ATI Radeon HD 2900 XT: R600-Motor startet, was passiert?
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einfache und doppelte Packung: R600 als Single und Crossfire
- 2. Verbesserte Catalyst-Oberfläche
- 3. Erste Testkarte von HIS
- 4. Technik Radeon 2000er-Serie
- 5. Mehr Kantenglättung
- 6. Anschlüsse
- 7. Zweite Testkarte von Power Color ermöglicht Crossfire
- 8. Lüfter und Geräuschpegel
- 9. Leistungsaufnahme
- 10. Die Grafikchips im Vergleich
- 11. Benchmarks - Battlefield 2142
- 12. Benchmarks - Dark Messiah of Might and Magic
- 13. Benchmarks - Doom 3
- 14. Benchmarks - Microsoft Flight Simulator X
- 15. Benchmarks - Oblivion: The Elder Scrolls 4
- 16. Benchmarks - Prey
- 17. Benchmarks - Warhammer Mark of Chaos v1.6
- 18. Benchmarks - 3DMark06
- 19. Benchmarks - 3DMark06, Fortsetzung
- 20. Benchmarks - Kumulierte Framerate

Bei AMD/ATI ist der R600 eine große Nummer. Ab jetzt laufen alle neuen Grafikkarten unter dem Namen Radeon HD 2000, das derzeitige Spitzenmodell ist die HD 2900 XT. Als Low-cost-Varianten folgen die HD 2400 und in der Mittelklasse die HD 2600. THG vergleicht den neuen Spitzen-Grafikchip mit sämtlichen Karten aus dem eigenen Hause und dem Konkurrenten Nvidia. Als Bonus bieten wir die Benchmarks von zwei R600-Grafikkarten im Crossfire-Modus an. Doch nicht in allen Kategorien kann der neue Chip punkten. Wir besorgten uns gleich zwei Radeon HD 2900 XT / R600 von HIS und PowerColor. Der Leser hat schließlich großes Interesse an Dual-Grafik und den Testergebnissen in der Crossfire-Konfiguration.
Pünktlich zum Verkaufsstart eines neuen Grafikchips feiert ATI wieder eine Treiberorgie. Beim HD 2900 XT ist es diesmal extrem. Auf der offiziellen Homepage ist kein Treiber zu finden, der den HD 2900 XT unterstützt. Der wird erst nach dem offiziellen Launch-Termin erscheinen. Die Retail-Karte von HIS kommt mit einer Treiber-CD, auf der die Version 8.361 gepresst ist. Vom ATI Presse-Server kann sich der Tester die Version 8.3740 ziehen. Zwei Werktage vor dem NDA, das ist der offizielle Termin, ab dem die Presse über das Produkt (HD 2900 XT) berichten darf, kommt ein Update auf Version 8.3742. Einen Werktag vor dem NDA kommt eine weitere Pre-Alpha-Version, die Kantenglättung mit 12fach und 24fach frei schaltet. Die bisherigen Treiber sind in diesem Bereich noch unvollständig und ATI will mit diesem Update zeigen, das daran gearbeitet wird.
THG hat mit den drei verfügbaren Grafiktreibern einen vollen Test durchgezogen. Die Ergebnisse (DirectX 9, Win XP) sind mehr als interessant:
| Treiberversionen und 3D-Leistung | Version | Performance gesamt |
|---|---|---|
| HIS Treiber-CD | 8.361 | 1668.5 fps |
| Presse-Treiber | 8.3740 | 1767.1 fps |
| Presse-Treiber Update | 8.3742 | 1752.1 fps |
Der mitgelieferte Retail-Treiber ist die schlechteste Wahl unter XP. Die Gesamtleistung liegt nur 45 fps über dem Ergebnis eines Radeon X1950 XTX. Eine offizielle Alternative von der ATI-Homepage hat der Käufer zum Testzeitpunkt nicht. Mit dem Presse-Treiber ist die Leistung akzeptabel, fast 100 fps Steigerung bringt die höhere Treiberversion. Mit dem Presse-Update auf Version 8.3742 verliert der HD 2900 XT wieder etwas Leistung. Der Verlust ist nur gering und hauptsächlich in Battlefield 2142 und Oblivion zu messen.
Viele ATI-Fans warten schon sehr lange auf die neue Radeon-Reihe und wären überrascht, dass ATI zu diesem Zeitpunkt immer noch Treiber tunt und Fehler ausmerzt. Auf die Treiber-CDs der ersten Retail-Karten können diese Änderungen ja nicht mehr kommen. Die Update-Arie mit den Presse-Treibern, die Grundlage für alle Benchmark-Tests ist, bekommt der Käufer nicht mit. Er installiert die mitgelieferte CD-Version und wartet brav, bis der aktuelle Catalyst-Treiber auf der Homepage erscheint. Somit bleiben die verschiedenen Presse-Versionen und Pre-Alphas Beschäftigungstherapie fürs Testlabor.
Um einiges umfangreicher sind die Treiber, die HIS auf die CD packt. Die Retail-Karte enthält alle nötigen Treiber und Zusatzprogramme, die man für die Catalyst-Oberfläche (.Net 2.0), HDMI (Audio Driver) oder Multi-Bildschirmbetrieb (Hydravision) braucht.
Treiberinstallation HIS mit Zusatzprogrammen wie .Net 2.0 oder Hydravision.
Treiberinstallation ATI mit Grundfunktionen.
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