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Apple und die Malware...

von - quelle: Tom's Hardware US

Erste Malware-Welle schwappt über Macs hinweg – und AppleCare-Mitarbeiter dürfen offiziell nicht helfen.

Macs haben den Ruf, in Bezug auf Viren und andere Malware sicherer als ein PC zu sein. Das kann man zum Großteil auf die Tatsache zurückführen, dass Macs früher ziemlich selten waren und sich die Angreifer lieber auf den deutlich größeren PC-Pool stürzten. Dank der ständig wachsenden Verbreitung und Popularität von Mac-OS-basierten Rechner scheint sich das jetzt aber langsam zu ändern.

Ed Bott, ein ZDNet-Blogger, hat ein Interview (engl.) zwischen ihm und einem ungenannten AppleCare-Mitarbeiter veröffentlicht. Laut Botts Quelle werden AppleCare-Callcenter derzeit mit Anrufen von Kunden bombardiert, die unwissentlich Malware – mit "passenden" Namen wie Mac Defender, Apple Security und anderen – installiert haben.

"Bevor das losging hatten wir normalerweise so 7 bis 12 Minuten zwischen den Anrufen. Jetzt können wir glücklich sein, wenn wir überhaupt noch Zeit zwischen den Anrufen haben", so Botts Kontakt über das Malware-Problem. "Vor ein paar Wochen ging das Ganze mit ein paar Anrufen los. Aber letzte Woche drehten sich bereits 50 Prozent der Anrufe darum. Allein an zwei Tagen nahm ich persönlich letzte Woche 60 Anrufe bezüglich Mac Defender entgegen."

Es gibt aber eine Klausel in den AppleCare-Geschäftsbedingungen, über die sich viele Mac-Besitzer gar nicht bewusst sind: Apple hilft nicht bei der Malware-Entfernung.

"Bezüglich MacDefender sind wir darauf hingewiesen worden, dass wir nicht verpflichtet sind, Kunden bei der Malware-Entfernung behilflich zu sein", so die Quelle. "Obwohl die Entfernung von MacDefender einfach genug ist, wird diese Anweisung damit begründet, dass Apple bei den Kunden keine Erwartungshaltung wecken möchte, auch in Zukunft jede Malware entfernen zu können. Dafür gibt es Antiviren-Software."

Trotz der klaren Anweisungen helfen "die meisten" AppleCare-Mitarbeiter laut der Quelle trotzdem den Kunden, da selbige so verzweifelt nach Hilfe suchen.

Bott bekam außerdem ein internes Apple-Bulletin (engl.) in die Finger, laut dem Apple-Mitarbeiter weder bestätigen noch verneinen dürfen, ob der Mac eines Nutzers infiziert wurde. Apple-Mitarbeiter dürfen auch keine spezifischen Empfehlungen für Sicherheitssoftware aussprechen, sondern sollen die Kunden stattdessen an den Apple Online Store oder den Mac App Store und deren Antiviren-Angebot verweisen.

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Stef_mh 26/05/2011 09:14
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Was die Bosse von Apple an ihre Mitarbeiter aus dem Support da weitergeben, das geht unter keine Kuhhaut! Dieses arrogante Auftreten gegenüber den Kunden finde ich unverschämt und spricht nicht gerade für Apple. Mal sehen, ob sie in Zukunft was vergleichbares zu den von Microsoft veröffentlichten , kostenlosen Tools anbieten (Malware protection/removal, Security Essentials). Denn letztlich werden Apple und das OSX-Betriebssystem durch die immer größer werdende Verbreitung auch immer interessanter für Schadsoftware. Und hieß es bislang immer, der Mac sei sicher...

Bratkartoffel 26/05/2011 10:58
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Tja,leider hat Apple so großen Erfolg mit seinen viel zu überteuerten Produkten und können sich so eine Haltung leisten!Andererseits haben die mit ihrer Aussage ,das es Antivirenschutz von Drittanbietern gibt recht!Das Microsoft so etwas umsonst anbietet ,ist warscheinlich nur eine Geste des Vertrauens ,da deren Betriebssysteme ja in der Schußlinie wegen der ganzen Sicherheitslücken sind!Sie sind halt weit verbreitet.Wer heutzutage noch ohne Virenschutz unterwegs ist ,handelt meiner Meinung nach grob fahrlässig und gefährdet sich und andere!

Bratkartoffel 26/05/2011 11:01
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Gehört jetzt nicht zu Thema ,aber warum geht das versenden eines Kommentar mit dem IE 9 nur in der Kompatibelitätsansicht?

firas.n@arcor.de@Guest 26/05/2011 12:02
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"Schußlinie wegen der ganzen Sicherheitslücken"

Ganz ehrlich, seit Vista werden Sicherheitslücken wie verrückt gestopft, Verhätlnismäßig hat Win7 nur ein Bruchteil der Sicherheitslücken im Vergleich zu Apple und Linux, aber die Paar die es gibt, werden immer ausgebeutet.

