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Gerüchteküche: AMD Fusion enthält Redwood-GPU

von - quelle: Fudzilla

Integrierte Grafikkerne sind nicht gerade Performance-Wunder. Deshalb fristen sie im Allgemeinen auch ihr Dasein in Bürocomputern und Servern. Mit AMDs Fusion-APU könnte sich das ändern, denn die soll dieselbe GPU wie die Radeon HD 5500/5600 enthalten.

Fuad Abazovic ist immer für ein Gerücht gut - und oft genug liegt er mit seinen Prognosen sogar richtig. Umso interessanter ist eine aktuelle Meldung auf Fudzilla, dass AMDs Fusion-APU (Advanced Processing Unit), also die Verschmelzung von CPU und GPU, einen Grafikkern auf Redwood-Basis enthalten soll. Damit würde in diesem hoch integrierten Prozessor eine Mainstream Grafikeinheit werkeln, die man auch in den Grafikkarten Familien Radeon HD 5500 und Radeon HD 5600 findet. Bislang war man aus verschiedenen Gründen (Komplexität, Wirtschaftlichkeit, Tradition) davon ausgegangen, dass eine Low-Cost-Lösung zum Einsatz kommen würde. Heißester Kandidat war der Cedar-Chip, der die HD-5400-Familie antreibt.

Sollte sich das bewahrheiten, darf man von diesem Chip eine Performance erwarten, die weit über der bisheriger integrierter Grafiklösungen läge. Das hängt natürlich auch davon ab, wie viele Funktionseinheiten (Shader, ROPs, etc) die Fusion mit der CPU überleben und wie deren Taktraten aussehen. Der kleinste Redwood-Chip, die Radeon HD 5550, besitzt jedenfalls 320 Shader, 8 Textureinheiten, 8 ROPs, ist DirectX-11-kompatibel und läuft mit 550 MHz. In Anbetracht dieser Spezifikationen dürfte Intels Sandy Bridge (erwartet Ende 2010/Anfang 2011) wohl ein bis zwei Klassen darunter spielen. Zum Vergleich: Die schnellste integrierte Grafikeinheit, die AMD derzeit im Angebot hat, steckt im Chipsatz 890GX, heißt Radeon 4290, besitzt 40 Shader, 4 ROPs, 4 Textureinheiten, versteht sich auf DirectX 10.1 und taktet mit 700 MHz.

In welcher der Fusion-Plattformen (Ontario oder Llano) die Redwood-Grafik zum Einsatz kommen soll, wird nicht explizit erwähnt - denkbar sind beide. Andererseits sprechen der zu erwartende Stromverbrauch sowie die Größe und der damit einhergehende Preis eigentlich für Llano. Das würde auch die gute Performance erklären, die man in der Fusion-Demo auf der Computex bestaunen konnte. Andererseits grübe sich AMD damit auch ein Stück weit das eigene Gechäft ab - denn wer kauft noch eine Low-Cost-Grafikkarte, wenn die integrierte GPU mindestens genauso schnell ist? OEMs und HTPC-Fans dürfte es aber wohl freuen. So oder so, Gewissheit werden wir wohl erst 2011 haben, wenn die ersten Fusion-APUs auf den Markt kommen.

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derwolf92 21/07/2010 19:13
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Damit hätte AMD natürlich was gerissen. Da bin ich mal gespannt was am Ende dabei rauskommt.

klomax 21/07/2010 19:40
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Ich auch.

Leider muss man dann einen neuen Sockel in Kauf nehmen. ^^

Hatebreeder 21/07/2010 19:48
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Die Llanos sind ja eh nur für den Mainstream Markt, da lohnt sich Aufrüsten sowieso nicht, da der Prozessorteil nahezu der gleiche bleibt, wie er aktuell ist.
Bei Notebooks und Netbooks komplett egal und für den Performance Bereich wirds den Bulldozer geben, der ja sehr wahrscheinlich AM3-kompatibel sein wird ;)

klomax 21/07/2010 19:53
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Yepp, Bulldozer "Zambezi" läuft auf AM3.

elendsoft 21/07/2010 20:09
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Entscheidend ist doch eher, ob diese GPU eigenen Grafispeicher hat oder nicht. Wenn sie sich mit der CPU den normalen RAM teilen muß, stehen sich beide ständig gegenseitig im Weg. Dann wird eine extra Grafikkarte immer schneller sein und wohl nicht so schnell aussterben.

anonymous 21/07/2010 20:19
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Schade, ich hatte gehofft, das es nicht wieder CPU und GPU im Prozessor gibt sondern wirklich eine APU die beides kann...

borizb 21/07/2010 21:25
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Zitat :Mit AMDs Fusion-APU könnte sich das ändern, denn dieselbe GPU wie die Radeon HD 5500/5600 enthalten."

