Grafikkartenvergleich
Im ersten Testdurchlauf testen wir zunächst eine Auswahl verschiedener Grafikkarten aus dem HighEnd- und Mittelklassebereich, sowie eine Karte aus dem älteren Einsteigerbereich, um die Grenze nach unten auszuloten. Alle Tests erfolgen unter Vista mit DirectX10.
Wir hätten gern auch die Bedingungen unter verschiedenen Betriebssystemen und vor allem auch die Skalierung auf älteren AGP-Systemen getestet, um die Mindestanforderungen nachzustellen, sind aber in dieser Frage von der sehr limitierten Aktivierungsmöglichkeit des verwendeten Kopierschutzes ausgebremst worden. Wir hätten statt der drei möglichen Aktivierungen insgesamt mindestens 12 benötigt, um alle Systeme sowohl mit XP, als auch mit Vista und Windows 7, sowie Windows 2000 für die Minimalkonfiguration zu testen. In diesem Fall wäre der Support also mindestens drei Mal für ein komplettes Rücksetzen der Produktaktivierung bemüht worden, was in keinem Verhältnis zum Aufwand für die Tester steht, da der Zeitverlust von mehreren Werktagen trotz des (getestet) schnellen Supports für uns in dieser Form einfach nicht akzeptabel ist.
| Testsystem | |
|---|---|
| Prozessor | Q6600 G0 @3,6GHz (515 x 7) |
| Motherboard | DFI Lanparty DK X48 T2R |
| Grafikkarte | Nvidia GTX 285 |
| RAM | 4 GB Vitesta Extreme DDR2 @1030 |
| Festplatte | 640 GB WD Caviar Blue |
| Betriebssystem | Windows Vista Ultimate x86 SP2 |
| Grafiktreiber | Forceware 186.18 |
Als Testszenario dient ein „Rundflug“ in einem ausgewählten Spielstand der zweiten Kampagne über die eigene Insel mit voller Bebauung und maximaler Personenanzahl, sowie über die Domstadt.
Dabei werden sowohl im hinein-, als auch im herausgezoomten Zustand jeweils eine langsame und eine schnelle 360°-Drehung vollzogen. Gemessen werden auch der Zoomvorgang, sowie der Scrollvorgang von Insel zu Insel und ein anschließender Schwenk auf die See.


In den Ergebnissen liegen einige ATI-Karten mit hauchdünnen Vorteilen vor den jeweils vergleichbaren nVidia-Karten. Allerdings haben alle ATI-Karten durchweg mit leichten Rucklern beim Scrollen bzw. Zoomen zu kämpfen. Dies drückt sich weniger in der minimalen Framerate, sondern vor allem im subjektiven Empfinden aus und stört auch den Spielspaß ein wenig. Hier ist ATI dringend gefordert, ein entsprechendes Treiberupdate anzubieten.
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Frage an die Redaktion:
Auf Seite 9 hat das letzte Testsystem zum testen/optimieren 8GB RAM - wieviel Sinn macht das auf einem x86 OS ? Oder verwechsle ich hier x86 und x64 in irgendeiner Weise ?
Die selbe Frage habe ich mir gestellt, als ich das SLI System mit 2 GTX260 gesehen habe (siehe Seite 7), welche in Summe ~1,7 GB VRAM haben und das PC-System dazu 4GB. Abzüglich des VRAMs bleiben dem Vista doch nur noch ~1,5 GB. Wen ich mich recht entsinne steht :
- x86 für Befehle mit 32bit Länge --> Das OS hat 32bit
- x64 für Befehle mit 64bit Länge --> Das OS sollte 64bit "haben"
Also ich verwirrt oder die Redaktion?
Freundliche Grüße und schönes Wochenende! =O)
Und warum fahrt ihr mit einem OS, was nur 3GB unterstützt? Immerhin habt ihr 4 eingebaut.
Mist da war jemand schneller
Frage: Weshalb wurde die Phenom II Plattform mit einer Gtx 260 und nicht mit einer Gtx 285 wie bei der Intel Plattform getestet?
Wie immer: sehr geiler, ausführlicher und toller Artikel.
