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Neuer Wind für Apples Air: MacBook Air 11" und 13" im Test

Neuer Wind für Apples Air: MacBook Air 11" und 13" im Test
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Luftig leicht und doch schnell genug für die Arbeit – Intel nennt es Ultrabook, Apple seit jeher MacBook Air. Heute stellen sich die beiden aktuellen Top-Modelle mit 11 und 13 Zoll vor und treten dem Herausforderer Samsung 900X3A entgegen.

Luftig leicht und doch schnell genug für die Arbeit – Intel nennt es Ultrabook, Apple seit jeher MacBook Air. Heute stellen sich die beiden aktuellen Top-Modelle mit 11 und 13 Zoll vor und treten dem Herausforderer Samsung 900X3A entgegen.

Neuauflage im Hause Apple: MacBook Air 11 und 13Neuauflage im Hause Apple: MacBook Air 11 und 13

Als das erste MacBook Air die Bühne betrat, wusste Apple den Neuzugang wirkungsvoll in Szene zu setzen: Wer erinnert sich nicht an das Bild mit dem superflachen Notebook, das in einem Umschlag verschwindet? Damals rangierte es bei Apple aber noch in der gehobenen Mittelklasse, was sich auch im Preis ausdrückte. Heute stellt das kleinste Modell der Air-Familie gleichzeitig auch das Einstiegsmodell in Apples Notebook-Welt dar und ersetzt damit das weiße MacBook, das nun nicht mehr an den normalen Endanwender verkauft wird.

Da wir bisher jede Generation des MacBook Air getestet haben (erstes MBA 13, zweites MBA 13, erstes MBA 11), wollten wir natürlich sehen, wie die diesjährige Modellpflege den Flach-Notebooks bekommen ist. Immerhin sind die neuen Modelle technisch ein riesiger Schritt nach vorn und der Umstieg vom altgedienten Core 2 Duo zur aktuellen Sandy-Bridge-Generation. In beiden Airs stecken inzwischen Core-i5-CPUs - eigentlich, denn Apple meinte es dieses Mal ein wenig zu gut mit uns und ... doch dazu später mehr. So viel vornweg: Den Vorwurf, die Airs seien zu langsam, kann man ihnen heute wirklich nicht mehr machen. Doch eins nach dem anderen.

Im Design nehmen sich die verschiedenen Größen der MacBook Airs nichts: Das 11-Zoll- und das 13-Zoll-Modell unterscheiden sich nur in Nuancen von einander. Das Markenzeichen der Air-Reihe, also das ultraflache Design (Höhe beider Geräte: 0,3 bis 1,7 cm), erben sie damit auch vom Vorgänger, ebenso wie das „Unibody“ Aluminiumgehäuse. Auch die Abmessungen zeigen, dass die zwei Notebooks eng bei einander liegen. So hat das 13"-Air eine Breite von 32,5 cm und eine Tiefe von 22,7 cm bei einem Gewicht von 1,35 kg. Der kleine Bruder kommt mit einer Breite von 30 cm und einer Tiefe von 19,2 cm bei einem Gewicht von etwas über einem Kilo aus.

Auch im Innern des Notebooks bleibt Apple seiner momentanen Designlinie treu: spartanisch edel, wie immer. Setzen andere Notebookhersteller auf Designfeatures um den Tastatur- und Handballenauflagebereich aufzupeppen, besinnt sich Apple weiterhin auf absolute Schlichtheit. Das Aluminiumgehäuse wird daher auch hier einfach weitergeführt, das gläserne Trackad ist eingefasst aber im gleichen silber-grauen Farbton gehalten. Einzig die (nun wieder beleuchtete) Tastatur sticht farblich heraus, denn sie ist schwarz, wie eben alle Tastaturen der aktuellen Apple-Notebooks. So bleibt Apple seinem Konzept der serienübergreifenden Wiedererkennung und dem dezent-schlichten Design treu.

