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ARM: Cortex A15-CPUs kommen Ende 2012

Von - Quelle: Tom's Guide US

Die neuen Prozessoren sollen bis zu 2,5 GHz schnell werden und dazu beitragen, dass sich die Leistungsfähigkeit von Smartphones und Tablets der eines Desktops weiter annähert

Ursprünglich war der ARM Cortex A15 schon für diesen September angekündigt. Nun James Bruce, Manager der Mobilfunksparte bei ARM Holdings verlauten lassen, dass die neuen Prozessoren Ende 2012, Anfang 2013 erwartet werden. Die A15-Chips sollen eine Taktgeschwindigkeit von bis zu 2,5 GHz erreichen und in einigen Konfigurationen 16 Kerne integrieren.

Allerdings wird die neuste Generation der ARM-CPUs zunächst vorrangig in Form von Dualcore-Varianten auf den Markt kommen, später werden diesen nach Aussage von Bruce auch Vierkern-Prozessoren folgen. Während die meisten aktuellen Smartphones und Tablets noch den Cortex A9 verwenden,  haben wichtige Partner wie Nvidia und Texas Instruments die Cortex-A15-Architektur bereits für ihre kommenden Plattformen lizensiert. Nvidia möchte auf dieser Basis sogar leistungsstarke Chips für Server und Desktop-PCs entwickeln, die Windows 8 als Betriebssystem nutzen.

Gleichzeitig weist Bruce darauf hin, dass Smartphones immer mehr den PC als das wichtigste IT-Gerät im Haushalt ablösen: Mehr und mehr wird eine HDMI-Schnittstelle bei diesen mobilen Device zum Standard, sodass auch externe Displays angeschlossen werden können. Tastaturen und Mäuse können per Bluetooth mit dem Gerät verbunden werden und ermöglichen somit ein Arbeiten, das sich kaum noch von dem an einem Desktop-Rechner unterscheiden lässt. Als ein deutliches Beispiel hierfür sieht der ARM-Manager Motorolas Atrix 4G, das in ein Notebook-Gehäuse eingeschoben werden kann und dort die Leistung eines Netbooks bereitstellt.

Auch die Ankündigung Intels, den Atom-Prozessor auf eine Strukturbreite von 22 nm zu verkleinern und so den Energievorteil der ARM-Prozessoren aufzuheben, kommentiert Bruce: Qualcomm und andere Hersteller hätten bereits angekündigt ihre Chips in einer Breite von 28 nm herzustellen; dies sollte seiner Ansicht nach reichen, um den Effizienz-Vorteil der ARM-Architektur weiterhin aufrecht zu erhalten.