Sony Xperia Play: Slider-Smartphone mit Gamepad

Speicherausstattung & Endergiebedarf

Das Xperia Play geizt mit Speicher

Man sollte nicht vergessen, dass die Spiele nicht gerade klein sind. So bringt es ein Titel schon mal 500 MB und (weit) mehr, und die wollen auif der microSD-Karte Platz finden. Dies relativiert nicht nur die Größe des Arbeitsspeichers, sondern lässt auch die weitere Speicherausstattung in einem anderen Licht erscheinen: Das Smartphone hält einen 400 MB großen internen Speicher bereit. Zwar wird der Großteil eines Spiels nur auf der microSD-Karte abgelegt, allerdings beanspruchen diese dennoch jeweils einen kleinen Teil des internen Festspeichers, im Regelfall zwischen 5 und 10 MB. Bedenkt man, dass man nicht nur Spiele auf dem Smartphone installiert, sondern auch alle anderen Anwendungen – inklusive des Betriebssystems – dann wird schnell deutlich, dass 400 MB nicht gerade für üppigen Speicherplatz stehen. Zumal von diesem bereits ein 138 MB von Betriebssystem und vorinstallierten Diensten in Beschlag genommen werden.

ROM-Speicher: von den zur Verfügung stehenden 400 MB sind von Beginn an schon 138 MB für das System reserviertROM-Speicher: von den zur Verfügung stehenden 400 MB sind von Beginn an schon 138 MB für das System reserviert

Äquivalent dazu verhält es sich mit der microSD-Karte, die Sony dem Xperia Play beilegt. Zunächst mögen 8 GB Speicherplatz als recht voluminös erscheinen; insgesamt dürften diese jedoch für kaum mehr als 15 Spiele ausreichen. Möchte man auf der Karte jedoch noch andere Daten speichern, nutzt das Gerät gern als Mediaplayer für Musik und auch mal den einen oder anderen Film, dürfte der Platz auf der Karte für kaum mehr als zehn Spiele reichen.

Das Xperia Play geizt nicht nur mit Speicher, sondern auch mit StromDas Xperia Play geizt nicht nur mit Speicher, sondern auch mit Strom

Zurückhaltend beim Stromverbrauch

Auch wenn sich bisher noch kein Smartphone als echtes Energiesparwunder entpuppt hat, muss man dem Sony Xperia Play hier eine ganz ordentliche Performance zugestehen. Zwar versagt das Gerät relativ schnell den Dienst, wenn es ausschließlich um das Abspielen von MP3-Dateien geht, denn dann ist bereits nach 21,5 Stunden Schluss. Das könnte auch daran liegen, dass das Tonsignal nach subjektiver Einschätzung stärker, das Smartphone also lauter ist, als die Konkurrenz. Denn ganz anders verhält sich der Akku-Verbrauch, wenn es um die Videowiedergabe geht. Das Gerät kann bis zu 9,5 Stunden Videos wiedergeben, bevor der 1500-mAh-Akku endgültig in die Knie gezwungen wird – ein sehr guter Wert, den bisher nur das Motorola Defy erreichte, das aber, neben einem geringfügig größeren Akku, einen Prozessor mit einer deutlich geringeren Taktfrequenz besitzt.

Das soll allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, das auch dieses Smartphone bei intensiver Nutzung nicht länger als einen Tag ohne Nachladung durchhält. Diese Aussage gilt natürlich für ausgiebiges Daddeln. Wer Bodybuilding für seine Finger mit dem Gamepad betreiben möchte, wird die Energiegrenze des Akkus sehr schnell erreicht. Nach etwa fünf Stunden ist Schluss mit lustig, wenn man das Netzteil nicht schnell genug zur Hand hat.

Wer das Smartphone jedoch eher nicht ganz so intensiv für Internet oder Gaming nutzt, hat für einen zweiten Tag noch ein paar Reserven, sollte das Ladekabel dann aber sicherheitshalber einpacken.

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