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Aakash: Das Billligst-Tablet aus Indien

von - quelle: Tom's Hardware DE

Indiens Bildungsminister präsentierte im Rahmen einer Bildungsoffensive seiner Regierung ein Android-Tablet, das umgerechnet 37 Euro kostet. Die Markteinführung einer kommerziellen Variante unter dem Namen UbiSlate ist für 45 Euro geplant.

Kapil Sibal zeigt das Aakash Tablet (Quelle: India Today)

Aktuellen Zahlen zufolge kann in Indien mehr als ein ein Viertel der Bevölkerung weder lesen noch schreiben. Da die Regierung des Landes diesen Zustand für nicht länger tragbar hält, hat sie diverse Programme ins Leben gerufen. Laut einem Bericht von The Indian Times präsentierte der indische Bildungsminister Kapil Sibal im Rahmen einer Bildungsoffensive seiner Regierung nun ein Tablet, das ab Dezember auf dem dortigen Markt erhältlich sein soll. Das Besondere an dem von der britischen Firma Datawind entwickelten und in Indien gefertigten Tablets ist der Preis: Umgerechnet 37 Euro (1750 Rupien) bezahlt die indische Regierung für das Gerät mit dem sieben Zoll großen Touchscreen und ermöglicht den Schülern und Studenten des Landes durch eine nochmalige Subventionierung den Erwerb für rund 26 Euro.

Laut dem Bericht werde die indische Regierung zunächst 100.000 Geräte erwerben und landesweit gratis an Schulen und andere Bildungseinrichtungen verteilen lassen. Geplant sei der zukünftige Einsatz von zehn Millionen Geräten, die auf den Namen "Aakash" hören. Aakash bedeutet Himmel, und als ein Geschenk des Himmels wird wohl nicht nur in Indien das Preis-Leistungsverhältnis angesehen werden. Das 350 Gramm wiegende Tablet verfügt über ein Touchscreen mit 800x480 Bildpunkten und wird unter dem mobilen Betriebssystem Android 2.2 laufen. Es ist mit WLAN, zwei USB-Ports, 256 Megabyte Arbeitsspeicher und zwei Gigabyte internem Speicher ausgerüstet, der bei Bedarf mittels einer Micro-SD-Karte auf bis zu 32 Gigabyte erweitert werden kann. Die Akkuleistung soll für eine Laufzeit von 180 Minuten ausreichen.

Aber auch Hierzulande dürfen sich die Menschen auf eine Vermarktung einer kommerziellen Variante des Tablets den Angaben zufolge freuen. Zwar wird sie wohl unter dem Namen UbiSlate zu finden sein, dürfte aber für ca. 45 Euro die Herzen so manch eines potentiellen Anwenders, der zwar schon lange von einem Tablet träumt, aber nicht bereit war die noch stattlichen Preise der auf dem derzeitigen Tablet-Markt befindlichen Geräte zu zahlen, höher schlagen lassen. Ob das Gerät den von der indischen Regierung erhofften Zuspruch finden wird, bleibt abzuwarten. In der Vergangenheit hat es jedoch bei dem Vorhaben den Menschen den Zugang zum Kommunikationszeitalter voranzutreiben geklappt. Damals griffen die Menschen, die noch keinen Festnetzanschluss hatten gleich zum Mobiltelefon, warum sollten sie also den Schritt zum herkömmlichen Heim-PC nicht auch überspringen?

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Krampflacher 06/10/2011 02:24
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Den PC überspringen ... find' ich gut! Warum umständlich mit der Tastatur schreiben, wenn man ... ups!

cuthbert 06/10/2011 03:28
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Hm, die Idee hört sich nett an und wie eine konsequente Weiterentwicklung des OLPC. Allerdings frage ich mich, ob selbst die geforderten 26€ für den Großteil der Bevölkerung erreichbar sind. Ich weiß nicht, wie hoch die Durchschnittslöhne in Indien sind, aber ich denke auch diese für uns recht geringe Summe wird für Inder nicht gerade ein Schnäppchen sein, vor allem für den großen Teil der Bevölkerung, der an der Armutsgrenze oder noch darunter angehört.

Ein Projekt wie damals beim OLPC (ein Laptop gekauft in unserer Welt ist ein Laptop geschenkt an ein Kind dort zu Lande) wäre, denk ich mal, schon recht sinnvoll.

Ansonsten hören sich die Spezifikationen echt atemberaubend an für diesen Preis. Mein Motorol Defy hat auch nicht mehr Austattung und kostet hier zu Lande noch mindestens 200€. Ob die Inder den Weg über den normalen PC deswegen nun auslassen, sei auch mal dahin gestellt. Ich kann mich noch sehr gut an die Informatik-Inder Geschichte von vor einigen Jahren erinnnern.

borizb 06/10/2011 10:40
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Öhm, ich glaube, dass die stattdessen mehr Essen und medizinische Versorgung sowie Schutz vor Terror / Verbrechen brauchen. Wenn das vom Tisch ist, kann man sicherlich auch mal die Kohle raushauen - für 1/4 der Bevölkerung, die das nicht braucht oder will oder kein Internet haben bzw den Anschluss nicht zahlen können, für 1/4, die Kinder unter 10 und alte Menschen über 70 sind und für 1/4 die sich eh ein normales Tablet leisten können oder für das verbleibende Viertel die mit ihren 14 Stunden Arbeitstagen bei Puma und Nike sowieso keine Zeit oder Lust haben, das Ding zu benutzen. Und 1750 Rupien ist in Indien ein Haufen Geld, knapp das drittel des Monatslohns eines Angestellten, mit dem er auch die Familie ernähren muss. Nicht vergessen!

oXe 06/10/2011 10:49
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Da werkelt übrigens eine 366MHz Connexant CPU, falls es jemanden interessiert :)

quabbel 08/10/2011 21:06
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nene -der Preis is viel zu hoch bei der Ausstattung - und das is mein Ernst bei der Menge: krieg ich ja als einzelkonsument mit 50 eus hin n 800 mhz +400 mhz grafikeinheit zu ordern sonst exakt gleiche specs mit ner 2.3 er version.... Wenn man dann noch die Ausfallrate bedenkt....naja gut im verhandeln scheinen die Inder net zu sein. Da stecken so 90-100% Gewinn hinter.Ausserdem ist der Zeitpunkt mehr als ungünstig da in 2-3 Monaten der Tegra 2 billiger werden wird und die nächste Flut China Pads auf eben diesen mit 2-3 anderen Prozzi Varianten setzen wird.Der Standard wird in einem Viertel bis halben Jahr bei 1-1,5Ghz + 512 Ram liegen Dualcore etwas darunter (ca um die 60-100 €) 100-150 wird schon Tegra 2 sein... + 19% Zoll gebühr selbstverständlich noch für 150 krieg man im Moment schon so Sachen wie das Hapad M8... naja die großen werdens immer schwerer haben weil die "Billig-Konkurenz" nicht mehr so weit weg is aber weniger als ein Viertel kostet...

northfacejackets 14/10/2011 16:23
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