Acer in Budapest: »We are still a notebook company«
Von 18. bis 20. September 2008 lud Acer auf sein jährliches Strategie-Treffen. Bei der Konferenz verriet der Hersteller, welche seiner Marken künftig für welche Marktsegmente zuständig sein wird.
Dieses Jahr suchte sich Acer als Veranstaltungsort die schöne Stadt Budapest aus, wenngleich den geschätzten über 500 Journalisten kaum Zeit blieb, sich die Sehenswürdigkeiten wirklich anzuschauen.
Der Schwerpunkt der Veranstaltung lag vor allem auf der Firmenstrategie. Kurz vor der letztjährigen Veranstaltung hatte Acer die Firmen Packard Bell und Gateway gekauft und sich darauf eingestellt, mit ihnen den Markt beziehungsweise die unterschiedlichen Ansprüche und Preissegmente besser ansprechen zu können. So stand diesmal die Umsetzung dieser »Multi-Brand Strategy« im Vordergrund, die den Journalisten ausführlich erklärt wurde. Demnach wird die Marke Acer weltweit sowohl den Desktop- als auch den Notebookbereich in der Mittel- und der Oberklasse beliefern. Derweil deckt Gateway auf dem US-amerikanischen und asiatischen Markt die Bereiche »Trendy« und »Simple & Easy« ab, wie es Acer nennt. In Europa fällt diese Rolle an Packard Bell. Das preiswerte Segment wird weltweit von eMachines angesprochen. Eine weitere Akquisition wird wohl erst Anfang des nächsten Jahres Früchte tragen: Acer hat gerade den asiatischen Hersteller eTen gekauft, dessen Spezialgebiet Handhelds sind (siehe hierzu auch: »Acer kündigt Smartphones an«).
Derzeit sei die Acer-Gruppe auf dem Notebookmarkt weltweit die Nummer 2. Im gesamten Computerbereich, zu dem auch Desktops, Server und andere Peripherie zählen, die Nummer 3. Acers Ziel ist es, im Notebookbereich auf den ersten Platz zu kommen. Wie schon letztes Jahr betonte Acer-Chef Giancarlo Franci: »We are still a notebook company«. Man wolle zwar auch in den anderen Geschäftsbereichen wachsen, doch liege der Fokus nach wie vor auf dem Mobilbereich. Vor allem auf dem Markt für Netbooks — der die Überraschung des letzten Jahres dargestellt habe — sehe man enormes Wachstumspotential. Nach Meinung von J.T. Wang, Chef der Acer Gruppe, sei das Wachstum trotz der hohen Ölpreise und anderer derzeitiger wirtschaftlicher Probleme nicht gefährdet. Das hätten schon die vergangenen, sehr guten Quartalszahlen gezeigt.
Bei den Produkten gab es wenig Neues zu sehen. Man verwies auf die Gemstone-Blue-Reihe, die bereits im März vorgestellt wurde (siehe »Acer zeigt erste Puma Notebooks«). Auch kündigte der Hersteller an, künftig alle seine Displays im 16:9-Format statt in 16:10 auszuliefern — das trage der Konvergenz der Geräte Rechnung, da sowohl Notebooks als auch Desktop-PCs zunehmend zur Filmwiedergabe genutzt würden und Filme nun mal in 16:9 gedreht werden. Fast schon in einem Nebensatz wurde ein Aspire-One-Netbook mit integriertem UMTS-Modul angekündigt, das ab Oktober in den Läden stehen soll. Dazu passt auch, dass T-Mobile dieses Modell im Bundle mit einem Web’n’Walk Tarif ab 1 Euro anbieten will. Auf der Veranstaltung wurde dies allerdings noch nicht erwähnt, so frisch war die Vereinbarung mit der Deutschen Telekom.
Alle vertretenen Firmen stellten ihre aktuellen Modelle zur Schau. Dabei traf man auf viele alte Bekannte wie den Acer Aspire G7700 Predator Gaming PC und etliche weitere Netbooks und Desktops. Bei Packard Bell gab es dann doch einen kleinen Blick in die Zukunft. Demnächst wird die Firma einen Klon des Aspire One vorstellen. In Deutschland soll er voraussichtlich ab Dezember mit optionalem UMTS-Modul verfügbar sein. Der Preis liegt mit angepeilten 429 Euro zwar höher als beim Konzernzwilling, dafür will man hier aber auch einen 6-Zellen-Akku beilegen, um die Laufzeit zu erhöhen.
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Netter Beitrag, ich möchte an dieser stelle nur erwähnen das ACER NOTEBOOK BESITZER die sich mit Ihrem ausländischen Notebook in Ungarn aufhalten ,laut Aussage ACER KUNDENDIENST, KEINE GARANTIE haben !! ( Trotz vermeindlicher Serviceadresse in Budapest )laut ACER KUNDENDIENST.