Nachschub für OpenGL-Grafik: ATi FireGL X2-256t und NVIDIA Quadro FX 1100

Schön waren die Zeiten, als man sich mit Business-PCs noch dumm und dämlich verdienen konnte. Vor 10 Jahren durfte eine leistungsfähige Grafik-Workstation 30 Mal so viel wie ein klassischer PC kosten. Ein Chef durfte entscheiden, ob er seinen Mitarbeiter einen solchen Computer zugestehen sollte, oder sich selbst einen Luxuswagen. Um die Jahrtausendwende bezahlten Kunden immerhin noch das Fünffache. Heute - nach dem Verschwinden von Compaq und Co. - haben Vertriebsleute Probleme, den doppelten Preis zu rechtfertigen. Viele Käufer sind gerade einmal bereit, ein Premium von 50 Prozent zu dulden - natürlich bei exzellenten Service, versteht sich.

Die Sättigung des Marktes ist auch bei den Grafikkartenherstellern angekommen. Ob Mainstream- oder Profisegment, die Crème de la crème einer Produktentwicklung kauft gerade einmal 1 Prozent der Käuferschicht. Im Falle von OpenGL sind beispielsweise der Automobilsektor und Special-Effects-Filmeproduzenten die treibende Kraft. Die Masse will den Durchschnitt, schließlich reicht dieser im Vergleich zu früher für die meisten Anwendungsgebiete aus. Heutzutage kann sich ein Konstrukteur schon ein Notebook mit OpenGL-tauglichen Grafikchips kaufen - und das mit zufrieden stellender Arbeitsperformance.

Verwunderlich ist es deshalb nicht, dass die beiden Grafikspezialisten ATi und NVIDIA zur diesjährigen CeBIT keine Innovationen für den OpenGL-Bereich herausbringen. Wir testen in diesem Vergleich die FireGL X2-256t von ATi gegen die NVIDIA Quadro FX 1100 und stellen den Zusammenhang zu den Vorgängern X2-256 (ohne "t") und der FX 1000 her. Als Testplattform dient diesmal die HP Workstation xw4100 , die wir ebenfalls ausführlich vorstellen.

Erstelle einen neuen Thread im Artikel-Forum über dieses Thema
Dieser Thread ist für Kommentare geschlossen
Noch keine Kommentare
Im Forum kommentieren
    Dein Kommentar