Anonymous gibt Beginn einer Angriffsserie bekannt
Über die Weihnachtsfeiertage haben die Internetaktivisten von Anonymous durch einen Hackerangriff auf die US-amerikanische Sicherheitsfirma Stratfor aufmerksam gemacht. Neben vertraulichen Daten, wurde offenbar auch erstmals Geld erbeutet.
Die weltweit bekannte, lose organisierte Gruppe von Internetaktivisten, Anonymous, hat sich am Wochenende zu einem Hackerangriff auf die US-amerikanische Sicherheitsfirma Stratfor bekannt. Wie die Financial Times Deutschland unter Berufung auf eine von Anonymous-Anhängern am Sonntag über Twitter veröffentlichte Bekanntmachung berichtet, soll in die Datenbank des Unternehmens eingedrungen und dort E-Mail- und Kreditkartendaten von Kunden entwendet worden sein. Insgesamt handele es sich um ein Volumen von 200 Gigabyte an sensiblen Daten.
Die Sicherheitsberatungsfirma, die den Angriff mittlerweile bestätigte, erstellt Analysen und Berichte über internationale Krisenherde und Sicherheitsbedrohungen und verkauft diese im Anschluss an Medien, Unternehmen und Behörden. Zu den angeblichen rund 4000 Stratfor-Kunden zählen laut der Frankfurter Rundschau unter Berufung auf eine von den Aktivisten veröffentlichten Liste wohl auch Firmen wie Apple und Microsoft, das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“, die deutsche Telekom, die Deutsche Bank, die UN, und auch das US-Verteidigungsministerium.
Ziel des Angriffs war es wohl mit den gestohlenen Kreditkarteninformationen Gelder in Höhe von einer Million US-Dollar an Wohltätigkeitsorganisationen zu spenden. Dass Anonymous über etwaige herrschende Missstände durch Hackerangriffe aufmerksam macht, ist nicht neu, das Motiv, gezielt Gelder zu entwenden, allerdings schon. Wie viel Geld von den Aktivisten bei ihrem letzten Coup erbeutet wurde, ist bislang unklar. Bisher wurden lediglich einige Screenshots von Überweisungsträgern, aus denen gemeinnützige Organisationen als Begünstigte hervorgehen, ins Netz gestellt. Darunter zum Beispiel eine 494-Dollar-Spende an die Hilfsorganisation Care und eine 180-Dollar-Spende an das Rote Kreuz, die beide US-Ministerien als Absender aufwiesen. Glaubt man den Aussagen von Anonymous, soll dies erst der Beginn einer neuen Angriffsserie sein.
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Bereits am 25. hat sich Anonymous vom Stratfor-Hack distanziert. http://pastebin.com/8yrwyNkt
Siehe auch http://blog.fefe.de/?ts=b0063ac4
Hm eigenartig 200 Gb lassen sich ja auch in kurzer zeit entwenden (ohne das es jemand merkt) und wieviele Kundendaten sind in einer Datenbank von 200 Gb. 4000? Alles um diese Meldung passt hinten und vorn nicht.
Diese Häcker könne nicht mal die Finger lassen vorm dem Pc
@ Anno2011
Bitte? In einer 200 GB Datenbank sollen 4000 Kundendatensätze sein? Da bringe ich Daten unter dass es nur so schnalzt. Rechne mal selber: 200 GB sind 200.000 MB. Dividiert durch 4000... Na? Jeder Kundendatensatz hätte deiner Meinung nach 50 MB? Wohl kaum...
Eben das ist das was ich meinte in 200GB wären nie und nimmer nur 4000 Kundensätze und 200GB müssen erstmal kopiert werden selbst mit Glasfaser lange - lange genug das es jemand bemerken sollte.
Leute, ich befürchte, dass ihr keine Ahnung vom Hacken habt... Schon darüber nachgedacht, dass solche Aktionen viel schneller gehen, wenn sie in Gruppen erfolgen? Hier mal ein Beispiel:
Wir haben da eine Firma (Intercom), mit ca. 1.000 Kunden auf einem Speicher von 50GB (Transaktionen, Kontodaten und Personalangaben der Kunden auf standardmäßige 6 Monate mit eingerechnet; bedeutet jeder Kunde tätigt 1 Transaktion die Woche von schätzungsweise 100€). Durch wöchentliche Transaktion kommen wir in etwa auf 50MB. Dann haben wir "Anonymous" (vergleichsweise eine überdurchschnittliche Hacker-Vereinigung, die nichts mit der "Anon-Orga" zu tun hat, die wir im "Real-Life" kennen). "Anon" besteht aus 500 Profi-Hackern, die allerlei Programme und sonstige Mittel zum Hacken haben. Jetzt kommt der Angriff auf den Server der Intercom. Für 50GB braucht es in dem Fall nicht mehr als 50 dieser Hacker, um den Angriff ohne Komplikation auszuführen. Aber wie schaffen sie es, diese Masse an Daten sicher zu klauen? Die Antwort: Organisiertes Handeln. Wenn "Anon" in der Lage sind, Fremde Server mit ihren Rechnern zu "verbinden", dann sollten sie es doch erst recht mit bekannten schaffen. Demnach ist es ein leichtes, 49 weitere Rechner zu verknüpfen, in den geplanten Server einzubrechen und die Dateien zu entfernen, oder? FALSCH! Das ist gerade mal der erste Schritt gewesen. Es fehlt noch eine entscheidende Sache: Man muss mit den 49 weiteren Rechnern ebenfalls in den Server kommen. Dazu entwickelt man einen digitalen "Faden", der es dem Rest ermöglicht, ebenfalls in den Server zu gelangen. Im Klartext bedeutet das: Einer arbeitet und "zieht" die 49 anderen direkt hinterher. Der "Faden" ist nichts weiter als ein Messenger, der den anderen automatisch bei erfolgreichem Hack die Zugangsdaten sendet, und das so verschlüsselt, dass nicht einmal der BND sowas entziffern kann (Im Idealfall würde es Jahre dauern). Dann muss sich jeder nur noch auf je 1GB stürzen, downloaden und Fertig. Solche Aktionen dauern ab dem Einbruch keine 2 Minuten, also zu kurz um auf anhieb verfolgt werden zu können.
Wenn man umrechnet, müssten 200 Hacker im Spiel gewesen sein, um diese Aktion auszuführen... Alle mit derselben Leit-Geschwindigkeit und dem Vorgehen, wie oben beschrieben. Ihr könnt mir da ruhig glauben, Hacker von heute sind nicht mehr so dumm wie vor 5 Jahren...