.
@Dirk Meyer:
Wird Zeit, dass die Dumping-Politik für AMD langsam mal der Vergangenheit angehört, da ist Meyers Weggang sicher ein erster guter Schritt in die richtige Richtung. Sicher muss man langsamere CPUs über den Preis verkaufen, aber bitte nicht so extrem und wahllos. Selbst als AMD-Kleinaktionär wird man sich eher freuen als weinen.
Ob es jetzt Preisdumping ist, oder nicht, Intel setzt AMD weiterhin massiv unter Druck. die neuen SandyBridge-Prozessoren sind durchaus extrem flink und zeigen sogar einem 98X aus den eigenen Reihen, wo der Hase läuft.
Ob man die Leistung auch tatsächlich im Alltag braucht, sei dahingestellt (ich schaffe es ja kaum, meinen Liebling (1090T) von AMD voll auszureizen und vom Nutzerprofil würde ich mich schon eher zu den Hardcore-Anwendern zählen, die mal eben Videos umcodieren und parallel noch im Netz surfen, Bilder bearbeiten oder auch gamen.)
der Markt wirds schon wieder richten, leider, dann werden die Spielehersteller eben ihre Games inteloptimieren, damit AMD-Prozessoren wieder sch... aussehen und das Schlachtvieh (sprich: der Endanwender) wird brav weitere Dollares in den Rachen von Intel schmeissen, egal, ob jener die Leistung des Prozessors voll anfordert oder nicht.
Die, die sagen, aber in LinX, SiSoft, wasauchimmer für ein Benchmarktool erreicht der Prozessor soundsoviele Punkte, okay, mag stimmen, doch schafft ihr im Alltag tatsächlich, die Leistung derart auszureizen, zumal es immer noch nur eine Handvoll Applikationen gibt, die mehr als 2 Cores zur Verzweiflung treiben können.
Wer hier mit Zukunftsmusik kommt, dem sei gesagt: Wenn es dann wirklich ein Breitband an Applikationen gibt, die auch 4,6 oder mehr Cores auslasten können, gibt es sicher auch von intel wieder einen neuen Chip, Sockel, Chipsatz und auch AMD wird weitermachen, man erinnere hier an Magny Cours oder Bulldozer, resp. Fusion etc.
Bis dahin sollte man sich die ehrliche Frage stellen, ob man die 3-5 Sekunden Unterschied bei den Standardapps mit dem neuesten Prozessor tatsächlich merkt...
AMD hat nicht alles vergeigt, ich finde bemerkenswert, was AMD fürs Geld an den Mann bringt, die 4 und 6-Kerner Penom2 und die 5,6er Radeons nur mal als Beispiel gesehen.
War ich früher bekennender ATI-Verweigerer, so kann ich sagen, ist AMD bei der Treiberentwicklung gut vorwärts gekommen und steht dem NVidia-Treiber in fast nix mehr nach!
Ob es jetzt Preisdumping ist, oder nicht, Intel setzt AMD weiterhin massiv unter Druck. die neuen SandyBridge-Prozessoren sind durchaus extrem flink und zeigen sogar einem 98X aus den eigenen Reihen, wo der Hase läuft.Ob man die Leistung auch tatsächlich im Alltag braucht, sei dahingestellt (ich schaffe es ja kaum, meinen Liebling (1090T) von AMD voll auszureizen und vom Nutzerprofil würde ich mich schon eher zu den Hardcore-Anwendern zählen, die mal eben Videos umcodieren und parallel noch im Netz surfen, Bilder bearbeiten oder auch gamen.)
Danke für den sehr gelungenen Post.
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen,in allen Belangen.
Thumb up!