Hatte mal 2 interessante Artikel darüber gelesen, werd mich bemühen die mal wieder zu finden!

In Sachen Sicherheitsmaßnahmen kann man MS nichts vorwerfen :D

klomax 26/05/2011 13:03
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Auch der kleine große Apfel ist also nicht so gefeilt davor, wie er immer von sich dachte...

Zyniker-mit-rosa-Brille 26/05/2011 17:32
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Kein Betriebssystem, das von Menschen programmiert wurde, ist zu 100% sicher. Es werden sich immer irgendwo Lücken finden lassen. Der Vorteil den der Mac bisher hatte, war die geringe Popularität, durch die es bis dato keine Viren gab. Und im Gegensatz zum Mac ist Windows von Haus aus sogar noch besser abgesichert.

elendsoft 26/05/2011 17:44
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In Sachen Sicherheitsmaßnahmen kann man MS nichts vorwerfen?

Nur daß sie immer mal wieder dabei erwischt werden, daß schon seit Jahren bekannte Sicherheitslücken immer noch vorhanden sind. Und daß standardmäßig so ziemlich alles aktiviert ist was auch Schaden anrichten kann.
Ganz primitives Beispiel: Die Dateitypen werden auch bei Windows 7 immer noch standardmäßig ausgeblendet. Obwohl das schon seit Windows 95 als üble Anfänger-Falle angemeckert wurde, hat sich bis heute nichts getan. Sicherheit sieht da wohl doch etwas anders aus.

Aber zurück zum eigentlichen Thema: Jetzt rächt es sich, daß man jahrelang die Meinung verbreitet hat, ein Mac wäre sicher. Mit dem Erfolg daß viele Mac-Besitzer selbst die elementarsten Sicherheitsmaßnahmen sträflich vernachlässigt haben.
Apple erntet jetz das was sie selbst gesäät haben.

ToXic 26/05/2011 18:41
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Nun ja... wie hier schon einige male bereits erwähnt wurde... ist Windows nur deswegen so in der "Schußlinie", weil es sich dafür nunmal lohnt Schadcode zu generieren... man kann mit wenig Aufwand ein maximale Ausbeute erreichen... früher war dies bei Macs bzw. Linux-Systemen nicht der Fall... da sich der Apfel aber immer größerer Beliebtheit erfreut, wird dieser nun auch für solchen Code interessant... steht zwar schon so im Artikel aber so what...

In einer der letzten c't-Ausgaben (ich hoffe THG verzeiht mir hier die Nennung der Konkurfenz ;) ) war ein sehr interessanter Artikel über Malware und den großen Apfel... da war ich schon ziemlich geschockt... wer das gelesen hat... wird nie wieder einen Ton gegen die Sicherheitsanstrengungen von MS sagen...

ah ja... hab den link doch noch gefunden... leider kostet der Artikel:

http://www.heise.de/artikel-archiv/ct/2011/4/158_kiosk

Casi 26/05/2011 20:02
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Das ist natürlich Geschäftspolitik. Erst den Kunden viel Kohle für den Rechner aus dem Kreuz leiern und dann schön auf den eigenen Shop hinweisen, wo man wieder gutes Geld ausgeben kann für Anti-Viren-Software. Und dabei wird einem an der ach so tollen Hotline nichtmal gesagt wie man sich richtig zu verhalten hat und wie im Weiteren vorzugehen ist. Apple eben.

carty 27/05/2011 21:52
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Support kostet Geld und wenn User hingehen und aus Gewohnheit auf alles rumklicken was Sie finden, dann sollen Sie für die Entfernung Geld bezahlen. Das Support für Malware, Viren etc. aus dem Care Programm nicht eingeschlossen ist, ist eine logische Konsequenz. Dies machen viele Computerhersteller, da die Mischkalkulation nicht aufgeht, wenn unvorhergesehene Ereignisse auftreten.

Und jeder Hersteller will Gewinn machen. Es ist so. Ansonsten müssten Computerhersteller gemeinnützige Vereine sein.

Ach ja ich besitze kein Apple Computer sondern Windows. Aber was draussen an User rumläuft die dann Anrufen, die können nichtmal mit der Maus umgehen und klicken auf alles wo Sie nicht hinklicken sollen und an Anweisungen vom Support halten Sie sich auch nicht.

Fast jeder Supporter kann heutzutage einen Support bietet der rein aus dem Kopf gemacht wird, aber wenn dann solche Benutzer da sind, die dann dort und dort und dort klicken, dann kriegt man schon die Krise am Telefon.

Crass Spektakel 28/05/2011 12:24
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Wundert mich nicht.

MacOx ist das unsicherste Unix welches je existiert hat. Praktisch jede Sicherheitsvorkehrung wurde aus Bequemlichkeit deaktiviert, Updates liegen teilweise Jahrzehnte zurück. Windows95 ohne Patches ist auch nicht schlimmer.

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