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AMD: »Finanzielles Desaster«

von - quelle: Tom's Hardware

Im jahrzehntelangen Kampf um Marktanteile gegen den übermächtigen Konkurrenten Intel sieht AMD nur noch eine Möglichkeit, um finanziell wieder auf Kurs zu kommen: Der Hersteller muss sich von seinen mit Subventionen geförderten Chip-Werkstätten trennen.

Die gestrige Meldung, dass sich AMD von seinen Chipfabriken in Dresden möglichst noch bis Jahresende trennen wird, spaltet die Web-Community. Viele sehen den von CEO Dirk Meyer angekündigten Schritt positiv: Der Zusammenschluss mit einem gesunden Partner könne AMD nur gut tun. Die Branche geht bislang von einer künftigen, noch engeren Partnerschaft mit Chiphersteller TSMC (Taiwan Semiconductor Manufacturing Company Limited) aus, der bereits GPUs für AMD/ATi fertigt. Auch ist der angekündigte Fab-Verkauf zwar ein Schock für die 2800 AMD-Angestellten und die etwa 5000 Mitarbeiter von AMD-Zulieferern in »Silicon Saxony«. Doch könnte ein potenter Betreiber in Dresden nicht nur für AMD, sondern auch für andere Halbleiter-Abnehmer fertigen, die Chip-Werke optimal auslasten und somit in den Augen vieler für sichere(re) Jobs sorgen. Ins gleiche Horn stößt derzeit Dresdens AMD-Chef Hans Deppe: »Ich bin sehr optimistisch für die Zukunft des Standorts Dresden. Wir haben hier nicht nur mehr als sechs Milliarden US-Dollar in zwei Werke investiert, sondern hier auch tiefe Wurzeln geschlagen«.

Die 2800 Dresdener AMD-Mitarbeiter bekommen bald eine neue FührungUnterm Strich wird der Wandel zum Fabless-Chiphersteller als dringend nötiger Schritt gewertet und über den Verkauf des AMD-Tafelsilbers schon seit Monaten spekuliert. Denn die finanzielle Lage von AMD ist seit langem mehr als prekär: Allein im zweiten Quartal 2008 musste AMD einen Verlust von 750 Millionen Euro melden, die Einnahmen lagen 100 Millionen US-Dollar unter den Erwartungen. Seit sieben Quartalen in Folge schreibt man rote Zahlen. Meyer selbst spricht von einem »finanizellen Desaster«.

Andere hingegen sprechen von jahrelangem Finanzmissmanagement, fehlender Innovationskraft und Wachstumswahn. Angeprangert werden vor allem die finanziellen Zuwendungen, die AMD im Laufe der Jahre von Bund und Ländern für Dresden erhalten hat. Grob überschlagen summieren sich die Subventionen auf rund 2 Milliarden Euro. Beträge, bei denen Kritik durch Abgaben-geplagte Steuerzahler, nicht selten auf Stammtisch-Niveau, erlaubt sein darf. Unbestritten ist freilich, dass neben AMD noch viele andere Großbetriebe und Konzerne regelmäßig Subventionen aus dem deutschen Staatssäckel erhalten — wenn auch öffentlich nur wenig davon bekannt wird. Gleiches gilt für ganz Europa. Dennoch hinterlässt die geplante AMD-Umstrukturierung einen faden Beigeschmack: So wurden beispielsweise viele der Fördermittel mit neu zu schaffenden Arbeitsplätzen begründet, trotzdem hat AMD bis Ende des dritten Quartals 2008 weltweit jede zehnte Stelle abgebaut.

Wie smart die »Asset Light/Smart Strategie« im Jahr 2009 wirklich sein wird, bleibt mit Spannung abzuwarten. Die Gesamtschulden werden mit rund 5 Milliarden US-Dollar beziffert. Nicht nur AMD-Investoren sind gespannt, wieviel AMD davon als Fabless-Chiphersteller wird abbauen können.

Ein grober Überblick über AMDs Investitionen und Zuwendungen

1997: Start der Dresdner AMD-Fabs. Der Konzern investiert 2,2 Milliarden US-Dollar, 400 Millionen Euro schießt das Land Sachsen zu.

November 2003: AMD finanziert die deutschen Werke nochmals mit über 2 Milliarden US-Dollar, davon sind 700 Millionen Euro Zuschüsse aus Bund und Ländern.

