Russischer Zoll erklärt: iPads sind doch Computer!

Hintergrund der ganzen Posse, in der diesmal kein Gericht, sondern gleich die Antimonopolbehörde der Russischen Föderation bemüht wurde, ist der Umstand, dass alle Tablets nach Lesart des Russischen Zolls automatisch in die Kategorie Navigationsgeräte fallen und damit auch mit Einfuhrzoll belegt werden, wenn sie ein GPS-Modul besitzen. Bis auf Apples iPad. Dies jedenfalls regelte ein gesonderter Erlass der Russischen Zollbehörde vom Februar 2012, laut dessen Bestimmungen das iPad trotz GPS-Modul zum Computer erklärt wurde und der damit von dieser Steuer zu befreien sei. Was wiederum auch dazu führte, dass das iPad günstiger angeboten werden konnte, als andere, einfuhrzollpflichtige Geräte. Bekannt wurde das Ganze laut der russischen Agentur Interfax allerdings erst jetzt nach einer Beschwerde.

Klar ist hingegen, dass sich einige Mitbewerber quer stellten, so dass diese Ausnahmeregelung letztendlich sogar die Antimonopolbehörde der Russischen Föderation auf den Plan rief. Diese verlangte nach einer Untersuchung vom April 2012, dass der Zoll diese Regelung zurück zu nehmen habe und alle Tablets generell als Computer zu betrachten seien. Und zwar unabhängig davon, ob nun mit oder ohne GPS-Modul. Womit wiederum keine Einführzölle für Navigationsgeräte zu erheben seien, solange es sich um Computer handele.

Womit nun auch in Russland klar gestellt wäre, dass nicht nur iPads als Computer zu betrachten sind, zumindest zolltechnisch.

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