Entlassungswelle bei AMD

Vor wenigen Tagen hat AMD seine Quartalszahlen bekannt gegeben. Als Folge des guten Ergebnisses und einer von Analysten auch für das vierte Quartal prognostizierten Umsatzsteigerung, legte die Aktie an der Frankfurter Börse um beachtliche 10 Prozent zu. Die positiven Zahlen stehen im krassen Gegensatz zu den jüngsten Meldungen. Das Unternehmen kündigte nämlich jetzt an, dass es sich von einer großen Anzahl seiner Beschäftigten trennen werde.

Schon vor drei Jahren strich das Unternehmen tausende Arbeitsplätze. Damals betrug die Zahl der beschäftigten Mitarbeiter noch 15.000. Momentan beschäftigt der amerikanische Chip-Hersteller noch rund 12.000 Menschen. Die Entlassungen, die jetzt angekündigt worden sind, betreffen alle 47 Standorte weltweit. Aus der Pressemitteilung ist zu entnehmen, dass sich der Konzern nun von ungefähr jedem zehnten Mitarbeiter trennen wird. Gegenüber Marketwatch gab ein Unternehmenssprecher in einem Statement an, dass konkret mit 1400 gestrichenen Arbeitsplätzen zu rechnen sei. Begründet hat Rory Read als neuer CEO des Konzerns diese Entscheidung damit, dass AMD zukünftig effektiver agieren muss. Durch die sogenannten Restrukturierungspläne sind im Jahr 2012 Einsparungen in einer Höhe von über 200 Millionen US-Dollar möglich. Die so eignesparten Gelder will das Unternehmen neben der Entwicklung von stromsparenderen Chips, den Ausbau der Märkte in den Schwellenländern und in das Cloud Computing investieren.

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6 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • Defragg
    wäre super wenn das eingesparte GELD nicht nur von der "unteren" Schicht bezahlt werden würde, sondern auch von den etwas höheren angesiedelten Mitgliedern der Gesellschaft...
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  • Milo
    So läuft's im Kapitalismus...
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  • Krampflacher
    @Milo: Im Kommunismus würden alle noch arbeiten ... an 80286ern!

    @Tomshardware: Im deutschen Sprachraum ist eine "Entlassung", alleine aufgrund unserer gesetzlichen Lage, ein sofortiger "Rausschmiss" aufgrund schwerem oder wiederholtem Fehlverhaltens. Das andere nennt man "Kündigung".

    He, Leute, seht das locker. Die bekommen sicher wieder Arbeit (obwohl es ja eigentlich ums Gehalt geht), und das Leben wird vielleicht sogar wieder interessanter, wenn mal was neues kommt. Die, die sich immer an die Götze "Job" heften, sind am Unglücklichsten.
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