Mai 2004: 2,4 Milliarden US-Dollar steckt AMD in den Bau einer zweiten Chipfabrik. Die EU genehmigt Deutschland im Februar zuvor, eine Beihilfe von 2,3 Prozent des Betrags — rund 545 Millionen Euro — zu leisten. 1035 Arbeitsplätze werden geschaffen.

Mai 2006: AMD investiert weitere 2,5 Milliarden US-Dollar in die AMD Saxony LLC & Co. KG und die AMD Fab 36 LLC & Co. KG

Juli 2006: AMD kauft ATi für 5,4 Milliarden US-Dollar

Juli 2007: Der Umbau der Fab 30 zur Fab 38 zum Umstieg auf 300-Millimeter-Wafer kostet AMD 1,9 Milliarden US-Dollar, 262 Millionen Euro davon stammen aus der deutschen Staatskasse. Auch hier hat die Brüsseler EU-Behörde mitzureden: EU-Kommissarin Neelie Kroes begrüßt 565 neue Arbeitsplätze in einer »disadvantaged region of germany«.

November 2007: Für rund 700 Millionen US-Dollar kauft sich das Arabische Emirat Abu Dhabi bei AMD ein. Rund 8,1 Prozent des Chipherstellers gehören nun der Mubadala Development Company.

August 2008 AMD verkauft die Ausrüstung seiner früheren Halbleiterfabrik Fab 30 an den russischen Elektronikkonzern Angstrem. Der genaue Kaufpreis ist nicht bekannt, allerdings soll der Großteil eines 815-Millionen-Euro-Kredits von Angstrem für den Deal aufgewendet werden.

Kolumne:

Es war einmal bei AMD:

Es war einmal bei Intel:

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turboingo 10/09/2008 19:56
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-3+

2 Milliarden ist eine große Summe, andere Unternehmen bekommen vielleicht mal ein paar Millionen und KMU sind schon über ein paar 100.000EUR froh!
Irgendein großer Konzern sollte AMD aufkaufen z.B. IBM oder Samsung und dann wäre das Drama auch für den Standort Deutschland vorbei. Intel ist mittlerweile leider so mächtig das die Fehlentscheidungen bei AMD sonst nur noch mit verlusten korrigiert werden können, wenn es die neuen Manager überhaupt schaffen.

Mir wäre es egal ob in Zukunft auf einen "AMD" Prozessor AMD oder IBM oder Samsung steht...Hauptsache das Teil ist gegenüber den Prozessoren von Intel wettbewerbsfähig. Vielleicht sollte AMD auch mal darüber nachdenken eine Strategische Kooperation mit IBM... zu vertiefen, es muss ja nicht immer eine komplette Übernahme sein...siehe VW/Porsche...die haben auch klein angefangen und davon mittlerweile richtig profitiert....

0xigen 10/09/2008 20:06
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turboingo 10/09/2008 20:19
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--1+

@0xigen
Ja wir wissen es, du sagst immer das selbe, THG ist an AMD's untergang Schuld!

Und ich sage dir, ohne THG wäre der Mythos um den Ahtlon damals so 2000-2004 in Deutschland und vielleicht auch international nie so groß gewurden, genau aus dieser Zeit stammen die meisten AMD "Fanboys".

Aber derzeit sind die AMD Prozessoren einfach nur mies, meise Leistung, mieser Engergieverbrauch, mieser Fertigungstechnologie mit 65nm statt 45nm von Intel. So ist das wenn man schläft und 5 Milliarden in den Kauf von ATI steckt, anstatt in die eigene modernisierung der Fabriken und in Forschung, Entwicklung und Innovation, denn diese vier Faktoren bringen am Ende die überlegenen Produkte.

Hätten die Manager von AMD etwas von Wirtschaft verstanden dann hätte sie ATI wie es Prosche mit VW gemacht hat, zuerst nur Anteilig übernommen und damit Liquiditätsengpässe vermieden. Jedes Kind weiß doch das bei Fusionen von Unternehmen nichts sicherer ist als das auftretten von rießigen Problemen, besonders dann wenn man davon ausgeht das alles optimal zusammen passt, sich Synergien, die Produkte besser werden und blablabla...

AMD ist selbst an seiner Situation schuld!

