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Hamburger Apple-Store im Visier der "Occupy"-Bewegung

von - quelle: Tom's Hardware DE

Apple im Visier der "Occupy"-Bewegung: vor Deutschlands größtem Apple Store protestierten Aktivisten lautstark gegen den Hersteller, warfen Handzettel und angebissene Äpfel von der Galerie und ketteten sich teilweise an das Treppengeländer.

Apple betreibt mittlerweile mehr als 340 Apple-Stores weltweit. Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, war Deutschlands größtes Geschäft am Samstag Ziel von Anhängern der „Occupy“-Bewegung. Acht Aktivisten besetzten das Ladengeschäft am Jungfernstieg, sechs warfen Flugblätter und angebissene Äpfel von der Galerie im ersten Stock, zwei der Protestler ketten sich mit Handschellen an das Treppengeländer. Mit ihrer Aktion wollen die Aktivisten auf die angeblich gering bezahlten Produzenten von Apple-Produkten aufmerksam machen. Auf den Handzetteln war zu lesen: „Wir empören uns über Ausbeutung und Profit“. Das Geschäft musste aufgrund des Protests und des daraufhin ausgelösten Polizeieinsatzes geschlossen werden.

Die Globalisierungsgegner sind mit ihren aufgebauten Zelten und Protestbewegungen meist vor Banken in diversen Metropolen der USA und Europa kein unbekanntes Bild mehr. Ihr Anliegen ist es, auf die soziale Ungerechtigkeit aufmerksam zu machen. Apple werfen die Hamburger Aktivisten vor, gegen Menschenrechte zu verstoßen, unter anderem aus den geringen Löhnen bei seinen Zulieferern Profit zu schlagen und damit die Zerstörung einer sozialen, nachhaltigen und verantwortungsvollen Gesellschaft voranzutreiben.

Apple CEO Tim Cook reagierte erst kürzlich auf einen Artikel in der New York Times, die über die unmenschlichen Arbeitsbedingungen bei chinesischen Apple-Zulieferern berichtete, mit einer Stellungnahme: "Wir sorgen uns um jeden Mitarbeiter innerhalb unserer weltweiten Lieferkette. Jeder Unfall ist zutiefst bedauerlich und jedes Problem mit Arbeitsbedingungen ist ein Anlass zur Besorgnis. Jede Andeutung, es sei uns egal, ist falsch und beleidigend zugleich."

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metal10@Guest 06/02/2012 10:18
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metal10@Guest 06/02/2012 10:21
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alleroni@Guest 06/02/2012 10:35
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-1+

ihr seid wohl die blind gewordenen. euch sollte zum sehen verholfen werden, sodass es irgendwann vielleicht keine städt in china mehr geben muss, in denen die luft nicht geatmet und das wasser nicht getrunken werden kann.

dfjkghduk@Guest 06/02/2012 10:56
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-0+

wenns um Herstellung in China inklusive der Ausbeutung der lokalen Arbeiter geht, dann könnte man die Aktion auch in jedem Mediamarkt oder Saturn oder Karstadt (wahrscheinlich auch H&M oder Kik) durchführen ...

Marcell 06/02/2012 11:01
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--1+

Zu den Vorwürfen dieser Gegner kann ich nichts sagen. Weder möchte ich mich diesen anschließen, noch entkräften. Schließlich weiß ich über die Hintergründe zu wenig, um mir ein Urteil erlauben zu dürfen. Da stellt sich auch gleich die Frage, ob jene Aktivisten über das nötige Faktenwissen verfügen, um sich eine solche Meinung und das daraus abgeleitete Urteil erlauben zu dürfen. Ich für mich jedenfalls nehme mir nicht das Recht heraus über Apple und andere Arbeitgeber in diesem Bereich zu richten. Das steht mir nicht zu!

