AMD mit neue Quartalszahlen, Globalfoundries mit neuem Produktionsverfahren
Während AMD versucht mit Stabilität zu glänzen, müssen sich die Globalfoundries kostengünstigeren Produktionsverfahren bei den 20 nm Chips öffnen
Nicht nur mit seinen neuen Produkten gibt AMD eine gute Figur ab, auch die Geschäftszahlen für das letzte Quartal des Geschäftsjahres 2010 können sich sehen lassen, selbst wenn sie keinen Anlass zu übermütigen Freudensprüngen liefern. So konnte der Konzern einen Umsatz 1,65 Milliarden Dollar erwirtschaften. Damit blieb dieser zwar im Vergleich zum Vorjahresquartal gleich, allerdings kletterte der Gewinn von 80 Millionen $ auf 106 Millionen $.
Damit bestätigt AMD seinen derzeitigen Aufwind, der vor allem aus der erfolgreichen Positionierung der neuen Fusion-Prozessoren resultiert. Entsprechend optimistisch schätzt Interims-Vorstand Thomas Seifert die weitere geschäftliche Entwicklung ein: "I am confident we can drive profitable growth based on the strength of new products we will bring to market. Our customers recognize that Fusion APUs are at the core of delivering the world's most vivid digital experiences."
Globalfoundries stellen von Gate-First auf Gate-Last um
Während AMD mal wieder versucht ruhigere Gewässer zu erreichen, geht es in der ausgelagerten Chip-Produktion turbulenter zu. Mit der Umstellung der Produktion von Chips in 45 nm Strukturbreite auf derzeit 32 nm und 28 nm, hat man erstmals ein High-k Metal Gate (HKMG) im Gate-First-Verfahren in die Siliziumwafer eingebracht.
Zwar hatte man sich von Gate-First 10-20% mehr Leistung versprochen, zudem konnten die bisherigen Fertigungsabläufe auf der Basis von Polysilicium-Gates beibehalten werden, doch sind die HKMGs bei der Dotierung hohen Temperaturen ausgesetzt und auftretende Schwellspannungen lassen sich nur schlecht kontrollieren. Um Produktionskosten zu sparen, wird nun der Zeitpunkt, an dem das HKMG auf den Wafer im 20 nm Produktionsprozess trifft, an den Schluss gelegt (Gate-Last).
Auf diesen Schritt hatten mehrere Mitglieder der "Common Platform Manufacturing Alliance", die unter anderem aus IBM, AMD, STMicroeletronics und Samsung besteht, gedrängt. Vor allem Bedenken von Samsung und IBM führten zu der Änderung.
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Ich weis nicht ob es auch eine regulierende exekutive im bereich handel in den usa gibt. allerdings bin ich der meinung, dass wenn amd (glbfoun.) einen aufwind in ihren finanzen vorweisen kann, intel einfach mit preissenkungen reagieren wird um amd wieder nach unten zu druecken. kunkurenz belebt das geschaeft, aber in "die suppe spucken" laesst sich intel sicherlich nicht.
@theras88
Intel hatte vor einigen Tagen bombastische Quartalszahlen gezeigt, sie fahren mehr Gewinn ein, als AMD Umsatz hat. Und es wäre für Intel sicher nicht allzu schwer, AMD mit aggressiveren Preisen und einigen Jahren weniger Gewinn vom Markt zu verdrängen. Aber ein schwacher Konkurrent ist besser als kein Konkurrent. In den USA heisst die Kartellbehörde "Office of fair trading", aber da Intel sowohl international (z.B.Irland) produziert, als auch international verkauft, sind auch Europäische Kommission etc wichtige Regulierer. Und genau diese Behörden würden einem Monopolisten das Leben enorm schwer machen, wie man auch immer wieder bei Microsoft sieht. Ausserdem hält sich Intel vielleicht mit AMD-ATI als Konkurrenz die Option offen, Nvidia zu kaufen. Im Sinne: " Was die anderen dürfen, dürfen wir doch auch"
Es wäre günstiger AMD zu kaufen als Nvidia, geht ja aber nicht ;-)
Core i7 2600K 310€^^