Weltenspinner 10/09/2008 20:20
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-1+

Wer war eigentlich Tom? oO

anonymous 10/09/2008 20:26
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-0+

@TurboIngo: Wenn ich richtig informiert bin, gibt es keinen Liquiditätsengpass, sondern ein Verlustproblem. Das sind nun mal völlig unterschiedliche Dinge.

turboingo 10/09/2008 20:29
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-1+

Fabriken versilbert man erst wenn man als Unternehmen am ENDE ist, wenn man einen massiven Liquiditätsengpass hat, der z.B. aufgrund von mehreren aufeinander folgenden Verlustperioden eintretten ist, welche wiederum aufgrund von Managementfehlern eingetretten sind.

mccoy3 10/09/2008 20:36
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-1+

Der Bund hätte sich in die Fabrik(en) gleich miteinkaufen sollen, anstelle 2 Mrd Euro für 5000 durch ein ausländisches Unternehmen (auf Zeit) geschaffene Arbeitsplätze zu verplempern und am Ende mit leeren Händen darzustehen.

ex_b 10/09/2008 20:49
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-2+

Verplempern würde ich das nicht nennen. Immerhin sind seit über 10 Jahren viele Arbeitsplätze geschaffen worden und nen haufen Steuergelder wieder zurück in die Kassen des Bundes gespühlt worden. Ich glaube das hat sich für Sachsen wirklich gelohnt. Immer das Gefasel Subventionsmisbrauch ist doch quatsch.

turboingo 10/09/2008 20:55
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-0+

Nunja, wie dem auch sei. Fest steht doch das es AMD nicht verstanden hat, wie in der heutigen Zeit der Wirtschaftskrieg, insbesondere von internatinalen Großkonzernen geführt wird.

Für mich ist die ganze Sache Glasklar: Nachdem die Athlon Prozessoren von AMD, Intel 2001-2003 in Image- und Marktanteilschwierigkeiten gebracht haben, hat Intel eine Strategie entwickelt um das Blatt zu wenden, an allen Fronten wurde mit allen mehr oder weniger legalen und wahrscheinlich auch illegalen Mitteln um Vorteile gekämpft.

Es wurde aber nicht nur mit solchen MItteln gekämpft, während dem die Chefs von AMD über ihre super Prozessoren von morgen (mit 64Bit und 4Kernen) geredet haben, war Intel ganz leise. Der Unterschied war nur, das Intel in dieser leisen Zeit einfach überlegene Prozessoren entwickelt hat, praktisch als Überraschungseffekt für AMD ;)

Man kann eben reden oder handeln, die Ergebnisse unterschieden sich am Ende gravierend.

anonymous 10/09/2008 21:02
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turboingo 10/09/2008 21:10
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--1+

@AMD
Falls die hier auch mitlesen ;)

Ihr habt alleine keine Chance mehr gegen Intel zu bestehen, nicht mit diesem technologischen Rückstand in der Fertigung und der katastrophalen finanziellen Lage!

Ein Fabrikverkauf z.B. an TSMC wird das unvermeidliche nur verzögern! Es gibt nur eine vernünftige Überlebenschance für AMD: Entweder ein Finanzmittelstarker Großkonzern kauft AMD komplett auf oder ein Finanzmittelstarker Großkonzern mit Technologischen Know-How schießt AMD ein paar Milliarden Dollar zu und unterstützt AMD mit neuster Fertigungstechnologie und F&E Know-how und bekommt dafür eingen gewissen Anteil an AMD, für diese 2. Variante kommt Weltweit wohl nur IBM in Frage. Das wäre die Risikoarmste Variante welche in Zukunft die größten Chancen bietet, z.B. die Marktführerschaft von Intel abzuwerben, oder gar eine völlig neute Prozessorentechnologie, weg von X86'er zu entwickeln!

Anders geht es bestimmt nicht, wer sich den Technologievorsprung von Intel anschaut, der muss zumindest als Fachmann anerkennen, dass es alleine mit neuen Finanzmittel z.B. durch das versilbern von Fabriken langfristig nicht getan ist. Sowas kann nur einen kurzfristigen Schutz vor einer Insolvenz bieten!