@Frantik:


Die Grafikkarte besitzt eine einfache Memory-Management-Einheit GMP (graphics memory page table bei PCIe-Systemen, bei AGP wars früher GART) die verwendet wird, um die verschiedenen Seiten des System-Speichers in den Adressraum der GPU einzublenden. Das Ergebnis ist dann, dass zu jeder Zeit, eine beliebige (auch weit verstreut liegende) Teilmenge der RAM-Pages für die GPU zugänglich sind. Im Gegenzug muß natürlich auch der VRAM Grafikkartenspeicher für das System adressierbar sein. Das, was dem System-RAM dann verloren geht, ist ein von der Größe des VRAMs Grafikkartenspeichers abhängiger Adresspuffer, der sich im RAM befinden muss, aber trotz allem kleiner als die tatsächliche Menge des VRAMs Grafikkartenspeichers ist. Es ist falsch, dass der komplette Grafikkarten-RAM in den System-RAM eingeblendet wird, auch wenn es immer mal wieder so zu lesen ist - es ist eine urban legend, mehr nicht.
Zweitens besitzt das SLI eben keine 1,7 GB RAM, sondern es zählt nur der Speicher einer Karte, da die Daten redundant gehalten werden müssen. Auch das ist eigentlich eine triviale Erkenntnis. Die GMP ist zwar etwas größer als bei nur einer Karte, aber bei weitem keine 1,7 GB groß. Es stehen also trotz allem reichlich 2,9 GB zur Verfügung. Da das Spiel nur 2GB adressieren kann, es aber in der Praxs nie tut, ist das Ganze also absolut irrelevant. Die 8 GB SIND nutzbar, Du musst nur einfach mal lesen, was da im entsprechenden Kapitel steht. Es steht einmal ein Test mit 4GB und einmal mit 8GB + RAM Disk Plus drin. Dazu noch für jede(!) Konfiguration ein separater Benchmark und extra noch der Link auf meinen Forenartikel, wie das einzurichten geht. Man darf ja gern kritisieren, aber Kritik sollte zumindest Hand und Fuß haben und auf der gewissenhaften Lektüre des Artikels basieren.
@Slaughter_2:
Es ist unerheblich, ANNO 1404 ist ein reiner 32-Bit Titel, der von einem 64-Bit OS nicht profitiert. Darüber hinaus dürfte ein Großteil der Anno-Zielgruppe noch mit 32 Bit unterwegs sein. Ich habe mittlerweile mit Windows 7 x64 nachgetestet. Die Unterschiede liegen im Rahmen von Messfehlern. Es bringt keinen verwertbaren Vorteil. Selbst beim 4 GB System kann man fast 800 MB mit RAM Disk Plus freigeben und als Swap nutzen. Dann lagert Vista in den RAM aus und nicht auf die Platte. Was das bringt, habe ich beim Ladeverhalten gebenchmarkt. Da in den Leveln kaum nachgeladen wird, ist auch nur diese eine Stelle für Messungen relevant.
@Unbekannter Nr1:
Es ist ein Vergleich SLI vs. Non-SLI umd die Skalierung zu testen. Dafür nimmt man üblicherweise die gleiche CPU und die gleichen Karte(n). Warum sollte ich auf dem Phenom-System die Skalierung mit zwei unterschiedlichen Karten testen? Was gäbe das für einen Sinn? Keinen! Den Vergleich 260 und 285 habe ich im vorherigen Kapitel bereits mit dem Intel gemacht, wozu redundante Benchmarks? Langweilig. Und wie im Artikel auch zu lesen ist, gab es Probleme, genügend Aktivierungen für den Test bereit zu stellen, so dass einige Benchmarks entfallen mussten. Für ein Intel-SLI hat dadurch es nicht mehr gereicht und für zwei GTX 285 ist der Phenom auch bei 3,6 GHz einfach zu mickrig. Zumal die 8 Lanes des Asus-Boards trotz PCIe 2.0 bei der GTX 285 bereits limitieren. Die aufgebaute Konfiguration hat keinen wirklichen Flaschenhals, bei dem sich CPU oder Grafikkarte gegenseitig limitieren. Und nur so kommt man zu brauchbaren Werten. Im Übrigen lässt sich das Intel-System technisch bedingt nur bis 1,2 GHz runtertakten und wir wollten da schon ein wenig tiefer.
Bleibt festzustellen, dass wohl nur Asmodis und 3DKing den Artikel wirklich gelesen und nicht nur oberflächlich überflogen haben
edit:
Der Begriff VRAM wurde entfernt, da es zwar umgangssprachlich leider üblich, genau genomen aber inhaltlich falsch ist. Danke an derGhostrider, der diese kleine Luschigkeit bemerkt hat
Richtig...hab den Artikel nicht komplett gelesen. Wenn ich lese 32bit OS und 4GB Arbeitsspeicher, weiß ich doch was ich davon halten kann.
