Freud und Leid sind bei Apple dicht bei einander

Gerade zwei Tage ist es her, da musste die Fangemeinde die kultige Firma mit dem angebissenen Apfel im Logo den schweren Schlag verkraften, dass der charismatische Vorstandsvorsitzende Steve Jobs seine Arbeit im Konzern für die nächste Zeit ruhen lassen muss, um sich voll und ganz auf seine Gesundheit zu konzentrieren.

Nun stellte der Konzern die Zahlen für das vergangene Quartal vor. Das erste Quartal des neuen Geschäftsjahres 2011 endete am 25. Dezember 2010 und konnte einmal mehr alle Erwartungen übertreffen. Danach erzielte Apple in den vorangegangenen 3 Monaten einen Umsatz von 26,47 Milliarden Dollar - 71% mehr als noch vor einem Jahr; 6 Milliarden Dollar konnte sich das Unternehmen als Gewinn gutschreiben. Das entspricht einer Steigerung von 78%. Freud und Leid liegen in Cupertino derzeit dicht bei einander.

Apple konnte in fast allen Sparten zulegen. So wurden nur allein in diesem Quartal 16.240.000 iPhones verkauft, 86% mehr als noch vor einem Jahr. Das iPad ging 7.330.000-mal über den Ladentisch und auch das Geschäft mit den "klassischen" Macs stieg um 23% (insgesamt wurden 4.133.000 Geräte verkauft). Lediglich der Absatz von iPods ging um 7% zurück. Allerdings dürfte der Verkauf dieser Geräteklasse insgesamt rückläufig sein, weil sich mittlerweile eine Vielzahl von Mobiltelefonen, vor allem aber Smartphones als eine brauchbare Alternative etabliert haben.

Auch für die kommenden Quartale scheint der Konzern aus Cupertino gut gerüstet. Schon ab dem 9. April 2011 dürfte das iPad2 seinen Weg zu den Kunden finden und auch die Gerüchte zum iPhone 5 nehmen seit Wochen zu. Dies beginnt schon beim Prozessor. Fakt ist, dass es in beiden Geräten zu einer Aktualisierung der derzeit verwendeten A4-CPU kommt, die auf einem ARM Cortex A8 basiert. In der nächsten Gerätegeneration werden Doppelkern-Architekturen zum Einsatz kommen. Fraglich ist nur welcher Prozessor den Vorzug erhält, denn scheinbar kann man sich bei Apple derzeit noch nicht gänzlich zwischen dem direkten Nachfolger A5 oder einer Qualcomm-Lösung entscheiden. In jedem Fall soll der Prozessor für iPhone5 und iPad2 über eine integrierte Grafikeinheit verfügen, die stark genug ist, Videos auch in Full-HD (1080p) liefern zu können. Dies würde für einen Qualcomm-Snapdragon-Chip sprechen, dessen nächste Generationen gerade auf diesen Gebieten punkten wollen. Wahrscheinlicher ist allerdings, dass zumindest in der nächsten iPhone und iPad-Generation noch der A5, der auf der ARM Cortex-A9-CPU basiert, eingesetzt wird, schließlich wird die Zeit bis zu einer möglichen Auslieferung im April knapp, wenn man bedenkt, dass zuvor eine bestimmte Anzahl von Geräten vorproduziert wird.

Auch die Gerüchte um das Retina-Display des neuen iPads halten an. Dieses soll mit einer Auflösung von bis zu 2048 x 1536 Pixel glänzen. Vor diesem Hintergrund allerdings ist es merkwürdig, dass Apple die Auflösung beim neuen iPhone im Vergleich zu Version 4 herunterfahren wird. Nur noch 260 Pixel sollen auf einem Inch Platz finden und nicht mehr, wie bisher, 300.

Wie auch immer die neuen Apple-Geräte aussehen werden, spannend wird ihr Erscheinen allemal. Der Konzern hat zwar sowohl mit dem iPhone wie auch dem iPad Trends gesetzt, doch er war sicherlich nicht der erste, der derartigen Formate entwickelt hat. Dementsprechend ist es nicht außergewöhnlich, dass die Konkurrenten entsprechend schnell nachziehen konnten. So müssen die Apple-Produkte, wollen sie ihren vorauseilenden Ruf behalten, stets mit besonderen Funktionen und neuen Innovationen glänzen. Da reicht es nicht, wenn das iPhone 4 kurz vor seiner Ablösung noch mal in weiß aufgelegt werden könnte (ab Februar). Und ein SD-Kartenleser der wohl im iPad 2 vorhanden sein wird, hat schon in der ersten Variante gefehlt und ist darüber hinaus nicht sonderlich innovativ. Jene Gerüchte, die von einer zusätzlichen Steuerungsmöglichkeit am Rücken der neuen iPads scheinen sich dagegen nicht zu bestätigen.

Erstelle einen neuen Thread im News-Forum über dieses Thema
Dieser Thread ist für Kommentare geschlossen
5 Kommentare
Im Forum kommentieren
    Dein Kommentar
  • Blackmarket
    auch der Teufel macht mal gesundheitsbedingten urlaub
    -1
  • cs-loki
    wenn ich die Zahlen immer lesen: 78% Gewinnsteigerung in nur einem Jahr. So was las ich letzten erst bei Intel. Das ist alles kein gesundes und vor allem sozial-wirtschaftliches Wachstum. Das typische mehr, mehr, mehr Wachstum um jeden Preis. Kapitalismus in seiner widerlichsten Form. Leider kommt der große Knall bei solchen Zahlen irgendwann zwangsläufig und wer das dann ausbaden kann, darauf bin ich mal gespannt...
    1
  • mf-tribun
    nur mal auf den titel bezogen:
    freud und leid bei apple aus dem titel definiere ich so:

    - erst freut man sich apple gekauft zu haben
    - dann tuts einen leid für sowas solch ein überzogenen preis gezahlt zu haben

    letztendlich ist man schlauer und weis das es alternativgeräte gibt die das gleiche können und weitaus günstiger sind
    3