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Oracle verliert Prozess mit Google

Von - Quelle: Tom's Hardware DE | B 0 kommentare

Im Laufe des beinahe zwei Jahre andauernden Prozesses konnte Oracle nicht glaubhaft machen, dass Google bei seinem mobilen Betriebssystem Android gegen Oracles Java-Patente oder Copyrights verstößt

Nach der Übernahme von Sun schien Oracle in den dort vorhandenen Java-Rechten das große Geschäft zu sehen: Denn Google verdient nicht nur gutes Geld, sondern verwendet für sein mobiles Betriebssystem Android Java als Programmiersprache. Also durchsuchte man bei Oracle den Sun-Patentbestand und fand insgesamt sieben Patente, gegen die Google mit seinem OS verstoßen sollte. Auch das eigene Urheberrecht sah man durch die vorgeblich unrechtmäßige Verwendung von 37 APIs verletzt.

Doch schon im Laufe des Prozesses, den Oracle bereits kurz nach der Sun-Übernahme anstrebte, zeigte sich, dass Oracle nicht nur mit überzogenen Hoffnungen vor Gericht gezogen ist, was die Höhe eventueller Entschädigungszahlungen und Lizenzkosten anbelangte. Der Hersteller musste mehr und mehr erkennen, dass seine juristische Einschätzung der Lage weder von den Geschworenen noch vom Richter selbst geteilt wurde. Zunächst reduzierte das Gericht die Anzahl der angeblich verletzten Patente um schließlich gänzlich gegen eine Verletzung zu entscheiden.

Strittig war bis zuletzt die Frage, ob das Urheberrecht Oracles verletzt wurde oder nicht. Hier zeigten sich die Geschworenen uneins, doch auch diesen Streitpunkt entschied der vorsitzende Richter Alsup nun im Sinne Google und fällte sein abschließendes Urteil. Nun bleibt Oracle nur noch die Berufung.

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