Ich teste doch auch nicht wie sich nen Porsche bei Höchstgeschwindigkeit fährt in der City, wo alle 10m ne Ampel steht.
Ändert alles nix daran, dass die Qualität der THG Artikel extrem schwankt.
Ganz weit unten ist da wohl der Schnäppchen Check
Was hättest Du dann gern? 3 GB in 4 Riegeln? Was gäbe das für einen Sinn? Keinen. 2 x 2 ist doch recht praktikabel und zudem recht preiswert. Außerdem lassen sich zwischen 700 und 800 MB mit RAM Disk Plus bzw. Gavotte locker wieder freigeben und verwenden. Unter Strich also gar kein Verlust. Und selbst 3,25 GB unter x86 sind in vielerlei Hinsicht mehr wert, als "volle" 4 GB unter x64. Die Nachmessung hat da nichts Gegenteiliges ergeben. Wie auch.

Man sollte zumindest so fair sein, und sich das Anliegen der jeweiligen Tests vor Augen führen. Und dann wird man feststellen, dass die Konfigurationen gar nicht so abwegig ist und das Getestete ein klein wenig vom Einerlei abweicht. Wie gesagt, der Inhalt erschließt sich übers Lesen
Echt mal wieder ein schöner Test mit dem gewissen Etwas beim lesen!
Hoffe das THG im allgemeinen wieder so zuliegt, wie es FormatC hier vorgmacht hat! fettes *thumpsUp*
Test ist wirklich schön und wird nur von den Ergebnissen übertroffen!
Endlich mal nen schön skalierendes Spiel, ohne (wie auch bemerkt wurde) die Spieler als Beta-Tester zu missbrauchen! Hatte schon langsam meine Zweifel ob überhaupt noch wirklich fertige Spiele herausgebracht werden.
In diesem Sinne: Weiter so, sowohl Related Designs als auch thg!
Schon geil der PhenomII 940 BE, 0,15GHZ, naja wieviel Vcore wird der brauchen, 0,05V.
Richtig geiler ausführlicher Artikel!!!
So etwas wünsche ich mir öfters von THG
Super Artikel, man merkt wie viel Arbeit du reinsteckst! Echt klasse, bitte mehr davon
Nicht als 1. Website einen Gametest zu veröffentlichen, sondern umfangreicher testen zu können zahlte sich hier aus! Schöne Ergebnisse! Danke für die investierte Zeit!
Hoffentlich lesen's auch genügend User.
Dabei entstand übrigens auch ganz nebenbei das wohl längste, je auf TH veröffentlichte Diagramm mit Benchmarkergebnissen

Das Problemen bei solchen Tests ist leider, dass alle die übliche nVidia vs. ATI vs. Intel vs. AMD Benchmarkschlacht erwarten. Und es macht beim Testen und Schreiben dann diebisch Freude, exakt dies nach Möglichkeit zu gut wie möglich zu vermeiden. Weil es für die Einschätzung auch meist nicht relevant ist. Hätte das mit dem 64 Bit OS was gebracht (bzw. hätte man theoretisch einen Leistungssprung erwarten können), dann hätte ich es mir sicher nicht entgehen lassen. Aber in der Abwägung der Aktivierungsproblematik gegen die Neugier hat die Vernunft gesiegt, lieber noch einen HTPC zu testen. Deswegen geht mir das Genörgel der notorisch Schlechtgelaunten meilenweit...
Übrigens muss ich mich an dieser Stelle auch bei meiner Frau fürs Vorausspielen (welcher Mensch schafft allein 80 Stunden Anno in 2 Wochen?) und meinem Arbeitskollegen für die technische Unterstützung danken. So viele Benchmarks machen einen allein ganz Banane im Kopf
@FormatC:
Kleine Anmerkung von mir: VRAM ist nicht auf den Grafikkarten verbaut. Das ist pisseliges DRAM, irgendein (G)DDR-Standard, aber kein VRAM.
Die letzte mir bekannte Graka mit VRAM war die "Number 9 GXE", davor gab es einige sehr bekannte und gute Karten von Miro (Miro Crystal 20SV, 40SV, 80SV, die Twin-Karten der SV-Reihe und, wenn ich mich recht erinnere, auch die PV-Reihe). VRAM war etwas ganz besonderes, aber auch teures, da gleichzeitig gelesen und geschrieben werden konnte.
Du hast recht, dual-ported RAM ist was Besonderes. Aber es hat sich (ärgerlicherweise) nun mal so eingeschlichen. Ich gelobe Besserung
Du bist nicht der einzige, der RAM auf Grakas als "VRAM" bezeichnet.