Android ohne Google-Code
Das Handy-Betriebssystem Android soll unabhängig von Google werden. Die Vereinigung »Open Android Alliance« hat eine komplett quelloffene Android-Version zum Ziel.

Android enthält viele Open-Source-Komponenten, aber auch einigen proprietären Code von Google: Google Maps und Google Mail beispielsweise. Geht es nach der Open Android Alliance (OAA), sollen auch diese Teile von Android durch Open Source ersetzt werden.
Der Zusammenschluss aus Android-Entwicklern stellt damit ein Gegenstück zu Googles Open Handset Alliance dar: Die OAA stellt sich nicht ausdrücklich gegen proprietäre Software, wünscht sich nach eigenen Angaben aber eine offene Android-Plattform, die frei weiterzugeben und zu verändern ist. Vorerst soll das Projekt der GPLv3-Lizenz unterstehen, was sich aber noch ändern kann. Die OAA will nach eigenen Angaben auf keinen Fall »Anti-Google« agieren, sondern sieht sich als »Pro-Android«-Projekt.
Die Gründung der OAA gilt als Antwort auf Googles Stopp des CyanogenMod. Die Entwickler dieses Projekts hatten vor einigen Tagen eine optimierte Version von Android 1.5r3 zur Verfügung gestellt: Die Oberfläche und die Applikation-Priorisierung wurden unter anderem verbessert. Da das CynogenMod aber auch die Closed-Source-Programme von Google enthalten hatte, bekamen die Programmierer Ärger mit dem Suchmaschinen-Giganten. Nicht die Modifikation selbst bemängelte Google laut CyanogenMod-Entwickler Dan Morrill, sondern die Verstöße gegen das Urheberrecht durch die Weitergabe der kommerziellen Google-Applikationen ohne Lizenzierung.
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