Schließlich werden durch den Fabrikverkauf die Prozessoren von AMD ja nicht besser und die von Intel ja auch nicht schlechter ;-) Sondern die von AMD werden einfach nur teurer, weils sie dann als Massenprodukt Fremdgefertig werden müssen und daran noch ein 3. mitverdienen will.

vfrreiter 10/09/2008 21:19
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-3+

Das Preis-Leistungsverhältnis bei den AMD-CPU's ist garnicht so schlecht. Es gibt eben auch Einsatzgebiete, für die eine Intel-CPU denkbar ungeeignet ist: HT-PC's. Da kommts nicht auf das letzte bischen Performance an, dafür auf den Idle-Verbrauch. Und der ist bei Intel dank seiner in dieser Hinsicht ineffizienten Chipsätze nicht ganz ohne. DVI haben die übrigens seit Jahren nicht... dürfte ein Grund sein, weshalb TFTs immernoch mit Analogeingang verkauft werden. Aber das ist jetzt - wieder mal - OT.

Ich denke auch, dass AMD sich mit der ATI-Übernahme ein wenig verhoben hat, vielleicht wäre eine strategische Partnerschaft die bessere Wahl gewesen. Wie dem auch sei, ohne Konkurrenz wird Intel wieder Preise diktieren und die jetzigen Intel-Fanboys nach dem Papiertiger namens Kartellbehörde rufen. Bleibt nur zu hoffen, dass AMD wieder auf die Füsse kommt. Und ich für meinen Teil werde auch weiter die grüne Fahne hochhalten, wohl in dem Bewußtsein, dass eine Intel-CPU vielleicht schneller wäre. Aber das letzte bischen brauch ich nicht, programmieren tu ich auf Microcontrollern, dagegen kommt mir meine X2-Mähre echt rasant vor...

MfG

turboingo 10/09/2008 21:31
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--1+

Und es ist nicht so das ich irgendjemanden zu seinem Glück drängel will, aber IBM hat z.B. 2007 über 10 Milliarde Dollar Gewinn gemacht und im 2. Quartal 2008 fast 3 Milliarden, da könnten doch bestimmt so 2 bis 3 Milliarden Dollar für Zukunftsinvestition an AMD abfallen ;)

IBM würde davon bestimmt nicht pleite gehen.

drno 10/09/2008 21:34
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--1+

Mein Gott, das sind Steuergelder, die da reingebraten werden.
Aufsichtsratsmandate genau wie bei Airbus. Die Politik
soll sich mal aus der Wirtschaft raushalten, sonst gibts noch mehr Ärger.
Die EU leistet sich eine zweitklassige Prozessorschmiede, die
sie mit Bürgerknete subventioniert. Wenn man die Kohle nimmt,
dann sitzen wir rechnerisch schon alle auf einer AMD CPU.

Groening 10/09/2008 21:51
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-4+

@THG: Was ist das denn bitte für eine Berichterstattung??

Zitat :Angeprangert werden vor allem die finanziellen Zuwendungen, die AMD im Laufe der Jahre von Bund und Ländern für Dresden erhalten hat. Grob überschlagen summieren sich die Subventionen auf rund 2 Milliarden Euro...So wurden beispielsweise viele der Fördermittel mit neu zu schaffenden Arbeitsplätzen begründet, trotzdem hat AMD bis Ende des dritten Quartals 2008 weltweit jede zehnte Stelle abgebaut.


Hetzkampagne ok aber doch nicht auf dem Niveau - wenn ihr schon vom Geld von Bund und Ländern redet, dann bleibt auch bei Bund und Ländern - hierzulande wurde sicher nicht jede zehnte Stelle abgebaut, sondern gar keine!!


Wenn schon dann müsste es heißen, dass sie versäumt haben mithilfe der Zuwendungen Leute einzustellen oder allenfalls dass durch den Verkauf viele den Job verlieren könnten! - schlimm genug...

Dafür gehört AMD an den Pranger - aber vergleicht bitte keine Äpfel mit Birnen..
Das entspräche besagtem Stammtisch-Gewäsch, gehört hier in der Form aber noch lange nicht hin.

turboingo 10/09/2008 21:59
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--2+

Ich weiß auch nicht wie THG auf das "anprangern" der Zuwendungen kommt! Ich zumindest habe nicht die Zuwendungen angeprangert, sondern das zu Geld machen der Fabriken.

