Sony Xperia Play: Slider-Smartphone mit Gamepad

Bild & Ton

Display mit Platz und hoher Auflösung

Zu den wesentlichen Komponenten, die bei jeder Form von Gaming-Lösungen eine tragende Rolle innehaben, zählt das Display. Dies gilt umso mehr bei kleinen Bildschirmen – wie dem eines Smartphones. Und zunächst scheint es, als würde der auf dem Gebiet der Unterhaltungselektronik erfahrene Konzern Sony hier keine Schwächen zeigen. Das Xperia Play verwöhnt seine Nutzer mit einem großflächigen Bildschirm, der eine Diagonale von 4“ besitzt. Auch die Auflösung liegt mit 854 x 480 Pixel über dem Durchschnitt der meisten Konkurrenten.

Allerdings schwächelt das Xperia Play bei der Darstellung der Bilder etwas. Auffällig ist zunächst, dass das Display insgesamt sehr dunkel ist. Man vermutet schnell, dass die Helligkeit in den Einstellungen standardmäßig heruntergedreht ist, muss dann aber überrascht das Gegenteil zur Kenntnis nehmen. Die durchschnittliche Helligkeit liegt bei knapp 160 cd/m² – viel zu wenig für ein Smartphone, das zur Spitzengruppe gehören will.

Den Farben fehlt es dadurch ein wenig an Prägnanz – und eben Strahlkraft. Zudem sind die Kontraste nicht vollends überzeugend. Dadurch wirken die auf dem Bildschirm dargestellten Inhalte insgesamt etwas matschig.

Ein dunkles Display hat natürlich auch noch eine andere unangenehme Nebenwirkung: Es schränkt zumeist die Nutzungsmöglichkeiten ein, wenn das Umgebungslicht sehr hoch ist. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn man sich unter freiem Himmel bei Sonnenschein bewegt. Dennoch ist die Performance hier besser als erwartet. Zwar kann man bei den beschriebenen Grundeigenschaften des Displays keine Meisterleistungen erwarten, aber immerhin bleiben die einzelnen Icons und Symbole noch erkenn- und bedienbar, ohne dass sich der Nutzer ein schattiges Plätzchen suchen muss.

Wer aber mit dem Kauf eines Xperia Play deshalb liebäugelt, um seiner Spieleleidenschaft auch auf einer sonnige Sommerwiese im Stadtpark oder Freibad zu huldigen, der wird sicherlich enttäuscht werden. Hierfür muss sich schon ein Liegeplatz unter einem sehr schattigen Baum gesucht werden. Das üppige Display ist recht dunkelDas üppige Display ist recht dunkel

Ton: laut und bassarm

Neben dem Bildschirm hat auch der Ton beim Spielen eine nicht zu unterschätzende Bedeutung. Nicht ohne Grund beschäftigen die Entwicklerstudios auch eine Heerschar von Sounddesignern.

Smartphones haben jedoch gegenüber anderen Gaming-Lösungen den Nachteil, dass ihre vollgestopften Gehäuse nur wenig Platz für Boxen mit sattem Sound bieten. Vor allem für echten Bass-Druck fehlt der dafür nötige Resonanzkörper, sodass die Mehrheit der Geräte vorwiegend in höheren Tönen plärrt. Das gilt auch für das Xperia Play.

Zwar hat der Hersteller versucht in diesem einen brauchbaren Tiefton zu installieren, gänzlich überzeugen kann der jedoch nicht. Sicherlich gibt es eine Vielzahl von Smartphones, die diese Disziplin noch weniger beherrschen, doch wer ein paar Runden auf einer Rennstrecke bei voller Lautstärke dreht – und das Xperia Play ist laut – wird kaum noch einmal auf die Idee kommen die Boxen beim Spielen zu nutzen und stattdessen auf Kopfhörer setzen. Zusammen mit einem guten Kopfhörer liefert die 3,5-mm-Buchse einen guten Ton.

Dies gilt auch für die Kopfhörer. Die schicken In-Ear-Hörer liefern nicht nur beim Spielen eine gute Soundkulisse, sondern können auch bei der Wiedergabe von Musik mit einem sehr guten Klang überzeugen.

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