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AMD: Kommt nicht voran

CPU-Charts 2008: AMD gegen Intel
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AMD hat es dieses Jahr nicht leicht. Das liegt nicht nur an der verpatzten Phenom-Einführung mit TLB-Fehler, sondern auch am starken Kontrahenten Intel, der mit großen Schritten in der Prozessortechnologie davon zieht. Mit einer neuen Phenom XX50-Serie wird immerhin der TLB-Fehler beseitigt.

Große Probleme bereitet die Prozessorarchitektur hinsichtlich hoher Taktraten, welche dringend notwendig sind, um mit Intel Schritt zu halten. Das aktuell schnellste Prozessor-Modell von AMD ist der Phenom X4 9950 mit 2,60 GHz. Um den Absatz der Prozessoren zu gewährleisten, musste AMD die Preise senken. Mittlerweile liegen diese so weit unten, dass die Top-Modelle mit Intels Mittelklasseprodukten gleichauf liegen.

Da AMD noch mit 65 Nanometern fertigt, fällt die Verlustleitung bei höheren Taktraten hoch aus. Der mit 2,50 GHz getaktende Quad-Core Phenom X4 9850 kommt noch mit einem Leistungsbedarf 125 Watt aus. Der um gerade einmal 100 MHz höher getaktete Phenom X4 9950 benötigt hingegen schon satte 140 Watt. Für ihn kann man nicht jedes Motherboard verwenden, da die Belastung für die Spannungsregler recht hoch ist.

AMD schließt als erster Hersteller die Lücke zwischen einem Dual-Core- und einem Quad-Core-Prozessor und bietet den Phenom X3 mit drei Kernen an. Der Phenom X3 8750 mit 2,40 GHz ist hierbei das schnellste Modell. Die Vermutung, dass es sich um einen Quad-Core mit einem abgeschalteten Kern handelt, liegt nahe.

Bezüglich der Energieeffizienz hat AMD sogar einen Joker in der Tasche. Im Vergleich zu Intel stellt der Phenom X4 9350e der sparsamste Quad-Core-Prozessor dar. Die mit 2,00 GHz taktende CPU kommt mit 65 Watt aus.

Da AMD bei den Top-Modellen nur schleppend voranschreitet, werden immer wieder "neue" Prozessoren für die Athlon X2- und e-Serie hervorgeholt. Das zuletzt präsentierte Athlon X2-Modell ist der 6500 Black Edition, der erste Dual-Core-Athlon, welcher auf der Phenom-Core basiert und mit 2,30 GHz taktet.

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