BKA führt Razzien gegen mutmaßliche Anonymous-Mitglieder durch

Das Bundeskriminalamt (BKA) führte in den letzten zwei Tagen Razzien gegen mutmaßliche Anonymous-Mitglieder durch. Einem Bericht der Welt Online unter Berufung auf Sprecher der Gema sowie der Generalstaatsanwaltschaft zufolge sollen in den letzten zwei Tagen bundesweit 106 Wohnungsdurchsuchungen stattgefunden haben. Im Visier der Fahnder standen Menschen, die wegen der mutmaßlichen Teilnahme an DDOS-Attacken auf die Server der Gema beteiligt in Verdacht standen.

Im letzten Jahr war die Verwertungsgesellschaft mehrmals Ziel von Hacker-Angriffen gewesen. Anonymous hatte die Aktionen damit begründet, dass die Gema aufgrund ihrer hohen Lizenzforderungen den freien Zugang zu Informationen behindere. Zwar hatte sie angeblich einem Angriff im Juni 2011 widerstanden, im August allerdings waren die Server zumindest zeitweise unter der Kontrolle der Aktivisten. Im vergangenen Dezember führten die Angriffe zu massiven Einschränkungen. Laut einem Gema-Sprecher steht die Verwertungsgesellschaft häufiger im Fadenkreuz von Hackerangriffen. Knapp sechs Monate nach dem letzten Angriff erfolgten nun die Razzien. Diese waren aufgrund der maßgeblichen Unterstützung der Gema ermöglicht worden, die während der Angriffe IP-Adressen mutmaßlicher Hacker gesammelt und der Ermittlungsbehörden übergeben hatte.  

Erstelle einen neuen Thread im News-Forum über dieses Thema
Dieser Thread ist für Kommentare geschlossen
6 Kommentare
    Dein Kommentar
  • MortiPCM
    Sollten vieleicht mal erkennen das ALLE Internetnutzer vom "Das ist Aufgrund von der scheiß GEMA nicht verfügbar" maximal genervt sind und KEINER, wirklich KEINER diese Behörde will oder braucht!
    0
  • pescA
    "mutmaßliche Anonymous-Mitglieder"
    Das mutmaßliche kann man weg lassen, da per Definition jeder Anonymous-Mitglied ist.

    "DDOS-Attacken [...] Server zumindest zeitweise unter der Kontrolle der Aktivisten"
    Durch eine DDOS-Attack allein kann man nicht die Kontrolle über Server übernehmen.

    Warum wird hier so ein Wind gemacht und Stuxnet/Flame "passiert halt"?

    GRRRR
    0
  • kmueho
    "IP-Adressen mutmaßlicher Hacker gesammelt"
    Ich lach' mich tot. Das mich jemand über meine IP-Adresse identifizieren könnte, würde noch nicht einmal mir passieren, wenn ich schon derartige (Hacker-)Aktivitäten an den Tag legen würde.
    Da komm' ich doch lieber über einen Proxy aus Kuala-Lumpur...
    0