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Acer Aspire 5253: Mobiler Brazos im Vollformat

Acer Aspire 5253: Mobiler Brazos im Vollformat
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Wenn man das Innenleben eines Netbooks mit dem Chassis eines Vollformat-Notebooks der 15-Zoll-Klasse kombiniert, bekommt man im Idealfall einen ausreichend schnellen Langläufer mit großem Display. Ob die Rechnung aufgeht, klärt unser Test.

Acer Aspire 5253 mit AMDs E-350 APUAcer Aspire 5253 mit AMDs E-350 APU

Das Aspire 5253 ist auf seine Weise ein Hybrid: Äußerlich ein ganz normales 15-Zoll-Notebook des untersten Preissegments, steckt in seinem Innern eigentlich ein besserer Netbook-Kern. Acer hat hier nämlich AMDs E-350-APU verbaut, also die schnellste Ausbaustufe der mobilen Brazos-Plattform. Theoretisch hat diese Kombination durchaus ihren Charme, wenn sie die Stärken beider Geräteklassen vereinen kann, und zwar die „ausreichende“ Performance und die langen Laufzeiten eines Netbooks sowie das große Display, eine normal große Tastatur (mit Ziffernblock) und die Anschlussmöglichkeiten eines Notebooks. Insofern könnte man es auch als den großen Bruder des bereits getesteten Acer Aspire One 522 ansehen, das mit der langsameren Dual-Core-Version C-50 ausgestattet ist. Mit dem Hybridansatz ist Acer übrigens nicht allein auf dem Markt – auch Packard Bell, Asus, Lenovo und HP haben ähnliche Geräte im Angebot.

Das Aspire 5253 gibt es außer im klassischen schwarzen Design auch in einem Rot- und einem Braunton. Optisch wirkt das Gerät einfach und dezent, und auch das erste Anfassen hinterlässt einen sehr soliden Eindruck. Das Chassis knackt und knarzt beim normalen Benutzen nicht. Auch bei festerem Zupacken bleibt das Gehäuse stumm. Jedoch gibt dann die Handauflagefläche auf der rechten Seite leicht nach. Ansonsten hinterlässt das Kunststoffchassis einen sehr zufriedenstellenden Eindruck.

Wie schon beim kleinen Bruder, dem Aspire One 522, setzt Acer auch hier auf ein strukturiertes Muster. So ist der Deckel auch beim 15-Zoll-Modell mit einer matten Reliefmaserung versehen, die dem Notebook einen unauffälligen Business-Look beschert. Auf der Innenseite setzt sich diese Struktur fort. Leicht flacher sind auch die Handballenauflagen, sowie Tastaturrahmen und der Streifen oberhalb der Lautsprecher in diesem Metallblechmuster gehalten. Gut wirkt das matte Designfeature Fingerabdrücken und Fetträndern entgegen. Es sorgt außerdem für ein angenehmes Auflagegefühl beim Tippen.

Um das Display verläuft ein spiegelnder Rahmen. Negativ fällt hier auf, dass er Abdrücke aufwies. Was wir anfänglich für hartnäckige Fingerabdrücke hielten, entpuppte sich bald als Abdruck der Reliefmaserung des Tastaturrahmens. Diese konnte auch eine beherzte Behandlung mit einem Brillen-Putztuch nichts anhaben. Ein schützendes Einlegeblatt fehlte dem Acer als Zubehör – fatal. Als Käufer sollte man dringend ein solches zwischen Display und Tastatur beim Schließen des Notebooks legen!

Acer verbaut bei diesem Modell wie auch beim kleinen Bruder ein Floating Keyboard. Hier stehen die Tasten auf Säulen und „schweben“ – es entsteht der Eindruck, als ob die Tastatur mit der restlichen Innenseite auf einer Ebene liegt. Ragen die Tasten bei anderen Keyboards also über die Arbeitsfläche nach oben hinaus, sind die auf den Stelen stehenden Buchstaben damit praktisch plan.

Der Druckpunkt ist gut, doch könnte die Tastatur einen knackigeren Anschlag vertragen, denn das Tippgefühl ist etwas matschig. Das kommt vom etwas undefinierten Widerstand. Im Großen und Ganzen entsteht ein gutes Tippgefühl. Beim Layout gibt es keine Experimente, und die Tasten sind in voller Größe ausgeführt. So findet man auch blind alle Tasten gut und bleibt beim Schreiben nicht an ihnen hängen. Außerdem besitzt das Aspire 5253 einen Ziffernblock.

Das Trackpad ist wie auch die Handballenauflagefläche eher klein. Schon eine Damenhand muss sich auf der Ablage zusammenquetschen. Das kleine Trackpad funktioniert flüssig und reagiert schnell. Durch die kleinen Abmessungen kommt man jedoch häufig ungewollt auf die Scrollleisten, was das Navigieren zu einer sehr feinfühligen Angelegenheit macht. Sicher hätte man oberhalb der Tastatur, beim Lautsprecherstreifen oder dem im Vergleich zum Trackpad riesig geratenen An/Aus Knopf etwas Platz sparen können und diesen in ein etwas größeres Trackpad investieren können. Großen Händen wäre damit mehr gedient gewesen. Die Tastenwippe funktioniert ohne Probleme, die beiden Druckpunkte sind knackig, kurz und präzise.

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3 Kommentare anzeigen.
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  • Anonymous , 1. Juli 2011 12:50
    Das ist besser als ein Netbook, trotzdem nicht für Grafik oder Spiele geeignet, leider. Das Acer Aspire 5253 ist optisch top auch der Test!
  • n4pst3r , 1. Juli 2011 13:51
    Das ist GAR NICHT geeignet. Spiegelnde Displays gehören verboten. Ein Notebook will ich auch mal draußen einsetzen. Geht aber nicht, weils spiegelt und ne scheiss Helligkeit hat...
  • Anonymous , 2. Juli 2011 13:27
    Zitat :
    Das ist GAR NICHT geeignet. Spiegelnde Displays gehören verboten. Ein Notebook will ich auch mal draußen einsetzen. Geht aber nicht, weils spiegelt und ne scheiss Helligkeit hat...


    Draußen war ich leider nicht wegen schlechtem Wetter!
    Mußte dem Lappi eben eine Sonnenbrille verpassen! :sol: