[IFA] AMD zeigt Fusion-System - hinter verschlossenen Türen
Auf seinem IFA-Stand zeigt AMD, noch hinter verschlossenen Türen, ein laufendes Fusion-System. Tom's Hardware schaute sich die Vorführung an.
Beim Vorführsystem handelt es sich im Prinzip um dasselbe, dass auch auf der Computex-Demo von Fusion zum Einsatz kam. In ihm steckt also die für Ende des Jahres erwartete Fusion-APU, die in Netbooks und besonders dünnen Notebooks zum Einsatz kommen soll. AMD gab während der Demo einige neue Details preis, die bislang nur Gerüchtestatus besaßen.
So wird es zwei Plattform-Varianten dieser APU geben: Ontario mit einer TDP von 9 Watt für Netbooks und ähnliche Geräte und Zacate mit einer TDP von 18 Watt. Letztere soll bis hin in den Bereich reichen, den aktuell Intels CULV-CPUs besetzen. In beiden Fällen soll es sich um eine Dual-Core CPU mit dem neu entwickelten Bobcat-Kern und einer DX11-kompatiblen Grafikeinheit handeln. Ein-Kern-Versionen sind ebenfalls möglich. Der Chip ist im BGA-Package ausgeführt und wird direkt auf das Mainboard gelötet. Damit eigneten sich die APUs laut AMD auch und vor allem für kleine HTPC-Systeme im ITX-Format.
Angaben zu Taktraten machte man leider nicht. Das gezeigte Testsystem nutzte die Zacate-Variante, deren Kühler während der gesamten Demo nicht einmal handwarm wurde. Es war uns leider nicht erlaubt, Fotos zu machen.
Die Demo bestand im wesentlichen aus drei Teilen: Den Anfang machte eine Live-Spieledemo mit einer Auflösung von 1366 x 766, die sehr flüssig wirkte. Als nächstes wurde die GPU-Beschleunigung in Web Browsern gezeigt. Erst wurden HTML5-Demos in der aktuellen Version des Internet Explorer 8 gestartet, wo sie erwartungsgemäß stark stotterten. Dann wechselte man auf die neuste Preview vom Internet Explorer 9, auf dem die Speed-Demos aufgrund der GPU-Beschleunigung butterweich liefen. Eine kurze Powerpoint-2010-Präsentation mit animierten Übergängen zeigte die in aktuellen Office-Anwendungen funktionierende GPU-Beschleunigung. Zuletzt wurde ein HD-Video in 1080p gezeigt, das ebenfalls ruckelfrei lief.
Aus AMDs Sicht sei die Hardware zum jetzigen Zeitpunkt voll einsatzbereit. Die Auslieferung an Partner erfolge im vierten Quartal 2010. Zum Gerücht, Acer wolle bereits zum Weihnachtsgeschäft Fusion-Netbooks verkaufen, wollte man sich aber nicht äußern, dementierte aber auch nicht - was die OEM-Partner planten, sei ihnen überlassen. Man arbeite derzeit eng mit diversen Partnerfirmen zusammen, um bestehende Software für den Einsatz auf den neuen APUs zu optimieren. Zentral sei dabei die Unterstützung von OpenCL, wodurch die verfügbaren Ressourcen optimal ausgenutzt werden könnten. Als Beispiel nannte man CyberLink und deren Video-Konvertierungsprogramme wie MediaShow Espresso.
AMD auf der IFA: Halle 17, Stand 101-134
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Die größte Änderung im PC-Bereich, seitdem AMD den Speichercontroller in die CPU verlegt hat rutscht immer näher. :-)
Ich bin gespannt, was z.B. die Fusion Netbooks leisten werden.
Bin auch gespannt, ob die Leistung und die Preise Druck auf die Intelkonkurrenz ausüben. Gönnen tu ich's AMD auf jeden Fall.
Wenn Netbooks wirklich schneller werden, wärs auch vielleicht was für mich... wird beobachtet
Die größte Änderung im PC-Bereich, seitdem AMD den Speichercontroller in die CPU verlegt hat rutscht immer näher. :-)Ich bin gespannt, was z.B. die Fusion Netbooks leisten werden.
Naja, Speichercontroller in CPU war nichts Neues. Einen starken Vorteil hats auch nicht gebracht, das war nur im Server-Bereich interessant.
Naja, Speichercontroller in CPU war nichts Neues. Einen starken Vorteil hats auch nicht gebracht, das war nur im Server-Bereich interessant.
also zu dem zeitpunkt als es neu war, war es was neues!
Ja, aber das gabs schon in den 80igern ^^

Wie gesagt, genutzt hats nur fuer die Opteron Reihe, wenn man mehrere CPUs verwendet hat. Der Intel-Core hat wohl gut gezeigt, das ein integrierter Speichercontroller zu der Zeit fuer Desktops nicht notwendig war. Und eigentlich hat der integrierte Speichercontroller gar nichts gebracht. Es war eher das Abschaffen des traditionellen FSB und das Ersetzen dessen durch eine integrierte Backplane in der CPU, was den Unterschied gemacht hat.
PS: Das AMD sich mit dem integriertem SPeichercontroller keinen Gefallen getan hat, zumindest Anfangs, zeigt auch das die ersten CPUs nicht mit vier Modulen oder doppelseitig bestueckten SPeicherriegeln klar kamen. Und selbst bis heuter schwaechelt er in dieser Hinsicht, trotz der zahlreichen Verbesserungen des Speichercontrollers. Und nein, auch die integrierte Backplane ist nichts Neues, der 486iger hatte das auch in einer aehnlichen Form.
Und der Jenige, der mir ein Minus verpasst hat: Wenn man keine Ahnung hat, Fresse halten
Ich hoffe, dass Amd damit langsam wieder aus der Krise rückt!
Ja, ich auch.