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Amazon verzeichnet Gewinneinbruch - Kindle Fire wird zum Schlüsselprodukt

Von - Quelle: Tom's Hardware DE | B 0 kommentare

Anleger, die den nachbörslichen Kurswert ihrer Aktie verfolgt haben, dürften wenig begeistert sein. Der Onlinehändler Amazon hat einen deutlichen Gewinneinbruch zu verzeichnen.

Die aggressiv verfolgte  Expansionsstrategie des Onlinehändlers Amazon hat auch ihre Schattenseiten. Für die zuletzt getroffenen Entscheidungen muss der US-Konzern einen hohen Preis zahlen, denn wie aus einer Pressemitteilung jetzt zu entnehmen ist, rechnet Amazon mit roten Zahlen für das laufende vierte Quartal. Anleger dürften beim Anblick auf den nachbörslichen Kurswert nicht gerade erfreut gewesen sein, denn die Aktie sackte um satte 12 Prozent ab. Im dritten Quartal brach der Gewinn des vermeintlichen Erfolgsgaranten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um über 70 Prozent ein.

Innerhalb seiner Mediensparte allerdings hat das Unternehmen im dritten Quartal ein Plus von 24 Prozent zu verzeichnen. Auch im Bereich der elektronischen Geräte konnte eine Umsatzsteigerung von knapp 60 Prozent erzielt werden. Aus der Pressemitteilung ist ebenfalls ersichtlich, dass, mit einer Umsatzsteigerung von 44 Prozent, Nordamerika nach wie vor den wichtigsten Markt darstellt.

Der am 28.September gestartete Launch der neuen Kindle-Generation konnte kaum besser verlaufen. Laut CEO Jeff Bezos war das nicht nur der Tag, an dem bislang die meisten Kindle-Bestellungen eingingen, das Unternehmen konnte sogar damit die Spitzenwerte des letztjährigen Weihnachtsgeschäfts übertreffen. Die Zukunft des Online-Händlers wird stark davon abhängig sein, inwiefern das neue Tablet Anklang bei den Kunden finden wird. Der iPad-Konkurrent wird mit 199 US-Dollar weniger als die Hälfte des aktuellen Apple-Tablets kosten. Da sich jedoch die Produktionskosten um die 220 US-Dollar belaufen, erwirtschaftet Amazon derzeit mit jedem vorbestellten Kindle Fire Verluste.

In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters verteidigte der Deutschland-Chef Ralf Kleber die Expansionsstrategie des Internet-Kaufhauses und erklärte den massiven Gewinneinbruch vor allem mit den Ausgaben. Die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen, der Ausbau der Kapazitäten, sowie die Einführung neuer Kindle-Modelle koste natürlich Geld, werde sich aber in Zukunft auszahlen. Es bleibt abzuwarten, ob die Strategie des “langfristigen Erfolgs“ am Ende wirklich aufgeht.

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