Apple erhält Patent für tragbares Datenverarbeitungsgerät à la Google Glass

Wie es scheint, wurden kürzlich die Weichen für eine weitere Patentstreitigkeit gestellt. Laut einem Bericht von The Next Web hat nämlich das US-amerikanische Patent- und Markenamt Apple ein Patent zugesprochen, das als erstes den ersten Gedanken an Googles seit kurzem stark beworbenen Augmented Reality-Brille hervorruft. Und bedenkt man die Art und Weise, mit der sich die Verantwortlichen aus Cupertino gegen jede nur im Entferntesten an ihr markenrechtlich geschütztes Logo, Design und die verbaute Technik wehren, scheinen aufkommende Patentstreitigkeiten nicht weit.

Das bereits am 13. Oktober 2006 beantragte Patent beschreibt nämlich ein mobiles Datenverarbeitungsgerät, das ähnlich wie Googles Computerbrille Glass auf dem Kopf getragen wird. Es verarbeitet empfangene Daten und wandelt diese in ein Bild um, die dem Anwender dann über ein auf dem Kopf getragenes Head-Mounted Display (HMD) wiedergegeben werden. Laut dem oben genannten Bericht soll es sich bei dem im Patent beschriebenen Apple-Gerät zwar weniger um ein mobiles Display handeln, wie es bei Googles Android-basierter Augmented-Reality-Brille zum Einsatz kommt, sondern eher um ein rein auf dem Kopf getragenes HMD, allerdings kann man sich trotzdem nicht des Eindruck erwehren, dass dieses Patent noch für mächtig Zündstoff sorgen wird. Denn ebenso wie bei Google Glass ist auch hier von einer stereoskopischen Darstellung die Rede.

Über Google Glass hatten wir schon berichtet. Mittlerweile hat Google sogar bekannt gegeben, dass seine Computerbrille für rund 1500 US-Dollar schon Anfang des nächsten Jahres in einer begrenzten Stückzahl erhältlich sein wird. Mit einer für den Ottonormalverbraucher bezahlbaren Version der Brille wird dann voraussichtlich Anfang 2014 zu rechnen sein.

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9 Kommentare
    Dein Kommentar
  • Na ganz toll... Innovationsbremse Apple schlägt wieder zu.
    Und again: http://lolpics.se/pics/75075.jpg
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  • Echt ein Saftladen! Da haben die ein Konzept, teilen es aber nicht mit. Dann erfindet Google selbst ein ähnliches, aber eben nicht dasselbe Konzept, kündigt es mit einer Kampagne an, und JETZT kommt auf einmal das Fallobst, wo man diese Idee ja offenbar weder nach außen getragen noch hinter den Kulissen weiter verfolgt hat. Selbst schuld, kann ich nur sagen. Chance nicht genutzt. Wenn Google der erste Anbieter ist, der sich mit so was an den Markt traut, dann soll man sie doch einfach lassen. Immerhin tragen sie ja dann auch das Risiko, wenn es am Ende ein Riesenflop wird.
    Man muss jetzt nicht pauschal davon ausgehen, dass Google die Idee geklaut hat. Offenbar funktioniert Glass ja auch ganz anders.
    Aber das faulige Fallobst ist eh nur noch ne ABM für viele viele Anwälte und Gerichte. Echte Innovationen schaffen die irgendwie nicht mehr. Das einzige, was bei der Weißware wirklich anders ist als bei anderen, ist die verwendete Menge Klebstoff (als Ersatz für Schrauben), die nicht vorhandene Modularität, die damit einhergehende Servicefeindlichkeit und das unverschämt hohe Preisniveau.
    Wann verklagen sie eigentlich die Natur (besonders Apfel-, Birnen-, Aprikosen-, Nektarinen- und Pflaumenbäume) für die illegale Nachahmung des Firmenlogos?
    Wie lange wird es noch dauern, bis die Welt endlich bemerkt, dass diese Firma der Welt NUR schadet, und boykottiert sie endlich konsequent???
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  • Mann Franke, da hat aber jemand Minderwertigkeitskomplexe... Mach dir nichts drauß, irgendwann wirst sogar Du dir ein Apple-Gerät leisten können!
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