Für mich privat macht der Satz keinen Sinn. Wie wärs damit:
"Mit AMDs Fusion-APU könnte sich das ändern, denn in dieser ist dieselbe GPU wie in der Radeon HD 5500/5600 enthalten."
oder
"Mit AMDs Fusion-APU könnte sich das ändern, denn sie enthält dieselbe GPU wie die Radeon HD 5500/5600."

Techniker Freak 21/07/2010 21:48
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@elendsoft
Ja die beiden werden sich den RAM teilen allerdings dürfte das keine Bandbreiten Probleme verursachen und der HT Link ist schnell genug.
Vielleicht wird es auch für die APU Mainboards, Modelle mit Sideport Memory geben, dann passt das auch mit der Geschwindigkeit.
Selbst wenn nicht, die paar Prozentpunkte spielen wohl keine große Rolle, wer wirklich ernsthaft zocken will sollte dann sowieso eine größere Grafikkarte und einen anderen Prozessor zulegen.

@besserwisser
Es wird ja am Ende ein Chip sein, nicht wie bei Intel wo der Grafikkern seperat zu finden ist. Das es am Ende auf zwei Chips basiert liegt ganz einfach daran das die CPU den X86 Befehlssatz mitbringt und der funktioniert nicht mit den Shadern einer GPU.
Es ist aber das Ziel von AMD das sich die CPU und die GPU die Arbeit teilen und das bei jeder Anwendung und nicht nur beim Videoschnitt und anderen wenigen Anwendungen.

DrCoqring 22/07/2010 08:32
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Also soll der Grafik Chip genau so schnell sein soll wie die gleichnamige externe Grafik? Wieso sind die Externen immer noch so Groß. Weil sie billiger hergestellt werden? Dann musste die APU aber teuer werden.Wie sieht es dann mit der Wärmeentwicklung aus und minimum Ram bedarf?
Mhhh wieder viel zu viel Fragen! :-)
An für sich finde ich die lösung mit integrierter Grafik nicht schlecht!

klomax 22/07/2010 08:49
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Also, eine Radeon 5550 ist schon wesentlich besser als eine 4200 oder 4250.

Falls es ihnen gelänge (ohne größere Nachteile gegenüber der diskreten Grafikkarte-Lösung) , könnte man auf den für IGPs üblichen Game-Auflösungen (1024x768, 1280x1024, 1366x768) spielbare Frameraten bei vollem Detail hinkriegen.

Das lockt keinen Enthusiasten vor'm Ofen hervor...zugegeben. ;)

modena 22/07/2010 10:30
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Auf der AMD Präsentation wurde ein Ontario, also die Ultrathin Notebook/Netbook APU benutzt.

Dass die GPU's auf separaten Grafikkarten grösser ist, liegt ganz einfach am Fertigungsprozess. Dieser ist beim Redwood bei 40NM angekommen. Wenn man denselben Chip auf 32 oder gar 28NM shrinkt, ist er nicht nur viel sparsamer, er benötigt auch weniger Chipfläche.

Und das sieht nach 32NM aus:
http://www.computerbase.de/forum/s [...] p?t=727021

LG



djm193 22/07/2010 10:43
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-0+

Zitat :Andererseits grübe sich AMD damit auch ein Stück weit das eigene Gechäft ab - denn wer kauft noch eine Low-Cost-Grafikkarte, wenn die integrierte GPU mindestens genauso schnell ist?


mhhh

- Intel besitzer für ihren teilweise bürorechner
- Bulldozer besitzer die nicht spielen
- also alle, alle die keinen liano kaufen

checkmate 22/07/2010 10:47
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-also kaum jemand...

Deathdrep 22/07/2010 12:06
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-0+

@checkmate
die Ironie-Tags vergessen?