Upgrade schwierig: Ohne Torx-Schraubendreher bleibt das Innenleben unter VerschlussUpgrade schwierig: Ohne Torx-Schraubendreher bleibt das Innenleben unter VerschlussAbgetreten ist Apple von der Glasplatte die sich über das gesamte Display und den Displayrahmen zieht. Beim MacBook Air findet man also einen Displayrahmen in dem das Display eingesetzt wurde. Wer deshalb aber auf ein entspiegeltes Display schließt, irrt allerdings.
Wie bei allen MacBooks der aktuellen Serie lassen sich auch beim den MacBookAirs die Bodenplatten nur mit speziellem Werkzeug entfernen. Auch der Akku ist unter dieser Bodenplatte fest verbaut und lässt sich entsprechend nicht abmontieren oder „einfach so“ auswechseln.

Bei Geräten der gehobenen Preisklasse stellt man an die Verarbeitung gehobene Ansprüche – und an Apple-Notebooks sowieso. Die neuen MacBook Airs werden ihnen auch komplett gerecht. Knacken, Knarzen, nachgeben auf Druck? Fehlanzeige. Eine Anmerkung gibt es aber doch: Da es sich um ein Aluminiumgehäuse handelt, welches sich bei Kälte zusammen zieht, kann es passieren, dass das Gehäuse ein Mal knackt, wenn man es nach längerer Zeit im ausgeschaltetem Zustand in die Hand nimmt. Dies ist uns bei dem 13“ Gerät passiert. Das hat aber nichts mit schlechter Verarbeitung zu tun, sondern ist allein auf die Materialeigenschaften zurück zu führen. Auch war dieses Knacken nicht reproduzierbar, sobald man das Gerät in der Hand hatte. Hier scheint es sich also um reine Physik zu handeln.

Schlicht, einfach und schwarz. Das ist die Tastatur der MacBook-Familie, egal ob Air oder Pro. Bei der Verarbeitung hat Apple also nicht nur auf das gleiche Design gesetzt, sondern auch auf das gleiche Chiclet-Modell. Die Tastaturen unterscheiden sich aus Nutzersicht nicht. Auch die Hintergrundbeleuchtung, die beim letzten Modell von der Ausstattungsliste gestrichen wurde, ist nun wieder mit an Bord.

Die Tastatur beim MacBook Air 11 ...Die Tastatur beim MacBook Air 11 ......und beim 13-Zoll-Modell....und beim 13-Zoll-Modell.

Nun zu den Tipp-Eigenschaften: Der Hub ist kurz, der Widerstand ist mäßig-fest, lässt sich also ohne größeren Kraftaufwand überwinden. Gleichzeitig ist er fest genug um das Gefühl eines eindeutigen Druckpunktes zu geben. Der Anschlag ist gut spürbar, im Zusammenhang mit dem Widerstand angenehm fest. Kurzum: Es entsteht ein gutes Tippgefühl. Das Tastenlayout entspricht dem allgemein gängigen Mac Layout, mit seiner Command-Taste anstelle des Windows-Pendants.

Vergleich der Trackpads.Vergleich der Trackpads.

Das Trackpad des 11“ MBA ist etwas kleiner als das seines großen Bruders. Beide sind mittig unterhalb der Tastatur in die Handballenauflagefläche eingesetzt und im gleichen silber-grauem Design wie das restliche Gehäuse gehalten. Das Trackpad funktioniert, wie bei allen derzeitigen Apple Notebooktrackpads, komplett als Maustaste. Einen rechten Mausklick erreicht man durch zusätzliches Drücken der ctrl-Taste. Das Trackpad ist zudem voll Multi-touch fähig. Der Druckpunkt des gesamten Trackpads ist sehr fest aber, wenn gedrückt, eindeutig.

