Intel hat schon in der Vergangenheit so manches Unternehmen gekauft, das aus Sicht des Prozessorgiganten das eigene Portfolio gut ergänzen würde. Dieses Mal verleibt man sich mit Antivirenfirma McAfee allerdings ein wahres Schwergewicht ein.
Wie der heise Newsticker berichtet, will Intel pro McAfee-Aktie 48 Dollar bezahlen, was insgesamt eine Kaufsumme von etwa 7,7 Milliarden US-Dollar bedeutet. Die Verwaltungsräte der beiden Firmen haben der Akquisition bereits zugestimmt, nun fehlt noch der Segen der Aktionäre und der Wettbewerbs-Aufsicht.
Durch den Zukauf möchte Intel seinen Kunden einen besseren Schutz bieten, der auf einer Kombination von Hardware und Software fußt. Dies sei gerade vor dem Hintergrund der zunehmenden Vernetzung diverser Geräte wichtig. Wie die Kollegen von heise kommentieren, sei eine Verbesserung des Schutzes löblich und eine Optimierung des Zusammenspiels von Hard- und Software sicherlich ein guter Ansatz, um die Effizienz von Systemen zu erhöhen. Immerhin gelten Antiviren- und Sicherheits-Software als besonders Ressourcenhungrig.
Die Kehrseite der Medaille könnte bei zu starker Optimierung auf Intel-CPUs natürlich wieder ein wettbewerbsverzerrender Effekt sein. Beispielsweise könnte Intel dafür sorgen, das zukünftige Versionen auf Intel CPUs mit bestimmten Befehlssätzen, die AMD nicht einsetzt, schneller laufen. Man denke da nur an die divergierenden Ansätze von Intel und AMD bei SSE4 oder das kommende AVX bei Intel. Insofern wird es interessant sein zu beobachten, wie sich die entsprechenden Prüfstellen verhalten und welche Auflagen Intel eventuell wird erfüllen müssen.

einer mit breiter Durchsetzung im Consumer Markt.
Von daher sehe ich da wenig Probleme.
Wenn McAfee Sicherheitssoftware unrund laeuft bei Leuten
mit NichtIntelprozessoren, dann werden die ihr Geld woanders
ausgeben.
Wohingegen Leute mit unterstuetztem Intel Prozessor eventuell
in der gluecklichen Lage sind, top optimierte und stabile
Software zu verwenden.
Was irgendwie heute nicht mehr so richtig Standard ist.
Ob Intel dann eine bessere schlechtere Performance pro McAfee haben wird und andere Tools dann weniger stabil/schnell laufen, sollte man abwarten, eventuell auch wie diese Zusammenarbeit aufgestellt wird.
Diese dämliche Blokadepolitk für Innovationen von manchen ist schon sehr komisch. Sollen wir wieder zurück zum Befehlssatz eines 8086, oder was?
Oder wirst Du dann ganz einfach die vielfache Zeit aufwenden um das selbe Programm in mehreren Versionen zu entwickeln, optimieren und testen?
Natuerlich fuer den selben Preis.
Tolle Sache im Experimentalbereich, sicher. Wenn sich Studenten hinsetzen und Zeit zu Lernzwecken in solche Projekte investieren.
Ebenfalls gut um aus der teueren Serverhardware das Maximum herauszukitzeln. Dort wird es auch entsprechend verguetet und gepflegt.
Aber fuer den breiten Consumermarkt dann bitte doch etwas konservativer.
Der normale Kunde moechte das Programm einmal installieren und dann soll es weitgehend von alleine laufen.
Am besten verklagt BMW demnächst Porsche weil das Porsche-Motorsteuergerät im BMW nicht funktioniert oder was?
Fakt ist zum einen, dass alleine ueber das Vorgaukeln einer Intel CPUID Programme 50%+ Mehrleistung in mit Intelcompilern erstellten Programmen
erzielen koennen.
Fakt ist ebenso, dass bei Verwendung eines Befehlssatzes, den die CPU nicht kennt, eine Exception ausgeloest wird. Dann liegt es allein an den Programmierern ob eine entsprechende Emulation in Software beigefuegt wird oder das Programm schlichtweg nicht laeuft.
Und dass die Software auf Prozessoren aller Hersteller ein 100% gleiches Ergebniss liefert ist schlichter Unfug. Das passiert nicht einmal bei Prozessoren des gleichen Herstellers. Sehr zu empfehlen waere da zum Beispiel mal Reinlesen in selbstmodfizierenden Code auf der x86 Plattform.
Dort sind unterschiedliche Ergebnisse fuer unterschiedliche Prozessoren sogar garantiert, egal welcher Hersteller. (Stichworte Queue, Sprungvorhersage).
Weiterhin ist noch die unterschiedliche Implementation von erweiterten Befehlssaetzen bei AMD und Intel hinzuweisen.
Ein Antivirenhersteller kann nur so gut sein wie seine Virensammlung
und seine Analysten.
Und dort hatte McAfee von Anfang an leichte Schwierigkeiten.
Da waren Viren trotz einfachstem Aufbau als nicht entfernbar gekennzeichnet oder es wurden nur bestimmte Versionen oder nur in bestimmten Dateitypen gefunden. Zum Teil ziemlich fragwuerdig.