Meinetwegen kann AMD gerne noch 1-3Milliarden von Deutschland bekommen, aber dann bitte auch mit einer technologischen Perspektive, die realistisch ist und AMD wieder vor Intel bringt. Sowas ist allemal besser als wenn unsere Staatsbanken Milliarden von Euro in der US-Immobilienkrise verbraten!
Aber wenn AMD seine Fabriken einfach so verkauft, dann sollte auch die Bundeskanzlerin mal ein Machtwort sprechen und das Fördergeld von AMD zurückfordernd. So kann das ja schließlich nicht gehen, wenn schon das Geld von uns Steuerzahlern für sowas verwendet wird, dann soll am Ende mehr rauskommen wie ein Verkauf der Hightech Fabriken an irgendeine Taiwanesische Firma...

FreamX 10/09/2008 22:09
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--2+

oh man wird das hier ni aufhören mit den falsch dargestellten Themen über AMD ich wünschte mir mal ordentliche Artikel und nicht welche die AMD-Finanzdesaster oder so einen Schmarn enthalten. Es ist vielleicht mal an der Zeit vernünftig über solche Themen zu schreiben denn genau solche Überschriften bringen die meisten Leser nur von der Bahn des wesentlichen ab.
Wie wäre es mal mit einem Vergleich der Sicherheit von AMD bzw. Intel Prozessoren. Und ihr werdet erschrocken sein was man bei Rechnern mit Intel-CPU's anstellen kann.

FreamX 10/09/2008 22:12
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-1+

... und schreibt die Fakten der Jahreszahlen mal richtig wie zum Beispiel für den August 2008. So wie ihr das darstellt kommts extrem negativ rüber. denn die Anlagen wurden nur verkauft um Platz für neuere modernere zu schaffen.

Hoover5555 10/09/2008 22:14
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--1+

@0xigen
Also ich lese Tom's schon länger als Du (glaube ich zumindest) und betrachte die Situation nicht mit einem engen Zeitfenster. Den Redakteuren dort war es schon immer schnuppe, wer gerade auf dem Siegertreppchen steht. Und das finde ich auch gut so, denn die Wettbewerber-Realität ist leider hart. Ich finde es ehrlich ziemlich lustig, wenn man sich einmal die Links unter der News anschaut. Hier haben die Schreiberlinge wohl in ihrer eigenen Mottenkiste rumgekramert und sich einen Spaß daraus gemacht. Aber es zeigt ziemlich unabhängig: Heute kann es AMD treffen, morgen Intel.

borizb 10/09/2008 23:33
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--1+

Schade, dass für die Nummer 2 in einem solchen Megabusiness einstellige Milliardenbeträge keine Peanuts sind wie für die Nummer 1. Dennoch nimmt mich Wunder wie es so weit kommen konnte. Um das zu verstehen, oder AMD's gesamten Werdegang, braucht man sicher mehr als nur ein paar wenige Insiderinfos. Die Subventionierung diente aber meiner Vermutung nach hauptsächlich der Verhinderung eines Intel Monopols, was durchaus seine Berechtigung hat. Und das darf auch nicht aufhören. AMD hat nach wie vor viele Marktanteile, und das kann nicht aufgegeben werden. Die Frage ist nur, wer dafür bezahlen möchte. Und es ist noch nicht raus, ob AMD in ein paar Jahren wieder saniert ist und die Fabs wieder zurückkaufen kann. Aber wer kann schon so weit nach vorne schaun?

phobos 11/09/2008 00:20
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--1+

http://www.nyse.com/about/listed/l [...] 1Q&index=4

zum letzten Quartal nicht mal so übel, es war schonmal schlimmer

kommendes Quartal abwarten und Tee trinken.


anonymous 11/09/2008 01:50
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--1+

@TurboIngo: Bei einem Liquiditätsengpass macht man sale and lease back. Das bringt Liquidität, ändert aber nichts an der Tatsache, dass man die Fabrik am Bein hat. Was AMD gemacht hat, ist outsourcing der Produktion, die Chips werden nach Bedarf eingekauft. Das senkt die Fixkosten um den Gewinn in den Griff bekommen zu können.

Und mit Deinen Theorien, wie AMD die einzige verbleibende Chance nutzen soll, ist in meinen Augen auch völliger Blödsinn. Nur halte ich mich mit einem Auseinanderpflücken zurück. So etwas macht man, wenn man nur die Schlagzeilen, aber nicht die Hintergründe kennt.

