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AMD Seattle: ARM-CPU für Server

Von , Matthieu Lamelot - Quelle: Tom's Hardware FR | B 0 kommentare

Mit Berlin und Warschau werden außerdem zwei neue Opteron-Modelle präsentiert

AMD wird im kommenden Jahr sein Angebot bei Server-Prozessoren erweitern und neben der lang etablierten, leistungsstarken Opteron-Reihe eine neue CPU ins Programm aufnehmen, die in Microservern zum Einsatz kommen soll und auf Basis der ARM-Architektur entsteht. Gleichzeitig werden aber auch zwei neue x86-Prozessoren erscheinen, die unter den Codenamen Berlin und Warschau entwickelt werden.

Seattle wird dabei eine der ersten SoCs sein, der auf er neuen ARM-Cortex-A57-Architektur aufsetzt, die den 64-Bit-Befehlsatz ARMv8 mitbringt und den Prozessor dazu befähigt bis zu 128 GB RAM nutzen zu können. Dabei können die SoCs aus acht bis 16 CPU-Kernen bestehen, die mit einer Taktgeschwindigkeit von 2 GHz zu Werke gehen. AMD verspricht, dass entsprechende Systeme die zwei- bis vierfache Performance im Vergleich zu dem kürzlich vorgestellten Opteron X liefern. Darüber hinaus bringt AMDs ARM-SoC Einheiten mit, die sich speziell um Komprimierungen und Verschlüsselungen kümmern. Erste Chips laufen im ersten Quartal 2014 vom Band und werden darauffolgenden Quartal ausgeliefert.

Im Gegensatz dazu entwickelt der Hersteller unter dem Namen Berlin einen neuen Opteron, der die nächste APU-Generation für den Servereinsatz befähigt. Hier basieren die CPU-Kerne auf der Steamroller-Architektur, während die noch nicht näher spezifizierten GPU-Kerne der Next-Gen-Generation angehören. Zudem wird Berlin der erste AMD-Prozessor mit einer vereinheitlichen Speicher-Architektur (hUMA), die erstmals mit den SoCs Kabini und Temash vorgestellt wurde. Der Prozessor soll auf diese Weise die achtfache Leistung bei Gigaflops pro Watt im Vergleich zum aktuellen Opteron 6386SE zeigen, wobei eine solche Gegenüberstellung fraglich ist - der 6386SE nicht mal ein APU-Prozessor und besitzt acht Piledriver-Module (was nach AMD-Rechnung 16 Kerne bedeutet). Wie Seattle wird auch Berlin in einer Strukturbreite von 28 nm gefertigt und soll im ersten Quartal 2014 auf den Markt kommen.

Die unter dem Codenamen Warschau geführten Prozessoren sind dagegen vor allem ein Update der Opteron-6300-Baureihe. Mit Blick auf die aktuellen Opteron 6300 und 6400 bleibt die Architektur die gleiche: Die acht Piledriver-Module oder 16 Kerne werden in einer Strukturbreite von 32 nm gefertigt. Durch Verbesserungen beim Fertigungsverfahren soll allerdings die Leistungsfähigkeit pro Watt zugelegt haben. Außerdem sollen die Kerne im Turbo-Modus etwas schneller arbeiten. Auch Warschau wird im ersten Quartal 2014 auf den Markt kommen.

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