AMD Radeon HD6450: Gaming für kleines Geld
Trotz eines geringen Einstiegspreis soll die Grafikkarte DirectX 11 darstellen können und damit mehr Power bieten als integrierte Lösungen
Stellt man einen PC zusammen, der nicht zuviel kosten soll, ist die Grafikkarte eine Komponente, auf die recht schnell verzichtet wird - schließlich gibt es ja mittlerweile Intels Sandy-Bridge-Prozessoren, die einen integrierten Grafikchip besitzen. Allerdings müssen dann deutliche Leistungseinschränkungen hingenommen werden. So können diese Grafikchips beispielsweise kein DirectX 11 darstellen und sind damit für aktuelle Spieletitel kaum geeignet.
Dem setzt AMD nun ein neues Angebot entgegen und erweitert die 6000er-Serie um die Radeon HD6450, die schon für 55 € erhältlich sein wird. Bei dieser Grafikkarte setzt der Hersteller auf einen in einer Strukturbreite von 40nm hergestellten Caicos-Chipsatz. Die mit 750 MHz getaktete GPU besitzt 160 Stream Prozessoren und 8 Textureinheiten. Für passiv gekühlte Karten kann die Taktgeschwindigkeit auf 625 Mhz reduziert werden. Dann dürfte sich der Stromverbrauch von 27 W unter Volllast weiter reduzieren.
Die einfachste Verion verfügt über einen Grafikspeicher von 512 MB GDDR5, der über einen 64-bit Bus angebunden wird. Der Speichertakt liegt bei 900 MHz. Eine hochwertigere Variante mit 1 GB Speicher soll das Angebot abrunden. Als Anschlüsse stehen VGA, DVI und HDMI 1.4 zur Verfügung.
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Noch ein Weilchen gedulden muss man sich um die Leistungsfähigkeit etwas objektiver einschätzen zu können: Die Radeon HD6450 findet erst ab dem 19. April den Weg zu den Händlern. Auch in unseren Charts wird die Karte demnächst zu finden sein und einen einfachen Vergleich der Leistung mit anderen Grafiklösungen ermöglichen.
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GDDR5, immerhin. - Aber das Speicherinterface ist sehr knapp. In der Leistungsklasse kein Beinbruch.
DirectX 11-Spiele sind aber selbst auf geringen Auflösungen zu viel des Guten.
"So können diese Grafikchips beispielsweise kein DirectX 11 darstellen und sind damit für aktuelle Spieletitel kaum geeignet."
Das ist doch völlig Hupe! Diese Chips können sowieso keine hohen Auflösungen oder Grafikdetails darstellen, sondern sind eher dafür gedacht überhaupt halbwegs anspruchsvolle 3D-Grafiken darstellen zu können. Viel mehr wird die 6450 auch nicht können, auch wenn mit Ihr vielleicht etwas höhere Frameraten oder mittlere Grafikeinstellungen möglich sind.
Der reale Preis der HD 6450 dürfte sich bei 30 - 40€ einpendeln. Würde ich bei meinem HTPC nicht auf Llano umsteigen demnächst, wäre sie meine Wahl gewesen.
Da es die HD 5670 jetzt bereits für unter 60€ (GDDR5 Variante) gibt, ist sie eindeutig besser für "Gaming für kleines Geld".
Der Schwerpunkt der Karte liegt bei Eyefinity und der Videowiedergabe. Die Sims3 und ein paar Fantasyspiele laufen auch recht passabel. Mehr darf (und kann) man nicht erwarten. Die 5670 ist im Verhältnis zum Strombedarf zu schwach und fällt zudem in eine andere Kategorie. Das hier ist gutes Low-End fürs Büro oder den HTPC.
Natürlich ist die Karte nicht dazu gedacht, die Leistungsrekorde einer 6990 zu brechen. Vielmehr ist es ein günstiges Einsteigermodell. Interessant werden dürfte, ob sie ein größeres Leistungsplus gegenüber den integrierten Chips bietet. Dann kann man für den Pries nicht viel falsch machen.
"So können diese Grafikchips beispielsweise kein DirectX 11 darstellen" - Der Author kennt sich wohl nicht aus auf dem Markt? Intels Sandy Bridge ist der letzte Schrott, was Grafik angeht. AMD hat zumindest eine Radeon HD an Bord, und das Teil KANN in der Tat DX11, wenn auch nur langsam im Vergleich mit dedizierten GrakaKas.
Mit etwas Geduld kommen bestimmt sehr bald Varianten mit richtig guten passiven Varianten, die koennten was fuer meinen HTPC (alt, noch mit Atom/ION) werden.