Was ich aber beurteilen kann, ist das Verhalten jener Aktivisten. Denn ich kann dieses an unserer Rechtslage messen, die für alle Menschen in unserem Land gleichermaßen gilt. Und da stellt jene Aktion mindestens einen Hausfriedensbruch dar, wenn nicht sogar üble Nachrede. Und wenn ich etwas sicher weiß, dann dass ich vermeintliches Unrecht nicht durch eigenen Rechtsbruch beseitigen kann und darf! Also kann ich gar nicht anders, als die Aktion dieser Aktivisten zu verurteilen! So wird es jedenfalls nicht gemacht!

Abgesehen davon: Wenn Sie mit irgendwelchen Missständen nicht einverstanden sind, sollen sie sich an den jeweiligen Gesetzgeber wenden. Schließlich halten sich Apple und co. (im Gegensatz zu den Aktivisten) an gesetzliche Rahmenregeln (die Gesetze), so dass die eigentliche Frage letztendendes an den jeweiligen Gesetzgeber zu stellen ist, der diese Regeln erlassen hat. Und in diesem Fall ist das auch nicht Deutschland, sondern die jeweiligen Länder der Zulieferer.

noskill 06/02/2012 11:07
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-4+

@über mir
Karstadt ist Händler, aber Apple ist der Hersteller und als Hersteller ist man sehr wohl dafür verantwortlich wie das Produkt hergestellt wird.
Das Perverse daran ist aber auch was für Profite Apple mit den Produkten einfährt, die von unterbezahlten Wanderarbeitern hergestellt werden.
Ich kann die Aktion daher durchaus nachvollziehen, auch wenn es lächerlich ist wenn da 8 Hanseln aufkreuzen und sich zum Affen machen.

@metal10
Es war Samstag...

dabiggy 06/02/2012 12:40
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-0+

Samstags ham auch leute Zeit wegen Fluglärm zu demonstrieren..

-Iwan- 06/02/2012 14:01
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-1+

... protestierten Aktivisten lautsatrk gegen den Hersteller ...

Was der CEO da ablässt, ist einfach nur lächlerlich. Klar, die kümmern sich um die Apple-Mitarbeiter, aber was ist mit den Zulieferern? Das interessiert die mit Sicherheit nicht... Stichwort: Foxcon

Kaffeeschlürfer@Guest 06/02/2012 18:29
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-0+

Wenn Umsatz und Gewinn eines Unternehmens so dich beieinander liegen, vermutet man natürlich gleich üble Ausbeute der Angestellten/Arbeiter. Bei Apple sehe ich allerdings eher den "Snobeffekt" dafür verantwortlich. Zumindest bekommt man den Eindruck das Apple mehr als alle anderen Kunden von Foxcon, gegen die zweifellos unmenschlichen Arbeitsbedingungen dort, vorgehen möchte.
Wer 900 Euronen für ein Handy ausgeben möchte, das nur über ein single core mit 800MHz, keine SDHC Erweiterung, nur 3,5" Display und welches bei hohen Temperaturunterschieden platzt :), der soll das bitte tun. Diese Leute haben es schon schwer genug im Leben, aber dagegen muss man nicht auch noch demonstrieren gehen.

kmueho 07/02/2012 12:37
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-1+

@Marcell
Wenn sich alle immer an die "Gesetze" gehalten hätten, wären die meisten von uns immer noch Sklaven oder Leibeigene. Das Wort "Menschenrecht" würde es nicht einmal geben. Die "Aktivisten" der französischen Revolution haben auch nicht an damalige Gesetze gehalten. Den ganzen arabischen Frühling dürfte es nicht geben. Alle Diktatoren wären - dank der eingenen Gesetzgebung - noch an der Macht. Denk' mal darüber nach.

Ich für meinen Teil finde den "Hausfriedensbruch" in Form von sich selbst Anketten an ein Treppengeländer und das Verteilen von Flugblättern noch relativ harmlos. Es scheint kein materieller Schaden entstanden zu sein. Apple wird das schon überleben - ganz sicher!

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