Acers neue Modelle: Timeline X und Ethos
Auf einer Verantsaltung in München hat Acer am gestrigen Dienstag praktisch dem gesamten Portfolio ein Update verpasst und gleichzeitig zwei neue Modellreihen vorgestellt: Aspire Timeline X und Aspire Ethos.
„Früher lauteten gängige Verkaufsziele im IT-Bereich, einen Rechner im Haushalt zu etablieren. Heute sagen wir: Ein Rechner pro Person,“ formuliert Stefan Engel, Geschäftsführer von Acer in Deutschland Acers Ziele. Nebenbei will man auch noch die Nummer eins im gesamten PC-Markt werden und auf einen Jahresumsatz von 20 Milliarden US-Dollar kommen. Dass man auf dem besten Wege dorthin ist, belegen Verkaufszahlen von Gartner Research aus dem Jahr 2009, die dem Unternehmen einen Marktanteil von 24% im deutschen Notebookmarkt und damit die Marktführerschaft bescheinigen.
Mit der Vorstellung der beiden neuen Modellreihen Aspire Premium „Ethos“ und Aspire Timeline X sowie der Überarbeitung bestehender Produktfamilien dürfte man dem Ziel ein gutes Stück näher kommen. Nahezu alle Geräte sind jetzt mit Intels aktuellen Core-i-Prozessoren ausgestattet. Außerdem bringen die meisten auch dedizierte Grafikkarten von ATI oder Nvidia mit. Interessanter weise wird bei letzten noch keine Optimus-Technologie zum nahtlosen Umschalten zwischen der integrierten und der dedizierten Grafiklösung implementiert. Auf Nachfrage erklärte Acer, es sei zumindest für den aktuellen Produktzyklus dieser Modelle auch nicht vorgesehen. Ob sich diese Funktion durch ein simples Treiber-Update nachrüsten ließ, ist derzeit nicht klar.
Die beiden neuen Modellreihen markieren praktisch die beiden Endstücke des Portfolios: Auf der einen Seite finden sich die leichten und ausdauernden Modelle der Aspire Timeline-X-Serie, die wie ihre Vorgänger bis zu acht Stunden Akkulaufzeit bieten sollen, dabei aber dank Prozessorupgrade mit mehr Leistung aufwarten können. Die größte Ausbaustufe sieht einen Core i5-520M vor, dem eine Mobility Radeon HD5650 zur Seite steht. Die Palette der Formfaktoren reicht von 11,6 (1830T, ULV-CPU) über 13,3 (3820T) und 15,6 (4820T) Zoll Varianten bis hin zum 15,6-Zoll-Modell 5820T. Nur die beiden größten Modelle haben ein optisches Laufwerk an Bord. Die Displays zeigen allesamt 1366 x 768 Bildpunkte, sind aber alle nicht entspiegelt. Die Preisspanne reicht von 549 bis 749 Euro. Außer im kleinsten Modell kommen CPUs mit Standardspannung zum Einsatz, die 35 Watt Abwärme produzieren. Mit ein paar Monaten Abstand sollen die Business-Varianten als Travelmate-Modelle folgen, die dann matte Displays nutzen.
Am anderen Ende stellt Acer die ebenfalls neue Aspire Premium Reihe mit dem Namen Aspire Ethos auf, die vor allem edel und leistungsfähig sein soll. Das drückt sich schon in der Wahl der Materialien aus: Sowohl der Deckel als auch die Handballenauflage sind aus Aluminium gefertigt. Außerdem kommt keine "Floating"-Tastatur wie bei den anderen aktuellen Modellen zum Einsatz. Stattdessen findet man eine Chiclet-Tastatur vor. Auch mit dem Multi-Gesture-Touchpad geht Acer neue Wege: Per Schalter lässt es sich in den Medienmodus schalten. Dann leuchten hinter seinem schwarzen Material die typischen Steuerelemente für die Medienwiedergabe durch - sehr schick!
Wieder kommen Core-i-Prozessoren (dieses mal bis hin zum Core i7) und ATI-Grafikchips der HD5000-Serie zum Einsatz, und wieder trifft man auf verspiegelte Displays: beim Ethos 8943 ist es ein 18,4-Zoll-Panel mit 1920 x 1080 Bildpunkten, beim kleineren Modell 5943 sind es 15,6 Zoll und 1366 x 768 Pixel. Ein 5.1-Soundsystem mit Subwoofer sollen beim größeren Modell die angemessene klangliche Untermalung liefern. Die Ethos-Modelle sollen in der Basisausstattung jeweils 1000 Euro kosten. Der 18-Zöller soll Ende April verfügbar sein, das 15,6-Zoll-Modell kommt Ende Mai.
