Verzögerungen bei AMDs Fab-Erweiterung in Dresden
Seine Ausbaupläne für den Standort Dresden muss AMD nun ändern. Angesichts der "nicht berauschenden Ergebnisse des 1. und 2. Quartals" müssen "Korrekturen" vorgenommen werden.
"Wir müssen das Vorhaben zeitlich strecken", äußerst sich der Dresdener AMD-Geschäftsführer Hans Deppe gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). "Dresden ist und bleibt das Zentrum der weltweiten Produktion von AMD", betont er. Die Zahl von derzeit 3000 Mitarbeitern werde beibehalten, es gebe keine betriebsbedingten Kündigungen.
Deppe spricht sogar von "Verantwortungslosigkeit", wenn man nicht die Finanzen genau betrachten würde und Korrekturen vornehme, angesichts der Ergebnisse des 1. und 2. Quartals (siehe THG-Meldung "Rote Quartalszahlen bei AMD"). So wird der Ausbau einer zweiten Fabrik für 300-Millimeter-Wafer verzögert. "Der Abschluss des Umbaus war für 2008 gedacht, nun wird er um einige Quartale nach 2009 verschoben", so Deppe.
Eine Änderung des Dresdener Ausbau-Plans ist genau das Gegenteil von dem, was man angesichts der EU-Finanzspritze von letzter Woche erwarten würde: 262 Millionen Euro Beihilfe hat AMD für den Ausbau des Dresdener Werks von der EU bewilligt bekommen (siehe THG-Meldung "EU bewilligt AMD 262 Millionen Euro Beihilfe").
Der Geldsegen sollte laut EU "der regionalen Weiterentwicklung und der Schaffung von Arbeitsplätzen dienen". Mit der Weiterentwicklung ist es nun erst mal nicht weit her.
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