Notebooks und Netbooks wachsen immer dichter zusammen. Wie schon Acer bei seinem Ferrari One 200 kombiniert ASUS beim Eee PC 1201T einen etwas größeren Formfaktor mit einem AMD-Innenleben, das oberhalb der Atom-Riege rangiert, zu einem Gerät zwischen Netbook und Subnotebook. Für die erste Kategorie ist es zu groß, für die zweite eigentlich zu billig und wiederum nicht ganz leistungsfähig genug.
Dieser EeePC wirkt in vielen Dingen gleichzeitig schick und billig. ASUS verpackt AMDs Congo-Plattform in einem Seashell-Gehäuse aus hochglänzendem schwarzen Kunststoff. Schick sieht das Paket dann zwar aus, ist aber auch überaus anfällig für Fingerabdrücke. Möglicherweise fällt das beim weißen Modell nicht so stark auf. Beim schwarzen Testgerät waren sie aber nicht zu übersehen. Gerade auf der Handballenauflage kommt es zu einer Ansammlung diverser Muster von Fingern und Händen. Der Nebeneffekt des Hochglanzgehäuses ist, dass es auch wirklich alles reflektiert. Selbst die Handballenauflage zeigt sehr klare Spiegelungen - wenn sie nicht gerade verschmiert ist, versteht sich.
Das Plastik-Design ist auch in anderer Hinsicht ein großer Schwachpunkt, denn offenbar hat ASUS an verstärkendem Unterbau gespart. Auf der Haben-Seite steht, dass das Gehäuse nicht knarzt oder klappert und mit Batterie nur 1448 Gramm wiegt (1798 g mit Netzteil und Kabeln). Leider fällt das Hochglanzplastik so dünn aus, dass es sich an vielen Stellen durchdrücken oder biegen lässt. Der Deckel lässt sich willig in alle Richtungen winden und erzeugt dabei auf dem Display Spannungsmuster. Die Handballenauflage gibt ebenfalls nach, was gleichzeitig einen eher amüsanten Nebeneffekt mit sich bringt: Die eigene Spiegelung verzerrt sich wie im Haus der Spiegel auf dem Jahrmarkt. Das Trackpad braucht auch mehr Unterstützung. Selbst normales Tippen zieht die umliegenden Tasten mit sich nach unten. Nimmt man alles zusammen, wirkt das einfach nur: billig.
Zugegeben, Tastaturen sind ein sehr subjektives Sujet. Die Eee-PC-Tastatur dürfte aber wohl nur bei wenigen ungeteilte Zustimmung finden. Fangen wir mit dem Positiven an: Die Tasten sind angenehm groß und lassen sich dank der Zwischenräume gut treffen. Bis auf die rechte Kante folgt das Layout auch dem Desktop-Standard, doch selbst die rechte Leiste mit den Bildlauftasten provoziert nur selten ungewollte Aktionen beim Blind-Tippen. Nur passabel ist jedoch das Tippgefühl insgesamt: Wie erwähnt zieht der Tastendruck das umliegende Plastik mit nach unten. Die Tastatur hat zwar einen kurzen Hub, doch ist der Anschlag schwammig. Man bekommt man eher das Gefühl, an einem Taschenrechner zu schreiben. Das Keyboard tackert und klickert auch hörbar. Wie erwähnt ist der Gesamteindruck ein rein subjektiver, und all das mag den einen mehr stören als die andere. Wie oft gilt hier die Empfehlung: Wenn möglich, selbst ausprobieren!
Das Trackpad schneidet besser ab, ist aber auf seine eigene Art gewöhnungsbedürftig: Es hat eine genoppte Oberfläche. Gut ist das, weil man so genau weiß, wann man den Trackbereich verlässt. Schlecht ist es für die Haptik – erneut fühlt es sich wie eine eher billige Lösung an. Auch wird die Haptik nicht jedem gefallen. Eine weniger starke Noppung wäre besser gewesen. Die Trackpadwippe, die anstelle der einzelnen Tasten zum Einsatz kommt, funktioniert gut und besitzt einen sehr angenehmen Widerstand. Nur das akustische Feedback fällt beim Auslösen eher dumpf aus. Das Synaptics-Trackpad ist Multi-Touch fähig und beherrscht damit Drehen und Zoomen mit zwei Fingern. Unerwartet aber durchaus praktisch ist die Standardeinstellung fürs Scrollen: Das tut man nicht wie in vielen Fällen am Trackpadrand mit einem Finger, sondern mit zwei Fingern durch eine Wischbewegung in die gewünschte Richtung. Hat man das erst einmal herausgefunden, arbeitet es sich damit sehr gut.

Und das ganze noch in einer Mangelhaften Hülle..Nene aber irgendwo muss ja der Preis von 379 Euro herkommen, sei es eben, dass extrem billiges Plastik verbaut wird.
Ich warte nur noch auf ein Gerät mit ähnlicher Plattform aber von Samsung. Ich denke, dass die in der Lage sind was Gescheites zu entwickeln.
Ansonsten netter Test, aber das Ergebnis fällt eben eher mager aus. Ich hätte mich wirklich über ein brauchbares Gerät gefreut =/
Ich würde euch ja meins geben, aber das behalte ich doch lieber.
Ansonsten wäre auch ein Test zum Lenovo x100e (das mit Dual-Core AMD Neo) interessant, da das wesentlich robuster gefertigt ist und ein mattes Display hat.
Aber das spielt auch in der Liga der Business-Notebooks.
Was du für einen Stuss laberst.... Wenn die Helligkeit stimmt dann ist ein Glossy Display kein Problem. Und 200 cd is wohl genug Helligkeit.
http://www.amazon.de/1201n-Netbook-1-6GHz-Nvidia-silber/dp/B0030DGZO4/ref=sr_1_3?ie=UTF8&s=ce-de&qid=1271429017&sr=8-3
Hauptsache der BWLer hat sich wieder gegen den Vernünftigen durchgesetzt, das Finish hat den Charme eines rumänischen Billigautos. BlingBling statt angenehmer Haptik.
Der Vorteil von dem hier ist aber, dass es einen etwas stärkeren Prozessor als das n-Modell hat.
Ausserdem hat es laut Notebookcheck auch eine etwas längere Akkulaufzeit als das n-Modell und wird nicht ganz so warm.
http://www.notebookcheck.com/Test-Asus-Eee-PC-1201N-Ion-Notebook.24361.0.html
http://www.notebookcheck.net/Review-Asus-Eee-PC-1201T-Netbook.29308.0.html