Rote Quartalszahlen bei AMD

Ein CPU-Hersteller mit Problemen: Erneut legt AMD rote Quartalszahlen vor. Der operative Verlust liegt nun bei 457 Millionen, der Nettoverlust gar bei 600 Millionen US-Dollar.

Bereits im ersten Quartal 2007 musste AMD 611 Millionen Dollar Verlust melden (QI-2006: plus 185 Millionen), gleiches gilt fürs zweite Quartal: Mit nun 600 Millionen Dollar Miesen steigerte man sich gerade mal um 11 Millionen Dollar.

Auch reissen die ATi-Übernahme im Oktober letzten Jahres (100 Millionen Euro) und nicht verkaufte Chips im Wert von 22,5 Millionen Euro Löcher in die Kasse. Einziger Lichtblick: Der Umsatz konnte gesteigert werden von 930 Millionen auf 1,04 Milliarden Euro. AMD verkaufte rund 38 Prozent mehr CPUs im Vergleich zum QI, aber dem Hersteller geht es wie seinem großen Konkurrenten Intel (siehe THG-Meldung "Intel: Gewinn und Umsatz top, Marge enttäuscht"); mehr Verkäufe und doch kein Gewinnanstieg, weil die Preise purzeln.

Man sieht gespannt auf die Zahlen zum Jahresende, denn der erste richtige Quad-Core-Prozessor Barcelona und Strom sparende 65-Nanometer-Fertigung sollens richten. Bislang war davon kaum etwas zu sehen, erst gestern ging AMD mit neuen Informationen an die Öffentlichkeit. Mehr dazu lesen Sie im THG-Artikel "Quadcore und 65 nm: AMD-Rettung bald Realität?".

Quelle: iSuppli.com

Für das dritte Quartal wird von Analysten eine "leichter saisonaler Anstieg" für AMD erwartet. Sollte die Quad-Core-CPU Erfolg haben, könnten sich diese Voraussagen sogar erfüllen.

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1 Kommentar
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    Dein Kommentar
  • dnsk
    Quartal 4/2006 -> 99,9%?
    Gibts leicht noch ne Spate Andere von Anderen? :D
    0