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Intel: Performancekrone

CPU-Charts 2008: AMD gegen Intel
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Intels schnellster Prozessor ist momentan der Core 2 Extreme QX9770. Dieser wird in 45 Nanometer gefertigt und besitzt zwei mit 3,20 GHz getaktete Dual-Core-Prozessoren. Jede der beiden CPUs greift auf einen 6 MB großen Shared L2-Cache zu. Insgesamt bietet das Modell also vier Rechenkerne und 12 MB L2-Cache. Der Font-Side-Bus beträgt bei dieser CPU 400 MHz (1600 MHz QDR) angehoben, ist also schneller als bei allen anderen "Extremes". Offiziell wird dieser Prozessor nur vom High-End-Chipsatz X48 unterstützt.

Wem die Performance eines QX9770 immer noch nicht ausreicht, der kann auf das Skulltrail-System zurückgreifen. Dieses umfasst ein Dual-Sockel-Motherboard, welches zwei dieser Prozessoren beherbergt. Da Skulltrail den Workstation-Sockel 771 erfordert, tragen die baugleichen CPUs einen anderen Namen: Core 2 Extreme QX9775. Insgesamt arbeiten also acht Kerne mit 24 MB L2-Cache in einem Skulltrail-System.

Trotz neuer 45-nm-Technologie im Herstellungsprozess, kann man die Verlustleistungen bei den Spitzenmodellen nicht unbedingt als stromsparend bezeichnen: ein QX9770 kommt auf 136 Watt TDP. Das schnellste Modell QX9775 für die Dual-Sockel-Platine schafft sogar 150 Watt TDP.

Bei den älteren 65-nm-Modellen gilt das Dual-Core-Modell Core 2 Duo E6600 als sehr attraktiv. Es besitzt 4 MB L2-Cache und wird standardmäßig mit 2,40 GHz getaktet. Mit gleicher Frequenz wird das Quad-Core-Modell Core 2 Quad Q6600 betrieben. Beide Prozessoren zeichnen sich durch eine hohe Übertaktbarkeit aus. Nach der Einführung der 45-nm-Prozessoren sind eben genannte 65-nm-CPUs im Preis stark gefallen, wodurch sie aufgrund des hervorragenden Preisleistungsverhältnisses zum Geheimtipp avancieren.

Innerhalb der 45-nm-Fraktion sind die beliebtesten Modelle der Core 2 Duo E8400 mit 3,00 GHz und der Core 2 Quad Q9450 mit 2,66 GHz. Diese lassen sich sogar noch besser übertakten als die 65-nm-Prozessoren.

Alle 45-nm-Prozessoren besitzen SSE4.1-Fähigkeiten. Jedoch enthält diese Erweiterung noch nicht den kompletten Befehlssatz von SSE4. Erst in den kommenden Nehalem-Prozessoren soll er vollständig sein. Die Meinungen über eine deutliche Beschleunigung bei der Video-Verarbeitung gehen auseinander. Einige Softwareentwickler bieten bereits eine Unterstützung, während andere noch keinen Geschwindigkeitsvorteil sehen.

Intel führt bei seinen Prozessor-Serien von Zeit zu Zeit Stepping-Updates durch. In einigen Fällen konnten wir deutliche Verbesserungen im Energieverbrauch feststellen, wie zum Beispiel bei der Pentium Dual-Core-Serie mit M0-Stepping. Intel konnte den Strombedarf um 29% senken.

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