@Topic
find ich mal richtig schick die dinger, wenn das dann auch nicht viel kostet wäre das Ding echt Ideal für einen HTPC auf dem man noch ein paar alte Titel daddeln kann.
btw. glaube ich nicht das sich AMD das Geschäft abgraben wird, denn für Fusion braucht man ein entsprechendes MoBo sowie die CPU dazu ... bei neuanschaffungen im Low-Cost-Bereich, wo man den kompletten PC ersetzt, seh ich jetzt keinen sonderlichen Wandel ... da wurden schon immer PCs mit IGP genommen, ausser in den seltenen Fällen wo man mehrere Monitore anstecken musste/wollte.
Für alle anderen Low-Cost-Karten-Käufer, die nur teile vom PC ersetzen wollen rentiert Fusion wohl nicht, da eine Einbau-Graka wohl günstiger sein wird ... es sei denn es MUSS MoBo und CPU ersetzt werden ... da bietet Fusion sich dann natürlich an ...

greez

elendsoft 22/07/2010 18:42
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--1+

@Techniker Freak: Daß es bei shared memory keine Bandbreiten-Probleme gibt wird immer wieder behauptet, aber Keiner macht sich die Mühe das mal nachzurechnen.
Bei einer Auflösung von 1024 x 768 (und das ist heutzutage schon wenig) und einer Bildfrequenz von 100Hz sind das immerhin satte 300MB pro Sekunde. Guter RAM bringt es heutzutage auf einen Netto-Takt von rund 100MHz, das ist nicht mehr als vor 10 Jahren. Bei einer Busbreite von 64 Bit = 8 Byte wären das 800MB pro Sekunde. Allerdings ist kaum anzunehmen, daß bei einem Billigrechner schneller RAM eingebaut wird. Üblich ist deutlich langsamerer RAM, und dann braucht die GPU schon rund 50% oder mehr der Bandbreite.
Das heißt, die CPU ist etwa die halbe Zeit inaktiv, selbst dann wenn gar keine Grafik ausgegeben wird! Also egal wie schnell die GPU ist, gegen eine richtige Grafikkarte immer eine arge Systembremse.
Die Idee mit dem Sideport-Memory läßt sich hier auch nicht anwenden: Das ist RAM, der an die GPU über einen eigenen Bus angeschlossen wird. Solange die GPU als etxtra Chip auf dem Board sitzt kein Problem, aber sobald sie mit der CPU in einem Chip sitzt, gibt es keinen extra Bus dafür. Zumindest bei den existierenden Sockeln.
Sinnvoller wäre es wohl, die 3D-Grafik ganz wegzulassen und dafür Grafik-RAM mit in den Chip zu packen. Für Office-Anwendungen oder zum Videos ansehen (und das ist wohl die Zielgruppe) reicht 2D-Grafik.

Techniker Freak 22/07/2010 21:10
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-1+

Bei

Zitat : einer Auflösung von 1024 x 768 (und das ist heutzutage schon wenig) und einer Bildfrequenz von 100Hz sind das immerhin satte 300MB pro Sekunde.
Der HT Link ist in Version 3.1 einen Gesamtdurchsatz von 51,2GB/s spezifiziert, da geht auch 1GB/s locker durch.
Zitat :Guter RAM bringt es heutzutage auf einen Netto-Takt von rund 100MHz
Das trifft dann nur noch auf den DDR3-800 zu (langsamer wird es nicht), der wird aber kaum verbaut, eher wird DDR3-1066/1333 verbaut und der taktet bereits mit 133/166MHz. Maximal wird DDR3-1866 unterstützt, der ist dann nochmal eine ganze Ecke schneller. In Billigsystemen wird man sowieso keine APU finden, dafür werden sie zu teuer sein.
Zitat :Zumindest bei den existierenden Sockeln.

Das hast du toll erkannt, allerdings wird die Desktop Variante des Fusion in dem Sockel FM1 stecken und den gibt es noch nicht und über die Mainboards dazu ist ebenfalls noch nichts bekannt. Ich habe lediglich die Vermutung angestellt das es vielleicht möglich ist das für die Grafikeinheit eigener Speicher zur Verfügung stehen kann.
Zitat :Sinnvoller wäre es wohl, die 3D-Grafik ganz wegzulassen und dafür Grafik-RAM mit in den Chip zu packen.

Beides nicht möglich, man könnte höchstens die Leistungsfähigkeit des Grafikchips soweit verringern das es keinen Sinn mehr macht damit Spiele zu spielen und zum anderen, wie zum Geier sollen die denn mindestens 64MB Grafikspeicher in einer CPU unterbringen.
Zitat :Für Office-Anwendungen oder zum Videos ansehen (und das ist wohl die Zielgruppe) reicht 2D-Grafik.

Das siehst du falsch, in Zukunft werden Grafikkarten noch viel stärker genutzt werden wie bisher. Das liegt an ihrer Architektur, die extrem viele Berechnungen in einer hohen Geschwindigkeit ermöglicht. Nicht ohne Grund stecken in einem der schnellsten Supercomputer der Welt mehr GPU's als CPU's.

shadowzed 23/07/2010 21:25
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-0+

der unterschied liegt bestimmt im preis!
das geschäft mit Low-Cost-GRAKA versauen die sich net

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