Auf dem Event konnten wir auch erste Eindrücke sammeln. Die Haptik ist beispielsweise sehr hochwertig, vor allem bei Ethos und Timeline X. Bei den bekannten und nur überarbeiteten Modelllinien hinterließen aber vor allen die Tastaturen einen schwammigen Eindruck. Die restliche Verarbeitung bewegte sich bei den gezeigten Modellen auf dem von Acer gewohnten Niveau.
Da die Lichtverhältnisse bei der Veranstaltung nicht immer gute Fotos ermöglichten, hier noch einige offizielle Pressefotos von Acer:
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- Ethos
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Auch wenn die Gesamtverarbeitung nun etwas edler wirkt, so kann ich der schwammigen Tastatur bei Acer-Notebooks nix abgewinnen. Und das Federn der kompletten Tastaturmatte werte ich als weniger wertig, zeigt es doch, dass unter der Tastaturmatte kein optimaler Halt ist, welcher durch eine Versteifung ebendieser erreicht werden könnte. Vielleicht ist das bei diesen Modellen nun etwas besser gehandhabt.
Was ich allerdings positiv werte, ist die recht hohe Akkulaufzeit. Das wäre jedenfalls mal einen Test wert!
Warum Acer unter der tastatur soviel Freiraum lässt, kann nur spekuliert werden. Liegt es eventuell daran, dass die Festplatten oder RAM-Module nur von oben her zugänglich sind?
ich führe gern immer wieder Dell, HP und Toshiba an, die das elegant und wertig lösen. Erst ein recht hoher Druck auf die Tastatur lässt auch diese nachgeben. Bei normalem Schreiben ist die Tastaturmatte nahezu verwindungssteif. Das wirkt eher wertig und vertrauenserweckend.
Warum schafft es eigentlich kein Hersteller seine Consumer-Notebooks wieder mit matten Displays auszustatten? In jedem Testbericht werden die spiegelnden Displays als störend bemängelt...
Also über die Tastatur des Timeline kan ich nicht meckern. Das einzige was mich an dem Gerät etwas stört ist das Glare-Display.
Aber es ist etwas unverständlich, dass das Timeline-X keinen ULV-Prozessor mehr bekommt.
... Aber es ist etwas unverständlich, dass das Timeline-X keinen ULV-Prozessor mehr bekommt.
Das kleinste Timeline-X-bekommt einen. Die anderen laufen mit Core i3/i5-CPUs mit Standardspannung und sollen dennoch die 8-Stunden-Marke schaffen. Der Vorteil für den Kunden: der Preis ist weit niedriger, als bei den ULV-Versionen.
Timeline stand aber bisher für stromsparend, dünn und lange Akkulaufzeit.
Jetzt wirds wie jedes andere Notebook mit Core i3/5/7.
Bin mal gespannt ob das neue dann auhc so leise wird. Beim alten 13" ist der Lüfter nämlich im Idle aus.
Timeline stand aber bisher für stromsparend, dünn und lange Akkulaufzeit. Jetzt wirds wie jedes andere Notebook mit Core i3/5/7.
Ivh verstehe noch nicht, wie du darauf kommst. Die Notebooks sind bei gleicher Laufzeit jetzt schneller - auch die nicht-ULV-Varianten sollen nämlich 8 Stunden laufen. Und dünn sind die neuen immer noch.
Sie unterschieden sich nicht mehr von anderen Notebooks. Verbauen ja die gleiche CPU. Die ULV CPU war ja das Merkmal der Timeline Serie.
Ob die wirklich die gleiche Laufzeit bringen, muss sich erst noch zeigen. Die TDP ist erheblich höher.
In einem ersten Test zu dem neuen Asus UL30, verbrät der Core i3 ULV mehr als der Core2 ULV.
Wer bisher ein Timeline gekauft hat wollte ausreichende Leistung bei einem Optimum aus Gewicht, Akkulaufzeit und Lautstärke.
Das Konzept ist jetzt über dem Haufen geworfen.
Muss mann wieder Angst haben das die neue Timeline Serie überhitzt? Sonst von der Preis Leistung sind die Koreaner wieder ganz vorne dabei...