SKollmann 11/09/2008 07:20
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-0+

[citation][nom]TurboIngo[/nomFür mich ist die ganze Sache Glasklar: Nachdem die Athlon Prozessoren von AMD, Intel 2001-2003 in Image- und Marktanteilschwierigkeiten gebracht haben, hat Intel eine Strategie entwickelt um das Blatt zu wenden, an allen Fronten wurde mit allen mehr oder weniger legalen und wahrscheinlich auch illegalen Mitteln um Vorteile gekämpft.[/citation]
Eben. Mit illegalen Mitteln. Wären die großen Technikhäuser nicht von Intel geschmiert worden, hätte AMD ihnen in der Zeit locker so viele Marktanteile abknöpfen können, daß wir diese Diskussion hier nicht führen müßten.

Und jetzt mal meine Meinung zu dem Artikel: Fehlt nur noch, daß THG AMD mit Nokia vergleicht, die hier eindeutig ihre Mitarbeiter verarscht und die Subventionen eingestrichen haben. Aber im Gegensatz zu AMD haben die auch Rekordgewinne eingefahren - aber gierig wie große Konzerne nunmal sind... Wer weiß. Vielleicht würde es AMD ja genauso machen, wenn sie das Geld dazu hätten. Aber im Gegensatz zu Euch habe ich keine Kristallkugel und passe auf, daß mein Kaffee keinen odensatz in der Tasse hinterläßt, aus dem man lesen könnte.

turboingo 11/09/2008 08:25
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-0+

@chill out
Du bist bestimmt von ein BWL Student?

Und auf deine erste Frage: Nein AMD hat ein Verlust und ein Liquiditätsproblem oder wie nennst du das wenn man 5 Milliarden an Schulden hat? Wo will man da in Zeiten der Finanzkrise noch Geld von Banken bekommen? Jede Bank die AMD's Roadmap mit der von Intel vergleicht wird den Teufel tun und AMD noch Geld geben, wo Intel derzeit mit Abstand die besseren Prozessoren baut und auch auf dem Papier für die nächsten Jahre die besseren Prozessoren hat. Da kann es auch nicht trösten das sich die ATI Grafikkarten von AMD derzeit wieder besser verkaufen.

So und was AMD macht ist doch ganz einfach, die verkaufen ihre Fabriken! Und wer seine Fabriken verkauft, der muss in Zukunft für die Herstellung seiner Prozessoren Geld an einen dritten bezahlen und das wird bestimmt nicht günstiger als die Herstellung der Prozessoren in eigenen Fabriken. Defacto bekommt AMD ein einziges Mal Geld für den Verkauf von Fabriken und ab da muss AMD blechen...der Gewinn aus den Fabrikverkauf ist bei AMD sofort aufgezerrt und wenn AMD dann nicht in die Gewinnzohne kommt sondern weiter Verlust macht, dann war es das komplett mit AMD.

Aber du scheinst auch nur die finanziellen Aspekte beim Outsourcing zu sehen, da gibt es aber noch ein paar andere, die heißen:
-time to market (die Zeit für Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsprozesse sowie die Schaffung von Fertigungstechnologie bis zur Markteinführung)
-Schutz der eigenen Technologie- und Betriebsgeheimnisse

Sowas ist Elementar und sollte von niemanden unterschätzt werden, wenn das mit dem verkaufen der eigenen Fabriken so gut wäre, dann hätte Intel das schon lange gemacht. Aber soweit ich informiert bin bauen die in der USA gerade eine Neue ;)

roterteufel81 11/09/2008 08:25
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-4+

Ist doch gut.... AMD geht pleite, Intel kauft die Jungs auf, die Prozessorenpreise werden auf astronomische Summen angehoben, ergo kann sich nicht mehr jedes Kiddie nen PC zum zocken leisten und mehr Kinder werden, nachdem Sie den Rollladen am Fenster im Kinderzimmer auch mal nach 13 Uhr (Schulende) hochziehen sehen, dass der Tag ja länger hell ist als 13 Uhr Schulende. Scharenweise entdecken Sie die Welt wieder, gehen nach draussen an die frische Luft spielen.

Ein soziales Wunder ^^

ToXic 11/09/2008 09:34
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-1+

@roterteufel81: Das waren noch Zeiten damals, als ich noch keinen PC hatte ;)

anonymous 11/09/2008 09:37
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-1+

Ein sehr gutes Schlußwort
roterteufel81

Jonathan Hart 11/09/2008 09:58
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-0+

TurboIngo :
...AMD hat ein Verlust und ein Liquiditätsproblem oder wie nennst du das wenn man 5 Milliarden an Schulden hat?...


