ASUS will Preise für Netbooks weiter reduzieren
Preisbewusste Technik-Käufer können hoffen, ASUS möchte neue Netbooks auf den Markt bringen, die die bisherige Preisgrenze deutlich nach unten verschieben
Der Erfolg der Produktkategorie der Netbooks geht maßgeblich auf ASUS zurück. Anfang 2008 erschien der Eee PC 700 in Deutschland, mobile Computer für Jedermann zugänglich machte. Seither hat sich in dieser Geräteklasse aus technischer Sicht viel getan - anfänglich wurde ein noch nicht mal 600 MHz schneller Prozessor verbaut. Auch das Display mit einer 7"-Diagonale setzte der Freude schnell Grenzen. Dafür bestach seit jeher der Preis.
Dennoch drohen derzeit andere Geräte den handlichen und preiswerten Begleitern das Wasser abzugraben. Bei Tablet-PCs ist in den Augen vieler der "Haben-wollen"-Faktor extrem hoch und die Preise bröckeln derzeit an allen Fronten. Selbst Apples iPad ist mittlerweile schon für 379 € zu haben. Bei ASUS will man die schlichten Notebooks dennoch nicht abschreiben und scheint nun deren Attraktivität einmal mehr über den Preis steigern zu wollen. Der Konzern arbeitet an Geräten, die für weniger als 200 bis 250 Dollar erhältlich sein sollen.
Möglich werden soll dies durch den Verzicht auf Windows 7 als Betriebssystem. Stattdessen will man auf ein Google-System zurückgreifen. Dabei scheint sich der Hersteller jedoch noch nicht schlüssig zu sein: Neben Android 3.0 steht wohl auch Chrome OS zur Debatte. Interessant ist, dass dieses Gerücht im gleichen Moment auftaucht, wie die Spekulationen, dass sich Intel verstärkt auf den Märkten für die Betriebssysteme von Google engagieren will und dazu scheinbar sogar schon Vereinbarungen mit namhaften Zulieferern getroffen hat. Sollten sich die beiden Gerüchte nicht vollends als heiße Luft erweisen, dann läge die Vermutung nahe, dass Intel auch großen Produzenten zusammenarbeitet.
Auf Dauer könnte sich auf diese Weise ein Google-OS neben Apples MacOS, Microsofts Windows und Linux bei Computern etablieren, bei denen die Hersteller auf x86-Prozessorarchitekturen setzen. Dies muss nicht auf Netbooks begrenzt bleiben. Gerade einfachere PCs, die in erster Linie zu Unterhaltungszwecken genutzt werden, benötigen kaum noch ein umfangreiches Betriebssystem.
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