HP entwickelt Server mit Calxeda-ARM-Prozessor

Leitungsstarke Systeme mit ARM-Prozessoren beflügeln schon seit einer ganzen Weile die Fantasien zahlreicher Chiphersteller, die damit liebäugeln, ihren Chips weitere Märkte zu erschließen.

Nun plant offenbar HP Server in sein Angebot aufnehmen zu wollen, die mit einem ARM-Prozessor des Herstellers Calxeda (was sich in etwa Cal-zay-dah ausspricht), einem Tochterunternehmen von ARM, ausgestattet sind. Sollte sich diese Gerüchte bestätigen, dann stände auf dem Servermarkt unmittelbar ein Umschwung bevor, der langfristig auch Intel Marktanteile kosten könnte.

Schon länger heizen die Hersteller der ARM-SoCs die Gerüchte rund um die Leistungsfähigkeit seiner Chips selbst an. So sieht Texas Instruments seinen OMAP 5 auch in leistungsstärkeren Notebooks, und Nvidia hat schon vor längerer Zeit sein Denver-Projekt angekündigt, dessen Ergebnis ebenfalls leistungsstarke Server-Prozessoren sein sollen.

Sollte HP nun tatsächlich einen ersten Server auf Basis einer ARM-Architektur auf den Markt bringen, käme dies einer Art Ritterschlag gleich. Die ARM-CHips würden zwar den x86-Prozessor nicht verdrängen, allerdings gibt es durchaus Anwendungen, wie die Clouds, die nur wenige Ressourcen beanspruchen, sich der geringere Energieverbrauch aber im Portmonnaie des Betreibers eines entsprechenden Rechenzentrums bemerkbar machen würde.

Bisher hat sich noch keiner der sich im Gespräch befindlichen Akteure zu den Gerüchten geäußert, allerdings hat Calxeda am 1. November zu einer großen Pressekonferenz geladen. Und auch ARM hat in der Vergangenheit immer wieder postuliert, dass der Einzug der Architektur auf Server unmittelbar bevorsteht.

Erstelle einen neuen Thread im News-Forum über dieses Thema
Dieser Thread ist für Kommentare geschlossen
Noch keine Kommentare
Im Forum kommentieren
    Dein Kommentar