@TurboIngo:
AMD hat weder ein Verlustproblem noch ein Liquditätsproblem.
Ursache ist der zu geringe Umsatz, auf den sich zu stark die Fixkosten auswirken. Jedes Unternehmen würde sich über ein Problem mit dem Verlust freuen; durch den geringen Umsatz hat AMD eher ein Problem mit den Gewinnen.
Daß ein Unternehmen Schulden hat, bedeutet noch lange nicht, daß die Liquidität des Unternehmens gefährdet ist.
Ein Großteil aller Unternehmen hat Schulden und davon nicht wenig. Schulden entstehen durch Fremdfinanzierung eines Unternehmens. Das kann durch Banken geschehen, vor allem in Deutschland üblich, oder aber mit Anleihen.
Anleihen sind Wertpapieren (keine Aktien!) und können von jedem gekauft werden, auch von privaten Investoren. Eben diese Anleihen werden in einer Bilanz auch unter dem Posten Verbindlichkeiten notiert.
Auch Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten werden dort erfasst.
Darum kann die Zahl von 5 Milliarden US-Dollar keineswegs aussagen, ob der gesamte Wert von Banken bereitgestellt wurde.
Nun zur Frage der Liquidität eines Unternehmens:
Die Liqudität eines Unternehmens wird in verschiedenen Graden gemessen, je nach Grad werden mehrere Posten aus dem Umlaufvermögen mit dem kurzfristigen Verbindlichkeiten ins Verhältnis gesetzt.
Im Grunde sagt damit die Liquidität aus, ob ein Unternehmen in der Lage ist, seine Verbindlichkeiten fristgerecht und vollständig erfüllen zu können.
Da hier in diesem quellenlosen, fast schon boulevardesque anmutenden Artikel keinerlei Aussagen, geschweige eine Bilanz veröffentlicht oder als Quellenangabe bereit gestellt wurde, kann überhaupt keine Aussage über die Liquidität von AMD gemacht werden.
Generell ist es interessant zu wissen, wo AMD diese Zahlen her hat.
Sicherlich kann der Verkauf von Anlagevermögen (hier die Fabriken) für eine Wert des 3. Liquiditätsgardes unter oder nahe 1 sprechen, aber da mir keine Zahlen vorliegen und auch weil soetwas dann bereits pressewirksam verarbeitet worden wäre, schließe ich das als Grund für den Verkauf von Fabriken aus. AMD geht es mehr um die Auslastung der Fabriken und um die hohen Investitionen in neue Anlagen. AMD hat natürlich nicht die finanzielle Ausstattung, wie Intel.
Zu dem anderen Kram, den Du verfasst hast, schreibe ich lieber nix mehr, ist eh schon wieder viel zu viel geworden.

digger66a 11/09/2008 10:12
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--1+

sry

aber ich versteh euer Problem gar nicht.
AMD wird mit Sicherheit nicht alle seine fabs verkaufen.
Das kann nur eine finanzielle Umschichtung sein

Das Lizenzabkommen mit Intel sieht zwingend vor das AMD max 20% ihrer x86 chips fremdfertigen darf.

Das wiederum würde bedeuten das die neuen Besitzer von 80% der fabs
zu 51% in amd Besitz Bleiben MUSS.

Möglich zenario währe also es wird eine neue Gesellschaft gegründet die
sagen wir mal zu 100% TSMC,ibm oder wem auch immer gehört. Diese Gesellschaft kauft nun von AMD die Fabs und amd kauft 51% der Anteile dieser neuen Gesellschaft, damit das Lizenzabkommen mit Intel gültig bleibt.

gruss Digger

darox 11/09/2008 10:18
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-0+

Zu den Aussagen das AMD eh fast tot ist:
Ich denke ab 2009 mischen sich die Karten neu, dann steigt AMD auf 45nm um und Intel auf einen ähnliche Prozessoraufbau wie der aktuelle K10. AMD hat dabei den schwersten Schritt schon hinter sich. Intel muss erstmal gucken ob sie den Nehalem an die Leistung der aktuellen Generation heran bekommen.


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