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  • benkraft , 29. September 2011 08:40
    Das Gemeine: Hätte uns Apple die Core-i5-Version geschickt, hätte es wohl einen Kauftipp gegeben... Immerhin können die Airs durchweg das Samsung 900X3A schlagen, das sogar einen Redaktionstipp bekommen hat.
  • Anonymous , 29. September 2011 13:56
    Schöne flache Flunder wie immer von Apple aber der Preis ist heiß! :love: 
  • bluray , 29. September 2011 17:33
    Durchaus brauchbar. Aber man darf nicht vergessen: Toshiba und ASUS bringen Mitte Oktober auch zwei ziemlich nette flache Ultrabooks raus. Die Preise sind auch in etwa auf Augenhöhe mit den Airs...
  • benkraft , 30. September 2011 08:42
    Richtig - Konkurrenz belebt das Geschäft. Acer und Lenovo sind ja auch mit dabei. Aber stimmt schon, Asus und Toshiba dürften die interessantesten Geräte liefern. Zumindest auf der IFA gefielen mir persönlich deren Geräte am besten...
  • bluray , 30. September 2011 12:43
    Die Gelegenheit, beide Geräte mal "live" zu erleben, blieb mir leider verwehrt, aber die ersten Bilder auf verschiedenen Newsportalen lassen vermuten, dass das ASUS eine elegante Haptik darbeiten kann (ein aus einem Aluminiumblock gefräster Gehäusedeckel!) und das Toshiba als Flunder-Wunder durchgehen wird. Allerdings wurde beim Toshi noch nix zur Haptik berichtet. Geil finde ich aber, dass sie trotz der immensen Flachheit immer noch Platz hatten für eine Tastaturbeleuchtung!
    Man kann mich jetzt "Freak" nennen, aber wer einmal mit einem Notebook mit beleuchteter Tastatur im gedimmten Raum gearbeitet hat, möchte das Feature nicht mehr missen.
    Gut beurteilen kann ich das, da ich von Toshiba das Flagschiff P500 Satellite habe, welches auch mit diesem Merkmal einherkommt. Die Beleuchtung ist recht hell und gerade im dunklen Raum ein Segen, wenn man mal schnell was tippseln muss und nicht gleich zum Lichtschalter hasten oder den Bildschirm entsprechend neigen will!
    Heller schafft's wirklich nur noch die K750-Tastatur von Logitech, die ich an meinem Zweit-PC dran hab. (Testmaschine / Linux)
  • alterSack66 , 2. Oktober 2011 00:47
    "Der Speicher ist wie der Akku fest verbaut und lässt sich im Nachhinein nicht mehr erweitern" Bedeutet das Ram defekt Gerät ist hin? Oder lässt sich der wechseln?
  • Mnyut , 2. Oktober 2011 01:50
    Ihr bezeichnet Torx als spezielles Werkzeug und "bemängelt", dass so ein Upgrade o.ä. unnötig schwer ist.
    Ich sehe das eher als Plus. Selbst versuche ich wo es geht nur noch Torx zu verwenden, denn wenn man ein mal damit gearbeitet hat, will man nicht mehr zurück zumal man sich auch bei Kreuzschlitz besser auskennen muss um zu sehen welches Kreuzschlitz System gerade verwendet wird. Ansonsten beschädigt man Schraubenkopf und Schraubendreher.
  • benkraft , 2. Oktober 2011 11:20
    @AlterSack - Das RAM ist m.E. direkt auf die Platine gelötet und insofern weder wechsel- noch erweiterbar. Umso wichtiger, dass man vielleicht nicht gerade das Einsteigermodell mit 2 GB nimmt...

    @Mnyut - Torx hat sicherlich seine Vorteile, gehört aber nicht gerade zum Standardinventar des normalen "Nicht-Bastler" Haushalts, würde ich behaupten. Darauf bezog sich die Anmerkung. Letztlich ist es aber egal, denn im Innern gibt es eh fast nix zu wechseln, wenn man nicht gerade die SSD-Blade tauschen will.
  • Halusubusu@guest , 3. Oktober 2011 13:31
    Wer kein Torx in seiner Werkzeugsammlung hat, sollte vielleicht generell die Finger von solchen Geräten lassen...